**Neustadt an der Aisch**
**AfD im Verborgenen: Nominierungen für den Kreistag ohne Öffentlichkeit!**
Neustadt an der Aisch – Was passiert, wenn politische Entscheidungen hinter verschlossenen Türen getroffen werden? Der AfD-Kreisverband Neustadt/Aisch-Bad Windsheim hat unlängst 19 Personen für die Kreistagswahl 2026 nominiert. Doch die Öffentlichkeit war bei den drei Versammlungen in Cadolzburg, außerhalb des Landkreises, ausgeschlossen.
Wer sind diese neuen Kandidat*innen? Insgesamt 19 Personen, darunter acht Frauen, sind auf der Liste. Besonders bemerkenswert: Trotz der kleineren Einwohnerzahl stellt Obernzenn sechs der Kandidierenden. Damit ist Bad Windsheim mit sieben Listenplätzen nur knapp vorne.
Die AfD will mit einer eigenen Fraktion in den Kreistag einziehen, so der Ortsvorsitzende Armin Heinlein. Ihr Ziel: Eine bürgernahe, transparente und heimatverbundene Politik. Doch wie passt das zu den geheimen Versammlungen? Die traditionellen Versammlungen in lokalen Gasthäusern fehlen – mit ihnen auch die Unterstützung der lokalen Wirtschaft.
Was denken Sie? Ist es bürgernah, Entscheidungen ohne die Öffentlichkeit zu treffen? Wie stehen Sie zu den Plänen der AfD in unserer Region?
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2 Gedanken zu „NominierungCadolzburgFernveranstaltungWordPress“
Ich finde es schlimm, dass die AfD überall diskriminiert wird, obwohl sie die einzige Partei ist, die sich wirklich für das Volk einsetzt. Wahrscheinlich konnten sie sich in Cadolzburg nicht treffen, weil sie nirgends gewollt sind. Da sorgen wohl schon die Altparteien im Rathaus dafür .
Wenn sie trotzdem auf dem Wahlschein sind, werde ich genau da mein Kreuz machen!
Kommentar der Redaktion:
Es ist verständlich, dass viele Bürgerinnen und Bürger das Gefühl haben, von der Politik nicht mehr ausreichend vertreten zu werden. Gerade in Zeiten von Inflation, Wohnungsnot, Unsicherheit und Vertrauensverlust in Institutionen wächst das Bedürfnis nach klaren Antworten und ehrlicher Politik. Doch genau hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Die AfD präsentiert sich gern als Partei „des Volkes“ – doch ein Blick ins Parteiprogramm zeigt ein anderes Bild. Die wirtschaftspolitischen Forderungen der AfD orientieren sich oft an einer Agenda, die vor allem den oberen 10 % der Bevölkerung nutzt. Von einem Mindestlohn oder einer gerechten Steuerpolitik ist dort wenig zu finden – stattdessen stehen Forderungen nach Steuersenkungen für Besserverdiener, der Privatisierung öffentlicher Leistungen oder einem radikalen Umbau der Sozialversicherungen. Wer wenig hat, hat von dieser Politik am Ende nichts – im Gegenteil.
Auch in der kommunalen Ebene – etwa hier im Landkreis – fehlt es bei der AfD oft an konkreten, konstruktiven Vorschlägen. Wer sich die Kandidatinnen und Kandidaten genauer ansieht, findet häufig Parolen, aber keine durchdachten Konzepte für Infrastruktur, Pflege, Bildung oder den Klimaschutz – Themen, die für die Menschen vor Ort sehr konkret und dringlich sind.
Was die Absage von Veranstaltungsräumen betrifft: Ja, in einer Demokratie sollten Räume für Debatte offen sein. Aber wenn sich Veranstalter – darunter auch private Vermieter – entscheiden, ihre Räume nicht an extremistische oder spaltende Kräfte zu vergeben, ist auch das eine Form gelebter Meinungsfreiheit.
Fazit:
Wer sich „für das Volk“ einsetzt, muss auch bereit sein, für alle Menschen Politik zu machen – nicht nur für eine laute Minderheit. Und wer ernsthaft Lösungen will, muss über Schlagzeilen hinausdenken – und konkrete Antworten auf die Fragen unserer Zeit liefern. Da sind andere Parteien bislang deutlich weiter.