Neustadt an der Aisch, Neuhof an der Zenn, Emskirchen, Markt Erlbach, Wilhelmsdorf i. Mfr., Hagenbüchach, Diespeck
Fetter Söder-Plan! Weniger Bundesländer, mehr Macht für Bayern – und wir alle sollen jubeln? Da staunen sogar die alten Franken, was sich unser Ministerpräsident da wieder einfallen lässt. Wer jetzt schon genug hat vom politischen Zaubertrick aus München, sollte trotzdem weiterlesen: Es geht ums Geld. Euer Geld.
Worum geht’s? Markus Söder (CSU) fordert, dass Deutschland „weniger Bundesländer“ haben soll. Die Kleinen sollen zusammengelegt werden, weil größere Einheiten angeblich schlagkräftiger sind. Was wie ein Smartphonetipp vom Onkel klingt, ist in Wahrheit die perfekte Ablenkung von echten Problemen. Bayern ist jetzt schon das Land mit dem dicksten Geldbeutel und macht beim Länderfinanzausgleich seit Jahren das große Jammern. Geld zahlt Bayern viel in den gemeinsamen Topf – und will weniger hergeben. Die Lösung? Am besten so umbauen, dass möglichst viele Bayern-mäßig wirtschaften und weniger am Tropf hängen.
Doch was steckt dahinter? In ganz Deutschland haben von 16 Bundesländern derzeit 8 weniger als 3 Millionen Einwohner:innen. Die meisten davon bekommen aus dem Länderfinanzausgleich mehr, als sie einzahlen. Söders Idee: Diese „Kleinen“ zusammenlegen – und damit weniger finanzielle Abnehmer, mehr Geld im bayerischen Säckl.
Der Clou: Söder nennt keine konkreten Länder, die geschluckt werden sollen, aber alle wissen, dass gerade Schleswig-Holstein, Brandenburg, Thüringen und Co. gemeint sind. Gleichzeitig will Söder den Ländern erlauben, Steuern selbst zu bestimmen – aber nur minimal. Und als Heimat-PR werden noch Hymnen an Schulen und bei Festen verordnet, denn irgendein Profil muss ja bleiben.
Warum kommt gerade jetzt dieser Vorschlag? Na klar: Die Kommunalwahl in Bayern steht vor der Tür. Das Ersparte ist futsch, Kommunen und Kreise ächzen unter der finanziellen Last. Aber statt sich ehrlich zu machen, präsentiert unser Landesoberhaupt lieber Themen, die nichts kosten und ordentlich Schlagzeilen bringen, statt das Spardiktat im eigenen Land zu erklären.
Fazit: Viel Theater, wenig Substanz. Aber Hauptsache, alle reden über Söder und nicht über die finanzielle Misere vor Ort.
Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
**“Größer, lauter, Söder: Wenn Bundesländer wie Legosteine verschoben werden sollen.“**
Mal ehrlich, wer glaubt eigentlich, dass ausgerechnet die Bayern freiwillig mit Baden-Württemberg fusionieren? Genau. Nicht mal beim Metzger würde man sich da freiwillig hinten anstellen. Aber wer braucht schon echte Lösungsvorschläge, wenn man auch einfach ablenken kann? Söder ist inzwischen wie die Playlist auf der Familienfeier: Laut, bekannt – aber immer das gleiche Lied. Und am Ende tanzt niemand mehr freiwillig.
Ihr habt Lust auf mehr Klartext aus Mittelfranken? Besucht auch unsere anderen Berichte auf Facebook und Instagram – und diskutiert mit, was ihr von Landes-Riesen und Kommunal-Kümmerern haltet!



