Neues aus Neustadt:

Theaterlegende Werner Schmidt sagt Adieu!

+ Werner Schmidts Abschied von der Bühne

* Erfolge des VR-Bank Theaters
* Bedeutung von Freundschaften und Spendenaktionen

Neustadt an der Aisch, alle Theaterfreund:innen aus Mittelfranken aufgepasst! Ein Urgestein sagt „Servus“! 400 Auftritte, ein Ordner voller Kritiken und jede Menge Herzblut – Werner Schmidt, der „Herr Dinkelkorn“ der VR-Teilhaberbank, verabschiedet sich von der Bühne!

Worum geht’s?
Seit 45 Jahren begeistert Werner Schmidt im Laientheater seine Zuschauer:innen in Neustadt und Umgebung. Nun steht der Bankberater und Hobby-Schauspieler zum letzten Mal im Rampenlicht. Sein 400. Auftritt ist gleichzeitig Abschied – für das Ensemble und für ihn selbst ein bewegender Moment.

Schmidts Theaterkarriere begann mit 19. Legendär machte ihn die Rolle des Bäckermeisters Dinkelkorn – Applaus, Presse-Echo, Fans. Später organisierte er das Ensemble, führte Regie, suchte Stücke aus – und brachte „Heribert der Klosterfraunarzissengeist“ endlich auf die Bühne. Die Komödie mit schnapsbrennenden Nonnen wurde im Jubiläumsjahr zum Kassenschlager. Für den fränkischen Baufinanzierungsexperten war Hochdeutsch auf der Bühne allerdings ein Abenteuer – „wie Lothar Matthäus in der Bundesliga“, lacht Schmidt rückblickend.

Schmidt schwärmt vom Zusammenhalt der rund 20 ehrenamtlichen Mitspieler:innen. Mehr als 280.000 Euro erspielte die Truppe seither für lokale soziale Projekte wie den Wünschewagen. Viel wichtiger aber: Auf und hinter der Bühne entstand echte Freundschaft. Und manchmal sogar Liebe – seine Frau Annemarie lernte Schmidt 2004 beim Theaterspielen kennen.

Trotz aller Routine – das Lampenfieber blieb, besonders bei Auftritten in Neustadt. Selbst Profis wie Kabarettist Gerd Fischer, der hier einmal gastierte, wirkten hinter den Kulissen ziemlich nervös, erinnert sich Schmidt lachend.

Zum letzten Mal zu sehen ist Werner Schmidt aktuell im Stück „Auch Saubermänner haben ein Verfallsdatum“. Am 1. Dezember 2026 macht er Schluss – dann ist das Familienleben dran und der Vorhang fällt für den „Herrn Dinkelkorn“.

Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
**„Der letzte Vorhang und das Lampenfieber danach – oder: Lieber ein Leben als Dinkelkorn, als gar kein Theater!“**
Da verabschiedet sich einer, der in Neustadt öfter auf der Bühne stand als so mancher Fränkischkurs im VHS-Keller stattfindet. Überleg mal: 37 Jahre „Theater ohne Gage“, dafür aber Sekt nach der Generalprobe und jeden Freitag das berühmte Kribbeln im Bauch – das muss man erstmal schaffen! Und jetzt? Ruhestand an der Aurach? Klar. Aber wir alle wissen: Wer einmal Theaterluft geschnuppert hat, fängt bald an, beim Abendessen soufflieren zu wollen. Tschüss, Herr Dinkelkorn – und falls Ihnen zu Hause mal „Bravo, Zugabe!“ zugerufen wird: Das war’s… wahrscheinlich Ihre Familie.

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