Neues aus Markt Erlbach:

Windkraft-Projekt in den Startlöchern

+ Windräder-Bau in Markt Erlbach geplant

* Unklarheit über Einspeisepunkt ins Stromnetz
* Marktwirtschaftliche Vorteile für Markt Erlbach

Markt Erlbach, Dietersheim, Neustadt an der Aisch

Windräder im Viersternwald: Kommen sie? Kommen sie nicht? Sieben Windkraft-Giganten könnten bald zum neuen Nachbarn werden! Aber klar ist noch lange nichts.

Worum geht’s? Zwischen Rimbach, Morbach und Losaurach sind sieben Windräder von der Firma Dornauer Windkraft UG geplant. Die Flächen sind schon gesichert, der Marktgemeinderat hat grundsätzlich zugestimmt – doch bis die ersten Rotorblätter drehen, bleibt vieles fraglich.

Der Knackpunkt: Strom rein, aber wohin raus? Erst wenn feststeht, ob es einen Anschluss ans Stromnetz (Einspeisepunkt) gibt, kann überhaupt gebaut werden. Genau das ist aktuell bei vielen Windparkprojekten das große Problem – das Netz ist oft überlastet, neue Leitungen brauchen ihre Zeit. Und dann fehlt noch ein wichtiges Gutachten: Das Militär muss prüfen, ob seine Belange gestört werden – dieser Punkt hat schon öfter Anlagen gestoppt.

Wer steckt dahinter und wer profitiert? Projektierer ist die Dornauer Windkraft UG. Zwei Anlagen sollen im Gemeindegebiet Markt Erlbach entstehen (eine nordöstlich von Rimbach, die andere westlich von Losaurach und nordwestlich von Morbach), vier auf Flächen von Dietersheim, eine auf Neustädter Gebiet. Die Nachbarkommunen haben schon zugestimmt. Die Windräder wären gewaltig: 162 Meter Nabenhöhe, rund 250 Meter Gesamthöhe, sechs bis sieben Megawatt pro Anlage.

Was springt für die Gemeinde raus? Geld! Es gibt neben der Gewerbesteuer eine Vergütung von 0,2 Cent pro Kilowattstunde für Anwohner:innen im Umkreis der Anlagen und Flächenpacht, weil die Kommune Flächenbesitzer ist. Und: Die meisten Gutachten (z. B. über Lärm, Umweltschutz, Abfall oder Artenschutz) sind bereits abgeschlossen und erfüllen die gesetzlichen Vorgaben.

Windkraft in Deutschland: Wussten Sie schon? Nach Angaben des Bundesverbands Windenergie stammen schon heute über 20% unseres Stroms aus Wind. Trotzdem sind neue Anlagen häufig umstritten – sei es wegen Naturschutz, Landschaftsbild oder fehlender Netzanbindung. Bayern hinkt bisher beim Ausbau hinterher, will aber mit neuen Gesetzen Tempo machen.

Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
Warten auf den Wind – oder auf den nächsten Handwerker? Deutschlands Energiewende läuft gerade ungefähr so mängelfrei wie die Deutsche Bahn in den Osterferien. Erst fehlt ein Gutachten, dann funkt das Militär dazwischen, und am Ende steht irgendwo ein Trafohäuschen, das keiner angeschlossen hat. Hauptsache, am Gemeinderatstisch freut man sich schon mal auf die Flächenpacht – vielleicht gibt’s die dann ja irgendwann in Windkraftmünzen. Aber ehrlich: Lieber ein Windrad im Wald als noch eine Leitung auf dem heißen Draht. Nur Mut, Mittelfranken – lasst euch nicht ausbremsen!

Diskutiert mit uns: Wie steht ihr zum Windkraftausbau vor eurer Haustür? Schaut auch auf Facebook und Instagram bei „Neues an Aurach Zenn Aisch“ vorbei, lest weitere Berichte und mischt kräftig mit!

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