Neues aus Markt Erlbach:

Abwasserdebatte um Holzmühle entfacht Diskussion!

+ Holzmühle-Abwasser an Finkenmühle anschließen

* Zweckvereinbarung mit Emskirchen notwendig
* Diskussion um Abwasserleitung nach Hagenhofen

Markt Erlbach, Emskirchen – Jetzt wird’s nass! Abwasser-Action an der Aurach: Das Wasser aus der Holzmühle plätschert bald offiziell in Richtung Emskirchen. Doch im Markt Erlbacher Gemeinderat zischt’s ordentlich – und einer träumt plötzlich schon vom dicken Rohr quer durchs Wasserschutzgebiet!

Worum geht es?
Die Holzmühle liegt idyllisch bei Kotzenaurach. Bisher klärte sie ihr Abwasser privat, doch das wollte der Eigentümer ändern: Sein Ziel? Anschluss ans öffentliche Abwassernetz – wie die benachbarte Finkenmühle, die schon zu Emskirchen gehört.

Was ist passiert?
Eigentümer der Holzmühle legte auf eigene Kosten einen Kanal bis zur Finkenmühle. Das Abwasser fließt – und zwar schon eine Weile – Richtung Emskirchen. Dafür muss jetzt eine Zweckvereinbarung zwischen Markt Erlbach und den Gemeindewerken Emskirchen her. Es geht um die offizielle Abrechnung der Kosten. Im Gemeinderat gab es dafür ein einstimmiges Ja – aber die Kommunalaufsicht muss auch noch ihren Segen dazu geben.

Doch plötzlich funkt Gemeinderat Klaus Adelhardt dazwischen: „Das wird kommen!“ – meint er und schwärmt davon, dass das Abwasser aus Linden künftig nach Hagenhofen wandern soll. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß bremst scharf: Das seien fünf Kilometer Rohrleitung quer durchs Wasserschutzgebiet – nicht ihr Plan! Außerdem: Die Kläranlage in Linden wurde erst neu gemacht, mit jeder Menge Aufwand und Kohle. Wer weiß denn, was in 20 Jahren ist?

Fakten-Check (für alle Rohr-Fans):
In Mittelfranken gibt’s noch etliche kleinere Weiler und Mühlen, die ihr Abwasser über Hauskläranlagen entsorgen. Immer mehr wünschen sich den Anschluss an öffentliche Kanäle – besser für die Umwelt, teuer bleibt’s trotzdem. Für Kommunen ist das Verhandeln darüber immer wieder ein Balanceakt: Öko, Kosten, und wer zahlt eigentlich was?

Zusammengefasst:
Das Abwasser aus der Holzmühle fließt jetzt offiziell nach Emskirchen. Die Zweckvereinbarung kommt, die große Kanalschau nach Hagenhofen bleibt erstmal nur eine Debattenrakete.

Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
„Ein Dorf, sein Abwasser und der große Traum vom Alles-ist-angeschlossen – klingt wie: Wir bauen ein Haus aus Kabelbindern und hoffen, dass es regnet. Da wird bei jedem Kanalschwenk gleich ein Wasserrohr-Bruch des Optimismus geliefert. Leute, fünf Kilometer Leitung durch Wasserschutzgebiet? Fast so realistisch wie 9-Euro-Tickets für Bürgermeisterinnenzimmer. Vielleicht bauen wir vorher noch den Transrapid nach Kotzenaurach, damit das Abwasser schnell kommt. Hauptsache, das Wasser fließt – und die Nerven halten dicht.“

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