Markt Erlbach
Zwei Neue für den Rat! Die Grünen räumen ab – und bringen frischen Wind ins Rathaus. Machtwechsel? Nein, aber ein bisschen Revolution ist in Markt Erlbach schon spürbar.
Worum geht’s? Bei der Gemeinderatswahl in Markt Erlbach haben die Grünen es direkt beim ersten Anlauf geschafft: Zwei Sitze! Das heißt: weniger für die Freien Wähler:innen und die SPD. Die CSU bleibt weiter dick im Geschäft und ist nun stärkste Kraft im Rat.
Was ist passiert? Bis 23:40 Uhr wurde ausgezählt. Alles lief wie am Schnürchen – zumindest, wenn man auf Papier und Berge davon steht. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß wunderte sich jedenfalls: Digitalisierung? Eher ein Gruß aus der Kreidezeit, wenn man die Aktenberge sieht. Und ein großes Dankeschön an alle Wahlhelfer:innen – so viel Zusammenhalt gibt’s nur auf dem Land.
Wer sind die Gewinner:innen? Die CSU ist jetzt allein auf weiter Flur mit 8 Sitzen. Die Grünen kommen blitzsauber und mit ordentlich Rückenwind aus dem Stand auf 12,9 % – gerade mal ein paar Stimmen haben zum dritten Sitz gefehlt. Nadine Paulus und Andreas Müller ziehen für die Öko-Partei ein – alle Achtung! Die Freie Wählerliste (FWL) verliert einen Sitz und landet bei 7, genauso wie die SPD, die nur noch mit 3 Leuten im neuen Gremium lacht – ähm, arbeitet.
Lokalpolitik oder Gruppenarbeit wie in der Grundschule? Man kennt sich, aber es gibt auch neue Gesichter bei CSU und FWL. Der Stimmenkönig, Werner Stieglitz (CSU), bleibt Chef im Ring. Auch altbekannte Namen wie Klaus Adelhardt, Gerd und Harald Eisenbeiß oder Christina Nüssel mischen weiter mit. Wer sagt, Frauen hätten im Rat nix zu melden: Der Anteil steigt – langsam, aber immerhin.
Und wie läuft das mit den Orts- und Stadtteilen? Das Klischee „Kein Schwarz im Dorfkern, nur auf dem Land“ stimmt so nicht mehr. Die CSU verliert in Linden, punktet dafür in der Briefwahl. Die Grünen und FWL wiederum holen in Linden dicke Gewinne, in Eschenbach und per Briefwahl sieht’s dagegen düster aus. Die SPD fühlt sich dagegen immer noch am wohlsten in der Rangauhalle (18,1 %), während in Losaurach für sie schon die Lichter flackern (5 %).
Plakate? Fehlanzeige. Man bleibt umweltfreundlich und setzt lieber auf Banner am Bauzaun – spart Papier, schont Nerven und die Umwelt. Nur hier und da haben sich ein paar Kreistagsplakate verstolpert.
Fazit: Grün ist das neue Schwarz? Nicht ganz, noch hat die CSU den Hut auf. Aber die Luft wird bunter im Markt Erlbacher Rathaus. Jetzt darf man gespannt sein, wer im Rat bei der Digitalisierung mal auf den „Refresh“-Button haut. Bis dahin: Macht euch einen Kaffee und beobachtet das bunte Treiben!
Falls ihr selbst was bewegen wollt: Im Rathaus warten noch papierene Aktenordner auf euch – oder jemand, der endlich Digitalisierung erklärt.



