Neuhof an der Zenn – Achtung: Jetzt wird’s glitschig! Die Amphibien legen los und wandern! Was das für Autofahrer:innen in Neuhof an der Zenn und Umgebung bedeutet? Sperren, Umwege und eine große Portion Natur-Action mitten in Mittelfranken – jetzt weiterlesen!
Worum geht’s?
Es ist wieder soweit: Frösche, Kröten und Molche machen sich in den feucht-fröhlichen Frühlingsnächten auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Der Weg ist nicht ungefährlich, denn Straßen kreuzen ihre Wanderroute und werden für die kleinen Lurche zur echten Todeszone.
Letztes Jahr allein wurden auf der Straße zwischen Eschenbach und Adelsdorf, bei Häringsmühle, Hunderte Tiere gezählt, die durch Autos getötet wurden – entweder überfahren oder vom Luftdruck der schnellen Fahrzeuge erwischt. Und das sind keine Einzelschicksale: Amphibien gehören in Bayern zu den am stärksten bedrohten Tierarten. Der Lebensraum wird immer knapper, neue Straßen bringen noch mehr Risiko.
Was passiert jetzt?
Die Gemeinde Neuhof an der Zenn setzt gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Landschaftspflegverband auf ein neues Konzept: Die Straße Richtung Häringsmühle wird zur Hauptwanderzeit im März und April für einige Nächte zwischen 19 und 7 Uhr komplett gesperrt. Tagsüber bleibt die Strecke frei. Die genauen Sperrzeiten werden flexibel angepasst – je nachdem, wann die Tiere wirklich unterwegs sind. Immer aktuell auf der Gemeindehomepage und in den bekannten Kanälen.
Was können wir tun?
Die Behörden bitten alle Autofahrer:innen um Verständnis und besondere Vorsicht – auch an anderen Straßen im Gemeindegebiet! Dort helfen freiwillige Amphibienretter:innen, die Tiere sicher über die Straße zu lotsen und werden dabei regelmäßig selbst zur heldenhaften Nachtschicht. Also runter vom Gas und ein Auge auf die Natur werfen!
Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
“Frösche auf Wanderschaft und wir machen dicht – klingt fast wie ‘Freitag ist Brückentag, wir sperren die Autobahn’. Aber: Die kleinen Amphibien leisten beim Autofahren gleich nochmal Schwerstarbeit als Hüpf-Tempolimit! Und seien wir ehrlich: Für ein paar Nächte mal die Abkürzung verpassen – das schaffen wir. Gönnt den Lurchen ihren Frühjahrs-Rave. Die finden nicht nur Froschköniginnen, sondern sichern nebenbei unsere biologische Vielfalt. Also: Auto stehen lassen, vielleicht mal wieder zu Fuß gehen und wer weiß – vielleicht läuft euch ja der*die nächste Amphibienstar direkt über den Weg. Wer braucht schon Netflix, wenn Mittelfranken Krötenwanderung Live Stream bietet?”
(c) Bild: Rathaus Neuhof an der Zenn
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