Neustadt an der Aisch
Das ist doch mal eine Bürgerversammlung wie aus dem Bilderbuch: Volle Halle, viele Applaudierer:innen, und einer strahlt besonders – Bürgermeister Klaus Meier! Aber hinter dem Lächeln verstecken sich auch ein paar Sorgenfalten – Neustadt steht vor großen Herausforderungen.
Worum geht’s?
In Neustadt an der Aisch hat Bürgermeister Klaus Meier zur großen Jahresversammlung gerufen. Die Stimmung? Entspannter Smalltalk zwischen Café und Biertisch, aber immerhin: alle hören zu, wenn’s ums Geld der Stadt geht.
Die Fakten: Nach 20 Jahren muss sich Neustadt jetzt wieder Geld leihen. Die städtischen Schulden klettern auf stolze 4,3 Millionen Euro, gemeinsam mit dem Kommunalunternehmen sogar 26,3 Millionen. Die Rücklagen? Von knackigen 14,8 auf magere 8,12 Millionen Euro geschmolzen. Da hilft es wenig, dass die Bauarbeiten – Stichwort Steinsweg – ordentlich aufs Budget drücken.
Ein Silberstreif: Neustadt wächst! Zum ersten Mal fast 14.000 Einwohner:innen, das ist Spitze im ganzen Landkreis. Das bringt Leben in die Bude, aber die Kassenfrage bleibt: Wer bezahlt künftig wie viel?
Highlights gab’s trotzdem: 24 Kilometer Glasfaser wurden verlegt – endlich schnelleres Internet! Die Rathausfassade wurde aufgehübscht, Kerwa und Heimatfest sorgten für Feierstimmung und der Feuerwehr-Neubau läuft. Und, auch wenn das Wetter mies war: Das Waldbad schrammte mit 75.000 Besucher:innen nur knapp an der 6-stelligen Marke vorbei. Fun Fact: Auf Google ist das Bad deutschlandweit auf Platz 8 gelistet – ziemlich cool für unsere kleine Stadt.
Engagement aus der Region? Gibt’s! Ob Feuerwehr-Einsätze ohne Ende oder Ehrenamts-Held:innen – Neustadt hält zusammen. Ein kleines Ärgernis bleibt das Baustellen-Chaos und ein Gelände, das aussieht wie nach dem Bürgerkrieg. Lösung? Fehlanzeige, aber vielleicht bringt das nächste Jahr ja Hoffnung.
Und noch was: Die Post kommt vielleicht zurück in die Stadtmitte, aber ob und wie – das hängt am seidenen Faden. Wenn’s der private Betreiber nicht packt, gibt’s wenigstens für zwei Stündchen am Tag Post vom großen “Gelben Riesen”.
Klaus Meier verabschiedet sich im kommenden Mai aus dem Bürgermeister:innen-Amt. Nach 18 Jahren bleibt sein Fazit: Es war ihm eine Ehre. Vor allem, wenn man sieht, dass „der Klaus“ für viele hier einfach dazu gehört.
Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
Bürgermeisterwahl im Zen-Zustand – Applaus für den leidenschaftlichen Sparkassengladiator
Wer sich einen Bürgermeister wünscht, der einfach mit ’ner Bumm-Bumm-Playlist und Freibier um sich wirft, war in Neustadt an der Aisch die letzten Jahre falsch. Klaus Meier, das war eher Banking statt Bungee-Jumping: Zahlen, Zukunft und immer ein bisschen Bauchweh, wenn wieder eine Baustelle aus dem Boden spross. Aber manchmal ist das genau die Held:innenreise: jemand, der keine Angst davor hat, auch mal schlechte Nachrichten zu servieren – immer ehrlich, manchmal unbequem, aber immer: einer von uns. Chapeau, Klaus – und möge der oder die Nächste auch so nervenstark sein, wie der Internet-Ausbau nach dem dritten Glasfaser-Loch.
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