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Schneechaos in Mittelfranken! Für viele Kinder heißt es heute: Schulranzen zu, Schlitten raus. Doch was tun die Eltern – dürfen sie einfach daheimbleiben?
Immer wieder sorgt Winterwetter in unserer Region dafür, dass Schulen kurzfristig schließen oder der Präsenzunterricht ausfällt. Das stellt viele von euch vor knifflige Fragen: Wer passt auf die Kinder auf? Was sagt das Gesetz? Darf ich zu Hause bleiben, ohne gleich Probleme auf der Arbeit zu bekommen?
Fakt ist: Auch bei Schnee, Sturm und Glatteis müssen Arbeitnehmer:innen laut Gesetz meist trotzdem zur Arbeit kommen. Der Weg zur Arbeit ist Privatangelegenheit – das sogenannte Wegerisiko. Verspätung heißt in der Regel: Lohnabzug. Doch Moment: Wenn der Unterricht ausfällt, könnte § 616 Bürgerliches Gesetzbuch greifen. Der besagt: Bei einer kurzfristigen Verhinderung (wie geschlossene Schule) kann der Lohn weitergezahlt werden! Allerdings – und jetzt wird’s kompliziert – steht ganz oft in Arbeitsverträgen drin, dass dieser Paragraf ausgeschlossen ist. Bedeutet: Schaut lieber mal in euren eigenen Vertrag!
Wenn ihr wirklich mal gar nicht zur Arbeit kommt, weil beispielsweise Busse nicht fahren oder Straßen blockiert sind, muss euch euer Chef zumindest nicht gleich abmahnen oder kündigen. Schließlich kann niemand für Sturmtiefs und Katastrophen Wetter spielen! Redet frühzeitig mit der Chefin oder dem Chef, meldet euch ab und bietet idealerweise Homeoffice oder Nacharbeit an. Die Erfahrung zeigt: Ein Gespräch auf Augenhöhe hilft oft weiter als schlechte Laune und Frust bei Schnee und Eis.
Tipp aus der Redaktion: Rechtzeitig informieren, offen kommunizieren, Verständnis erbitten und – Hand aufs Herz – auf den guten Draht zum Chef oder zur Chefin setzen. Die wahre Herausforderung unserer Region an solchen Tagen? Wer zuerst mit dem Schlitten unten am Hang ist und noch frischen Kaffee im Thermobecher hat!
Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
**„Schule fällt aus, Chef tobt – Der Wetterbericht als Karriere-Killer“**
Wenn das Wetter in Mittelfranken mehr Chaos verursacht als jeder Montagmorgen, bleibt nur eins: Durchatmen, Tee aufsetzen und den Kindern Schneeanzug anziehen. Die Bundesregierung rät im Zweifel zu Eigenverantwortung, der Chef guckt streng, das Arbeitsrecht murkst vor sich hin wie ein alter Diesel bei Minusgraden. Am Ende hilft nur: Mit Schneeball in der Hand in Richtung Flexibilität marschieren. Und falls ihr einen Arbeitsvertrag habt, der euch mehr Sicherheit gibt als die Wetter-App – dann: Glückwunsch, ihr gehört zur Spitzenschicht im Arbeitsrecht. Allen anderen bleibt immerhin die Hoffnung, dass der nächste Winter mild wird. Oder die nächste Regierung arbeitsrechtlich aufräumt. Mit Salz gegen Glatteis – und Glatteis im Paragraphendschungel.
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