Landkreis Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim (für alle Hobby-Metzger:innen, Landwirt:innen, Jäger:innen und Fleischliebhaber:innen in Mittelfranken):
Hausschlachtungen werden teurer – und das nicht zu knapp! Rinder, Schweine, Lämmer, Wildschwein: Wer sein Fleisch noch selbst „macht“, muss bald tiefer in die Tasche greifen. Die neuen Preise für Fleischhygienechecks treffen die Region direkt ins Herz – oder wenigstens ins Wurstbrot.
Um was geht’s? Ab dem 1. Februar 2026 erhöht das Landratsamt Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim die Gebühren für die Untersuchung bei Hausschlachtungen und Wildschweinproben. Das betrifft alle, die in der Region ihr Vieh nach alter Tradition selbst schlachten oder Wildverwertung betreiben. Die letzte Gebührenerhöhung liegt zehn Jahre zurück – jetzt ist Schluss mit Schnäppchenpreisen, sagt das Amt.
Warum wird’s teurer?
Es gibt gleich mehrere Gründe: Die Zahl der Hausschlachtungen im Landkreis ist gesunken – von 1.214 im Jahr 2015 auf nur noch 709 im letzten Jahr. Gleichzeitig sind die Kosten für Personal und Material kräftig gestiegen, nicht zuletzt wegen Tarifsteigerungen. Das Landratsamt ist gesetzlich verpflichtet, die Gebühren so zu kalkulieren, dass sie die tatsächlichen Kosten decken. Sonst bleibt der Landkreis auf den Ausgaben sitzen – und das geht nicht.
Wie viel muss man ab 2026 bezahlen?
Hier die wichtigsten neuen Preise:
– Rind: bisher 28,00 Euro – neu 37,50 Euro pro Tier
– Kalb: bisher 26,00 Euro – neu 35,50 Euro
– Schwein: bisher 24,50 Euro – neu 33,50 Euro
– Schaf/Ziege: bisher 15,50/16,00 Euro – neu 22,00/22,50 Euro
– Trichinenprobe (Wildschwein):
– Anlieferung durch Jäger:innen: 5,00 → 7,00 Euro
– Probeentnahme durch Amt vor Ort (1-5 Tiere): 18,50 → 27,50 Euro
Mit der neuen Kalkulation umfasst die Preissteigerung auch schon zukünftige Lohnerhöhungen. Die Gebühren gelten also voraussichtlich eine Weile. Das Landratsamt betont, dass die Gebührenerhöhung nötig ist, um weiter für sicheres, geprüftes Fleisch in der Region zu sorgen.
Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
Wurst, Brotzeit und Gebühren – Mittelfranken zahlt mit
Hausschlachtungen werden jetzt ein echter Luxus-Gaumenschmaus. Wer dachte, die Preiserhöhung der Weißwurst im Biergarten ist schon hart, muss jetzt auch am heimischen Hackstock schlucken. Amtlich abgesegnetes Schnitzel kostet eben – aber vielleicht sind 37,50 Euro pro Rind ja das perfekte Buzzword fürs nächste Grillfest: „Habt ihr mal drüber nachgedacht, wie viel Gebühren in eurem Steak stecken?“ Aber klar, Hygiene und Sicherheit gehen vor – und wir möchten ja gerne bei der Dorffete mehr Mett als Magen-Darm weiterreichen. Also, Kopf hoch – der nächste Schlachttermin ist dann vielleicht ein bisschen exklusiver. Gourmet-Rinderfilet „Regionales Gebührengold“ – das klingt doch fast wie eine Einladung an die Spitzenköch:innen dieser Welt nach Diespeck und Emskirchen!
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Quelle: https://www.kreis-nea.de/amt-verwaltung/veroeffentlichungen-formulare-co/aktuelles



