Wilhelmsdorf
Jetzt wird’s spannend in Wilhelmsdorf! Die Bürgermeister:innenwahl fällt heuer flach – aber der Gemeinderat wird frisch gemischt. Wer bleibt, wer geht, und was ändert sich sonst noch? Das ist die Frage, die die Bürger:innen beschäftigt – und wir geben einen Überblick!
Worum geht’s?
Anders als in vielen anderen Gemeinden Mittelfrankens wird am 8. März *kein* neues Gemeindeoberhaupt gewählt. Nach dem Tod von Bürgermeister Werner Friedrich 2017 ist Rüdiger Probst bereits 2023 „außer der Reihe“ gewählt worden – ohne Gegenkandidat:in. Jetzt dreht sich alles um den Gemeinderat: 12 Sitze, 3 Listen, 36 Kandidat:innen.
Wer kandidiert, was ist neu?
Zehn von zwölf aktuellen Gemeinderät:innen treten wieder an, die UWG verliert zwei Mitglieder. Das Bewerber:innenfeld ist bunt gemischt: Drei Listen (CSU/FB, FWG, UWG) schicken je 12 Personen ins Rennen – maximal möglich! Elf Frauen stehen auf den Listen, das entspricht fast dem Landkreis-Durchschnitt, liegt aber etwas unter dem Wert der letzten Wahl (2020: knapp 35 Prozent, jetzt knapp 31 Prozent).
Im Schnitt sind die Bewerbenden etwas in die Jahre gekommen – knapp über 47 Jahre alt im Schnitt.
Was steht an?
Bürgermeister Probst setzt auf Teamgeist und will mit dem neuen Rat einige Baustellen angehen: Infrastruktur, Wasser und Abwasser, Straßen und Gehwege. Der Sparkassenpavillon wird zum Treffpunkt für alle Generationen, erste Pläne stehen – ab 2026 soll gebaut werden.
Das Angebot des Bürgerbusses soll ausgebaut werden: künftig „wöchentlich statt alle zwei Wochen“, damit alle besser mobil bleiben. Und die Nahversorgung? Da denkt man an Automatenläden – wie in Baudenbach – damit die Bürger:innen rund um die Uhr regionale Produkte bekommen. Glasfaser für alle Ortsteile steht ebenfalls ganz oben auf der Liste. Die Förderverfahren laufen, Ergebnisse sollen bald kommen.
Warum ist das wichtig?
Wilhelmsdorf steht vor ähnlichen Herausforderungen wie viele kleine Gemeinden in Mittelfranken: Mobilität, Einkaufsmöglichkeiten, Gemeinschaft braucht Räume – und die digitale Zukunft soll nicht an der Kommune vorbeirauschen.
Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
„Wilhelmsdorf wählt: Kein Showdown im Rathaus, aber Rats-Karussell dreht sich flott!“
Es ist ein bisschen wie Lotto am Sonntag, aber ohne Riesenjackpot: Die größtmögliche Dramatik bleibt diesmal aus. Bürgermeister: Strich drunter, Thema erledigt. Aber die Ratswahl fühlt sich trotzdem wichtig an. Wer will schließlich einen Gemeinderat ohne Frauen, ohne frische Ideen – oder nur voller „Dauerbrenner“ wie den alten, grauen Telefontisch im Vereinsheim?
Apropos: Diese fast schon mathematisch-mikroskopische Frauenquote von 31 Prozent ist nicht die neue Lichtgestalt. Leute, für echte Veränderung braucht’s vielleicht irgendwann mehr als das kleinste gemeinsame Vielfache! Und über das Durchschnittsalter reden wir dann, wenn endlich wieder ein:e Jugendliche:r kandidiert.
Bis dahin bleibt das Gemeinderatsticket die heißeste Wahlmöglichkeit in Wilhelmsdorf seit… naja, dem letzten Bratwurstfest.
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