Neues aus Mittelfranken:

Grippewelle in Nürnberg und Erlangen

+ Plötzlicher Anstieg der Grippefälle

* Hohe Viruslast im Abwasser
* Impfempfehlungen für Kinder und Risikogruppen

Neustadt an der Aisch, Neuhof an der Zenn, Emskirchen, Markt Erlbach, Wilhelmsdorf i. Mfr., Hagenbüchach, Diespeck — Grippe-Alarm in Mittelfranken! Fieber, Gliederschmerzen, Sorgen um die Kleinsten – was steckt hinter der frühen und heftigen Welle? Unsere Kinder sind dieses Jahr besonders betroffen, doch wie gefährlich ist die Lage wirklich? Jetzt weiterlesen, um zu erfahren, wie Fachleute aus der Region die Situation einschätzen und was Eltern wissen müssen.

Aktuell macht eine neue Variante der echten Grippe (Influenza) in Mittelfranken Schlagzeilen. Anders als bei einer schleichenden Erkältung kommt die Grippe oft urplötzlich – morgens fühlt man sich noch fit, schon mittags flachgelegt, sagt Klaus Friedrich, Chef vom Gesundheitsamt Nürnberg. Typische Symptome: hohes Fieber, Schüttelfrost, starke Kopf- und Gliederschmerzen, Husten und Halsschmerzen.

Betroffen ist dieses Jahr vor allem die sogenannte Subklade K von Influenza A, die als besonders ansteckend gilt und besonders bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren zuschlägt. Erste Fälle wurden schon im Sommer in Australien entdeckt, im September dann auch in Großbritannien. Jetzt ist das Virus mit voller Kraft bei uns angekommen.

Eine gute Orientierung, wie es um die Lage steht, gibt das sogenannte Abwasser-Monitoring: Das Gesundheitsamt beobachtet darin Viren im Abwasser von Nürnberg und Erlangen. Die Werte sind „sehr hoch“, die Grippewelle rollt – und die Zahl der tatsächlichen Erkrankten dürfte deutlich höher sein als die gemeldeten Fälle. Ein Beispiel: In Erlangen wurde die (Ab-)Wasser-Grenze schon jetzt geknackt, die sonst erst im Februar erreicht wird.

Unter Familien macht sich Unruhe breit. Viele Eltern schildern, wie ihre kleinen Kinder mit besonders starken Symptomen kämpfen. Beispiel aus Nürnberg: Eine Mutter berichtet, dass ihre Tochter noch nie so krank war wie jetzt, mit hohem Fieber und Gliederschmerzen. Kein Einzelfall – auch im Umkreis häufen sich Gespräche über schwere Infekte im Kindergarten und in der Schule.

Warum ist das gefährlich? Influenza ist eine meldepflichtige Krankheit – aber nicht jede:r mit Verdacht auf Grippe wird auch getestet. Viele Fälle tauchen daher gar nicht in der offiziellen Statistik auf. Besonders bei Kindern kann hohes Fieber lebensbedrohlich werden. Ab ca. 38,5 Grad sollte man an fiebersenkende Medikamente denken – und ab 40 Grad (oder bei klassischen Grippe-Symptomen) unbedingt zum Kinderarzt oder in die Klinik!

Das Problem: Noch gibt es keinen Beweis dafür, dass die neue Virusvariante schwerere Verläufe als bisherige Grippewellen auslöst – aber Chef-Arzt Friedrich warnt: „Wir haben den Gipfel noch nicht erreicht!“ Und: „Die Gefahr, sich oder andere etwa an Weihnachten anzustecken, ist nicht zu unterschätzen.“

Expert:innen wie Professor Florian Hoffmann, Chef der Intensivmediziner:innen, fordern inzwischen, die Grippeimpfung in Deutschland für alle Kinder ab sechs Monaten zu empfehlen – so wie es die WHO und viele europäische Länder längst tun. Der Grund: Impfung wirkt, schützt und verhindert schwere Verläufe. Knackpunkt: Bis der Impfstoff im Körper richtig wirkt, dauert es etwa zwei Wochen. Wer jetzt schon krank ist, sollte mit dem Impfen warten – sonst kommt das Immunsystem nicht mehr hinterher.

Auch das Bayerische Landesamt für Gesundheit meldet auf Rekordkurs steigende Viruswerte: In Erlangen lag der Wert schon Anfang Dezember so hoch wie sonst erst im Februar. Gesunde Erwachsene und vor allem Risikogruppen sollten über eine Auffrischimpfung nachdenken – wer unsicher ist, fragt am besten direkt bei der Haus- oder Kinderärzt:in nach.

Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
**„Alle Jahre Grippewelle? Nein, danke!“**
Während Australien und England schon mit Impfkampagnen für alle Kinder flexen, diskutieren wir in Deutschland darüber, ob wir noch mit Adventsschmuck oder schon mit Maske in die Schule gehen. Die Grippewelle schleicht sich wie ein schlecht getarntes Geschenk an, und wir tun, was wir am besten können: abwarten, Tee trinken, und dann überrascht sein, wenn alle krank sind. Vielleicht sollten wir endlich mal nach vorne joggen und die Impfung zum neuen Standard machen. Und ja: Wer zu Weihnachten die Familie besuchen will, kann sich auch mal fragen, ob das das ideale Timing für Viren-Speed-Dating mit Oma ist.

Mehr spannende, lokale Berichte gibt’s auf Facebook und Instagram! Diskutiert mit uns, wie wir in Mittelfranken gemeinsam gesund und gut durch den Winter kommen.

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