**Hummeln starten in die Saison: Bund Naturschutz ruft zur Hummel-Challenge im Landkreis auf**
Auch wenn die Tage noch frisch sind, summt es bereits in Gärten, an Wegesrändern und auf Wiesen: Die ersten Hummeln sind wieder unterwegs. Der Bund Naturschutz im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim lädt deshalb dazu ein, bei der Hummel-Challenge mitzumachen – und damit ganz nebenbei etwas für den Artenschutz und die Forschung zu tun.
Aktuell sind vor allem die Jungköniginnen aus dem Vorjahr zu beobachten. Nach ihrer Überwinterung machen sie sich nun auf die Suche nach Nahrung, um ihre Energiereserven wieder aufzufüllen. Besonders gefragt sind dabei Krokusse, Osterglocken, blühende Weiden und weitere Frühjahrsblüher wie Märzenbecher, Winterlinge, Leberblümchen, Waldveilchen oder Buschwindröschen.
Wenn die Hummelköniginnen ausreichend Nektar und Pollen finden, beginnen sie mit dem Aufbau eines neuen Volkes. Dafür suchen sie geeignete Nistplätze, oft alte Mäusenester oder andere Hohlräume am Boden. Dort legen sie die ersten Eier ab. Sobald die ersten Arbeiterinnen geschlüpft sind, übernehmen diese die Nahrungssuche, während die Königin im Nest bleibt und weitere Eier legt.
Wie die Kreisvorsitzende Karin Eigenthaler mitteilt, lassen sich die jetzt fliegenden Königinnen noch vergleichsweise gut bestimmen – vor allem anhand der Färbung ihrer Behaarung. Später wird das deutlich schwieriger, da Arbeiterinnen und Drohnen anders aussehen. Zu den häufigsten Hummelarten zählen Erdhummel, Gartenhummel, Baumhummel, Ackerhummel, Wiesenhummel und Steinhummel.
Genau hier setzt die Hummel-Challenge an: Gemeinsam mit dem Thünen-Institut und observation.org ruft der Bund Naturschutz dazu auf, Hummeln zu fotografieren und zu melden. Die gesammelten Daten helfen dabei, Vorkommen, Verbreitungsgebiete und auch wichtige Futterpflanzen der einzelnen Arten besser zu erfassen. Außerdem sollen Veränderungen in der Verbreitung und im Jahresverlauf dokumentiert werden.
Moni Nunn, umweltpädagogische Mitarbeiterin der BN-Kreisgruppe Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, bittet deshalb um rege Teilnahme am ersten Teil der Aktion, der noch bis zum 9. April läuft. Der zweite Teil der Hummel-Challenge findet dann vom 20. Juni bis 3. Juli statt.
Wer noch tiefer in die Welt der Hummeln eintauchen möchte, kann zudem eine Wanderausstellung besuchen, die derzeit durch den Landkreis zieht. Auf neun Tafeln werden das Hummeljahr, verschiedene Arten und ihre Lebensräume vorgestellt. In den Osterferien ist die Ausstellung in der Sparkasse Uffenheim zu sehen, in den Pfingstferien in der Sparkasse Markt Erlbach. Weitere Stationen sollen noch bekannt gegeben werden. Dazwischen wird die Ausstellung auch an mehreren Schulen im Landkreis gezeigt.
Weitere Informationen zur Hummel-Challenge und zur Teilnahme gibt es online unter:
**www.bund-naturschutz.de/aktionen/hummel-challenge**
**Kommentar der Redaktion:**
Wer also in den nächsten Tagen eine dicke, pelzige Brummerin im Garten entdeckt, sollte nicht gleich an einen Frühstart mit Turbolader denken – sondern lieber das Handy zücken und mitmachen. So wird aus einem kleinen Frühlingsmoment im besten Fall ein wertvoller Beitrag für den Naturschutz. Und ganz ehrlich: Hummeln gehören zu den sympathischsten Frühaufstehern überhaupt.



