Neustadt an der Aisch
Blink! Brumm! WOW! Am Freitagabend wurde Neustadt zur Weihnachts-Disco auf Rädern – und wir waren mittendrin. Wer Landwirt:innen bisher nur zwischen Stall und Feld vermutete, wurde hier eines Besseren belehrt. In Neustadts Straßen rollten 60 Traktoren, Lastwagen und Spezialfahrzeuge – geschmückt wie Tannenbäume auf Adrenalin!
Worum geht’s? Die Landwirt:innen aus der Region haben sich erneut mit ihren festlich strahlenden Gefährten auf den Weg gemacht: Die Demo „Funken Hoffnung“ ist zur echten Tradition geworden. Was als Zeichen der Hoffnung in düsteren Corona-Zeiten entstand, bringt heute die Augen hunderter Kinder zum Leuchten – und ein vorweihnachtliches Fest in die Stadt!
Wer war dabei? Bäuer:innen, Trucker:innen, viele Freiwillige. Bürgermeister Klaus Meier verteilte sogar Geschenke direkt an die Fahrer:innen! Der Zug zog minutenlang an begeisterten Zuschauer:innen vorbei – viele von ihnen staunten nicht schlecht über blinkende Reifen-Schneemänner, Rentier-Traktoren und Lichterketten, deren Steckdosenleiste vermutlich noch morgen überfordert ist. Besonders an den Seniorenheimen, wo ehemalige Landwirt:innen staunend am Fenster standen, war die Freude zum Greifen nah. Ein Familienfest, das alle Generationen in Neustadt und Umgebung zusammenbringt.
Wofür das alles? Natürlich geht es auch um die ernsten Themen: Die Landwirt:innen protestieren gegen endlose Auflagen und Freihandelsabkommen wie „Mercosur“. Doch heute steht die Freude im Vordergrund – und ein soziales Anliegen: Der komplette Erlös von Glühwein, Punsch und Bratwurst am Festplatz geht an den Neustädter Hospizverein. Organisator Bastian Dietrich bringt es auf den Punkt: „Die Arbeit dieses Vereins findet wie unsere Arbeit oft im Hintergrund statt – und braucht viel mehr Anerkennung.“
Übrigens: Solche festlichen Lichterumzüge sind in vielen Regionen Deutschlands zum Trend geworden – sie zeigen, dass die landwirtschaftliche Gemeinschaft nicht nur wirtschaftlich wichtig ist, sondern auch das lokale Kulturleben bereichert.
Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
**Bunte Blinker, blanke Nerven – warum Agrarpolitik mehr Weihnachtsmarkt braucht**
Während die Politik noch über Bürokratieabbau für Landwirt:innen philosophiert, machen die einfach mal… Party! Traktoren als Rentier-Doppelgänger, Lichterketten-Limbo am Feldrand und ein Bürgermeister, der mehr Präsente verteilt als der Nikolaus nach Feierabend – so geht Zusammenhalt vor Ort. Und die Message? In Neustadt versteht man Nachhaltigkeit so: blinkend, herzlich, mit Glühwein und sozialem Engagement. Vielleicht brauchen wir im nächsten Jahr keine neue Subventions-Debatte, sondern ein großes Weihnachtsbuffet im Bundestag – mit regionalen Bio-Würstchen und Applaus für alle, die unsere Region am Leben halten.
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