Neustadt an der Aisch, Emskirchen, Markt Erlbach, Neuhof a.d. Zenn, Wilhelmsdorf, Diespeck, Hagenbüchach, Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim
Schnee-Alarm in Mittelfranken! Einsatzwagen bleiben stecken, Feuerwehrleute rutschen auf dem Weg zum Unfall ins Chaos, und sogar das Räumfahrzeug gibt auf. Was war da eigentlich los, als der Winter übers Land gefegt ist? Lest selbst, wie Schnee nicht nur den Verkehr bremst, sondern auch echte Held:innen.
Worum geht’s?
Heftiger Schneefall sorgte in der Region rund um Aurach, Zenn und Aisch für Chaos und Unfälle – teilweise sogar so schlimm, dass selbst Einsatzkräfte an ihre Grenzen kamen.
Was genau ist passiert?
Von Freitagabend bis Samstag fielen viele Zentimeter Neuschnee und machten die Straßen zur Rutschbahn. Besonders hart getroffen wurde die Strecke zwischen Altershausen und Schornweisach: Dort krachte ein 21-Jähriger so schwer, dass die Feuerwehr ihn aus dem Auto schneiden musste. Er kam schwerverletzt ins Krankenhaus.
Die Polizei in Neustadt/Aisch meldete allein am Freitag zehn Unfälle wegen Glätte, die Polizei in Bad Windsheim weitere. Meist blieb es zum Glück bei Blechschäden – außer bei dem jungen Mann, der im Krankenhaus landete. Der Gesamtschaden liegt „nur“ im fünfstelligen Eurobereich. Bei Hombeer scheiterte sogar die Feuerwehr an einer eisigen Steigung, musste umdrehen und eine alternative Route nehmen. Feuerwehrsprecher Rainer Weiskirchen dazu: „Wir müssen eben raus, wenn wir anderen raten würden, lieber zu Hause zu bleiben.“ Starker Satz – starke Leute.
Doch nicht nur Einsatzfahrzeuge blieben hängen: Bei Ullstadt steckte ein Räumfahrzeug fest. Stellenweise ging absolut nichts mehr.
Und auch am Samstag war die B8 bei Eggensee ein Unfall-Hotspot. Eine Frau verlor auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über ihr Auto und landete im Graben – zum Glück war ein Rettungswagen rein zufällig schon da und hat direkt geholfen. Die Frau blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock. Sachschaden: Totalschaden am PKW, rund 6000 Euro.
Später krachte es noch auf der Kreisstraße bei Oberickelsheim: Auch hier wurde – trotz Zusammenstoß – niemand verletzt.
Und dann das: Wegen eines dicken Staus auf der A7 wichen Autofahrer:innen auf Kreisstraßen aus – und blieben stecken, weil der Winterdienst von Würzburg feststeckte. Die Dorfgemeinschaft Unterickelsheim öffnete kurzerhand das Feuerwehrhaus. Mitglieder Landjugend und Bürgerverein reichten Tee, Suppe, Vesper. Ein Urlauber kochte spontan für alle Nudeln mit Tomatensoße. „Alle haben zusammengeholfen“, erzählt eine Urlauberin begeistert.
Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
**„Winterdienst wie im Überraschungsei – Was ist drin? Nichts!“**
Ganz Mittelfranken lappt über mit freundlichen Leuten, die Nudeln kochen, wenn der Staat mal wieder in der Einfahrt feststeckt wie dein Nachbar mit Sommerreifen. Während irgendwo Ministerpräsident:innen irgendwen fragen, wessen Schneeschieber versagt hat, machen die Unterickelsheimer:innen einfach die Tür auf und reichen einen heißen Kaffee. Fachkräftemangel bei Einsatzfahrzeugen? Kein Problem – die Landjugend läuft zur Höchstform auf. Wer braucht eigentlich Autobahnhotels, wenn’s ein Feuerwehrhaus mit Nudeln gibt? Vielleicht nächstes Mal gleich die Urlauber:innen per Bus ins Dorf bringen, spart wenigstens Diesel und Nerven.
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