Markt Erlbach
Heiße Tipps, volle Tassen und jede Menge Herz – was Senioren und Seniorinnen in Markt Erlbach geboten bekommen, sucht seinesgleichen! Kaffee, Kuchen, Kümmerer:innen: Wer älter wird, muss hier nicht allein sein. Wer nicht vorbeischaut, verpasst den besten Klatsch, Austausch – und hausgemachten Kuchen sowieso.
Worum geht’s?
Einsamkeit im Alter? Nicht in Markt Erlbach! Hier sorgt ein tatkräftiges Team von Quartiersmanagerin Franziska Zoufal, dem Seniorenbeirat und vielen Helfer:innen dafür, dass ältere Menschen nicht nur Vielfalt, sondern auch echte Unterstützung erleben. Das Angebot reicht von geselligen Treffen bis hin zur Hilfe in schwierigen Situationen wie plötzlicher Pflegebedürftigkeit – und ganz viel Beratung für Angehörige.
Wer, was, wann & wo?
Franziska Zoufal ist die Anlaufstelle bei allen Fragen rund ums Älterwerden. Gemeinsam mit dem Seniorenbeirat und engagierten Bürger:innen wie Gerda Brand und Peter Rösch organisiert sie monatliches Kaffeetrinken – das kommt richtig gut an! 35 bis 45 Senior:innen schlürfen dort regelmäßig Kaffee. Dazu gibt’s spannende Infoveranstaltungen, z.B. zum NEA-Mobil, der elektronischen Patientenakte (EPA) und Betrugsmaschen – ganz gezielt für die Zielgruppe.
Die Epa übrigens: Sie ist die digitale Sammelmappe für Gesundheitsinfos, die Patient:innen per App oder am Computer verwalten können. Laut Politik soll sie die Gesundheitsversorgung effizienter und transparenter machen; manche Ärzt:innen befürchten aber Datenschutzprobleme, während Krankenkassen sie als Zukunftslösung feiern.
Der Seniorenbeirat ist ein echtes Backteam: von der Orga bis zum Hefezopf sind alle dabei. Und auch Ausflüge – zum Brombachsee oder nach Amberg – liegen hoch im Kurs.
Wer Hilfe braucht oder einfach Anschluss sucht, kann ins Demenzcafé kommen – ein Gemeinschaftsprojekt u.a. mit Wilhermsdorf und Langenzenn. Nächstes Treffen: Donnerstag, 5. Februar, 14–16 Uhr in Markt Erlbach. Dazu gibt’s Vortragsreihen für pflegende Angehörige und Außensprechstunden der Fachstelle (nächster Termin: 19. Januar).
Zweimal monatlich wird beim Mittagstisch geschlemmt: In Linden kocht Lydia Reuthlingshöfer, im AWO-Heim Markt Erlbach gibt’s deftige Hausmannskost. Bis zu 40 Leute lassen sich das nicht entgehen! Wer lieber Karten spielt, ist donnerstags beim Spieletreff richtig, beim Gedächtnistraining gibt’s sogar “Hausaufgaben”.
Fitness gibt’s neuerdings auch für Senior:innen – Inklusive Reha-Sport beim TSV für die besonders Aktiven!
Neu und direkt von Senior:innen gewünscht: der “Auch alleine?”-Treff gegen Feiertags-Frust sowie ein Treffen für Menschen mit Behinderung. Und: In der Taschengeldbörse helfen Jugendliche Senior:innen im Alltag – könnte bitte noch viel öfter genutzt werden!
Nicht zu vergessen: Mit der “Seniorentüte” in Zusammenarbeit mit der Aischgründer Tafel können ältere Menschen mit wenig Geld Lebensmittel bekommen – ganz ohne Warteschlange.
Was kommt als nächstes? Repair-Café (Vorbereitungstreffen 22. Januar, 19 Uhr im Bürgerhaus) und Nachbarschaftshilfe startet (Interessierte treffen sich am 12. Februar, auch 19 Uhr, Bürgerhaus). Wer gerne hilft, ist immer willkommen!
Dank Bürgerbus (danke, Herr Rösch!) sind auch Menschen in den Ortsteilen bestens angebunden.
Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
„Rente, Rampenlicht und Rührkuchen: Warum Senioren-Angebote heißer als TikTok sind“
Mal ehrlich: Solange das Kaffeekränzchen in Markt Erlbach bunter ist als die Parteiprogramme der Bundespolitik, läuft in Mittelfranken einiges richtig. Während in Berlin alle über „Digitalisierung im Alter“ reden, kriegen die Leute hier nicht nur WLAN, sondern auch jeden zweiten Donnerstag ein Sahnetörtchen und einen Einlauf in Sachen digitale Patientenakte. Die Zutaten? Engagement, Teamgeist, ein Bürgerbus – und mehr Leben, als so mancher Seniorenminister je auf die Reihe kriegt. Wer noch allein zu Hause rumsitzt, hat wahrscheinlich noch Windows XP auf’m Rechner und keine Ahnung, was er verpasst. Also, aufstehen, rausgehen, Kuchen holen. Und falls Sie denken, der Club der Silberfüchse ist langweilig – die nächste Runde Skat oder Gedächtnistraining wartet schon. Tschüss, Vereinsamung!
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