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Neues aus Trautskirchen:

Höhere Bildungskosten im Schulverbund Aurach-Zenn

+ Kostensteigerung für Mittelschüler-Entschädigung

* Staffelmodell für Neuregelung
* Kritik im Gemeinderat

Trautskirchen

Jetzt wird’s teuer: Künftige Mittelschüler:innen aus Trautskirchen kosten der Gemeinde ordentlich mehr Geld! Neue Zahlungen, neue Regeln, neue Aufteilung – da lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn betroffen sind viele Familien in der Region.

Worum geht’s?
Trautskirchen schickt aktuell über 20 Kinder an die Mittelschulen Markt Erlbach, Emskirchen und Wilhermsdorf. Bisher zahlte die Gemeinde nur anteilig für den Bus. Das ist jetzt vorbei: Ab sofort muss für jede:n Schüler:in ordentlich mehr Stütze fließen. Grund ist eine neue Kostenregelung zum sogenannten Mittelschulverbund Aurach-Zenn.

Was steckt dahinter?
Seit 2010 gibt’s diesen Schulverbund: Die Standorte Neuhof, Trautskirchen, Rügland, Emskirchen, Markt Erlbach und Wilhermsdorf sind dabei. Doch der Mittelschulstandort Neuhof ist auf „Pause“. Trautskirchens Kinder müssen also zu anderen Orten fahren – bis jetzt zahlte man nur die Anfahrt. Jetzt muss die Heimatgemeinde nachbessern: Elf Jahre ohne echte Beteiligung an den Schulgebühren gingen den anderen Gemeinden dann doch zu weit.

Wie viel Geld muss Trautskirchen jetzt berappen?
Geplant ist: Pro Schüler:in werden demnächst (nach dem Bayerischen Schulfinanzierungsgesetz) bis zu 1.425 Euro fällig. Ortsbürgermeister Werner Wirth (SPD) konnte zumindest Luft rausnehmen: In den ersten Jahren gibt’s eine Staffelung – erst 70 Prozent, dann jedes Jahr 10 Prozent mehr, bis in vier Jahren die volle Summe greift. Vorteil: Der Gemeindesäckel blutet nicht sofort leer.

Auch bei den Buskosten wird anders gerechnet: Ein Teil wird weiter aufgeteilt, der andere Teil nach tatsächlich gefahrenen Kindern. Für Trautskirchen bedeutet das: 14.000 Euro Mehrlast, davon rund ein Drittel für den kleinen Ort.

Gab’s Streit?
Im Gemeinderat gab’s Zoff. Manche fanden es unfair, doppelt zu zahlen – für die echten Schule und noch für die „Schuldose“ in Neuhof, die vor sich hin rostet. Aber ein Nein hätte noch teurere Alternativen nach sich gezogen: Eigene Schulklassen mit 25-30 Kindern – und viel höheren Kosten je Kopf.

Am Ende hat die Sparkalkulation gezogen: „Irgendwo müssen wir sie ja hinschicken“, sagt der Bürgermeister. Die neue Regel gilt – einstimmig abgesegnet.

Extra-Wissen: Warum gibt’s für Gymnasium und Realschule weniger Geld? Laut Gesetz zahlt die Gemeinde für Gymnasien und Realschulen weniger je Schüler:in – weil andere Töpfe und Förderquellen mitspielen (850 bzw. 975 Euro pro Kind). Diskussionsthema für die nächste Runde, oder?

Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
**Sparschwein in Flammen – oder: Gemeinde rechnet, Schüler wandern**
Klingt nach Rechenaufgabe für Fortgeschrittene: Wer schuldet wem wie viel, wenn die Schülerkarawane einmal durchs Zenn- und Aurachtal zieht? Während das Schulhaus in Neuhof Staub ansetzt wie Omas Lederhose, läuft anderswo die Kasse heiß. Bayern möchte eigentlich überall „Bildungsgerechtigkeit“ – am Ende zahlt die kleine Gemeinde drauf und sucht das große Los im Verbund. Klingt nach Familienspiel am Sonntagnachmittag: Monopoly, Variante „Landkreispolitik“. Schade nur, dass man Straßenzug „Schulbildung für alle“ immer noch nicht zum Nulltarif bekommt.

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