Landkreis Neustadt an der Aisch, Burgbernheim, Bad Windsheim, Markt Bibart (Für alle Jecken und Faschingsfans in Mittelfranken!)
Konfetti-Alarm! Krawatten weg! Weiber stürmen Rathäuser – und das mit ordentlich Power. Wer am Unsinnigen Donnerstag im Landkreis unterwegs war, der kam an bunt gekleideten Faschingsweiber:innen und kreischenden Kindern kaum vorbei. Und spätestens als die Bürgermeister Krawatten zückten, war klar: Der Weiberfasching rollt und Mittelfranken ist dabei ganz vorne mit dabei.
Worum geht’s?
Frauen, Kinder und jede Menge Scheren verwandelten am „Unsinnigen Donnerstag“ wieder die Region in ein buntes Narrenland. Hier wurde nicht nur symbolisch die Macht übernommen – so manche Krawatte fiel echten Attacken zum Opfer. Die Narrenzeit kam mit Musik, Bonbons und sogar politischen Botschaften.
Die Highlights im Überblick:
In Burgbernheim fiel das Rathaus fast gleichzeitig von zwei Fronten. Über 100 Kinder samt Erzieher:innen der Kita „Arche Noah“ zogen mit bunten Kostümen zum Amt, brachten Konfetti, ein Lied zum Mittanzen – und forderten handfest: Geld für die Sanierung der Kita! Bürgermeister Matthias Schwarz bekam obendrein noch eine ganz spezielle Bürgermeisterkette – selbst gebastelt und aus „Goldtalern“.
In Bad Windsheim wirbelte die neue Faschingsprinzessin Caro I. durchs Städtchen. Selbst Konditormeisterin, servierte sie den närrischen Horden standesgemäß Prinzessinnentörtchen im eigenen Café „Nostalgie“. Naschen und Regieren kann eben nicht jede:r!
30 Jahre Weiberfasching feierten die „AlZiBib“ in Markt Bibart. Fast schon legendär stürmten sie mit Ghettoblaster und guter Laune die örtlichen Betriebe und das Rathaus. Bürgermeister Klaus Nölp zeigte Humor, ließ die Damen an die Krawatte – und versorgte alle im Sitzungssaal mit Pellkartoffeln, Heringen und Getränken. Bei diesem Zusammenhalt kann selbst der stärkste Frohsinn kein Ende nehmen!
Na klar, auch beim Landratsamt Neustadt/Aisch krachte es gewaltig. Landrat Dr. Christian von Dobschütz, letztes Jahr noch krank, schmiss sich diesmal ins Getümmel – inklusive Tanz-Einlage im Putzweiber-Look. Krawatte weg, Musik an, Stimmung super. Besonders auffällig: Die Geißböckinnen kamen mit einem Rollator voll bunter „Getränke“ – offenbar mehr als nur Apfelschorle…
Faktencheck zum Weiberfasching: Nicht nur Spaß – sondern Ursprungszeichen von Frauenpower! Das Krawattenschneiden ist ein symbolischer Machtwechsel im Karneval. Gerade in ländlichen Regionen lädt er dazu ein, Herrschaftsstrukturen auf den Kopf zu stellen – für einen Tag regieren die Frauen. Und auch mal der Nachwuchs!
Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
„Fasching, Feminismus und die Frage: Wer rettet jetzt die Krawatte?“
Manchmal reicht es nicht mehr, einfach nur besoffen durch die Straßen zu ziehen oder ein Prinzessinnentörtchen zu inhalieren. In Zeiten, in denen die Kita ums Überleben kämpft und der Landrat tanzt, stellen wir uns ernsthaft die Frage: Sollte nicht jeden Donnerstag Weiberfastnacht sein? Männer, nervös beim Griff zur Lieblingskrawatte, Bürgermeisterinnen beim Unterschreiben von Goldtalern, Landräte am DJ-Pult und die Polizei sucht noch immer den verschwundenen Rollator. Eine Demokratie lebt vom Ausnahmezustand – und wenn es nur für einen Tag ist. Auch unsere Redaktion: Prinzessinnenkette, Goldtaler und Pellkartoffeln ab jetzt Pflicht im Homeoffice!
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