Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neuhof an der Zenn

RechenzentrumNetzanschlussHirschneusesWordPress

**Neuhof an der Zenn hält an Rechenzentrumsplänen in Hirschneuses fest**

In Hirschneuses geht es weiter um ein mögliches Rechenzentrum – und um die Frage, ob dafür genug Strom reserviert werden kann. Die Marktgemeinde Neuhof an der Zenn sieht in dem Vorhaben nach eigenen Angaben eine große Chance für die Region, derzeit fehlt aber weiter die verbindliche Zusage für den Netzanschluss.

## Standort mit großen Erwartungen

Nach Angaben aus dem Rathaus wurde in den vergangenen Wochen und Monaten an den Plänen für ein großes internationales Rechenzentrum im Gewerbegebiet Hirschneuses gearbeitet. Die Gemeinde verweist dabei auf mehrere Standortvorteile: ein bestehendes Gewerbegebiet, die Nähe zu Umspannwerken und leistungsfähigen Stromleitungen, vorhandene Glasfaserverbindungen sowie erneuerbare Energien vor Ort.

Geplant war demnach ein Gebäude mit rund zehn Metern Höhe, dazu sollten noch etwa zwei Meter für technische Aufbauten kommen. Nach Angaben von Bürgermeisterin Claudia Wust gab es bereits weit fortgeschrittene Vorprüfungen und wirtschaftliche Vorbereitungen. Auch das Interesse eines international bedeutenden Unternehmens aus der Digitalwirtschaft sei konkret gewesen.

## Abwärme als möglicher Zusatznutzen

Für die Gemeinde war das Projekt nach eigenen Angaben nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht interessant. Im Raum stand auch die Idee, die Abwärme des Rechenzentrums für ein Nahwärmenetz zu nutzen. Die Wärme aus der Kühlung hätte demnach für die örtliche Versorgung eingesetzt werden können.

Nach den Angaben aus dem Rathaus wäre ein solches Wärmenetz für die Gemeinde beziehungsweise die angeschlossenen Haushalte ohne eigene Investitionen in die Errichtung möglich gewesen. Ob und wie ein solches System tatsächlich gekommen wäre, ist damit aber nicht belegt – beschrieben wird nur der damalige Planungsstand.

## Der Engpass ist der Netzanschluss

Der entscheidende Haken an dem Vorhaben ist derzeit nicht die Fläche und auch nicht die grundsätzliche Eignung des Standorts, sondern die Stromversorgung. Laut Rathaus fehlt bislang eine verbindlich zugesagte elektrische Anschlussleistung.

Die N-ERGIE habe die verfügbaren Netzkapazitäten zunächst für ein anderes geplantes Rechenzentrumsprojekt der Firma geobra Brandstätter im Raum Dietenhofen reserviert. Dadurch fehle dem Projekt in Hirschneuses aktuell die nötige Planungssicherheit.

Bürgermeisterin Wust äußerte sich dazu enttäuscht, betonte aber zugleich, dass sie das Vorhaben nicht als endgültig gescheitert sehe. Solange die Strombedarfe beider Projekte sich noch entwickelten, halte sie eine gemeinsame Lösung weiterhin für möglich.

## Diskutiert wird eine Aufteilung der Kapazitäten

Nach den Angaben aus Neuhof an der Zenn wurde in den Gesprächen auch über eine Aufteilung der Netzkapazitäten gesprochen. Im Raum stand demnach eine Perspektive von zunächst jeweils rund 50 Megawatt für beide Vorhaben, also insgesamt 100 Megawatt.

Die Bürgermeisterin stellte das Dietenhofener Projekt als anderes Geschäftsmodell dar: Dort gehe es um Rechenzentrumsleistungen für Unternehmen, besonders aus der Region. Das Vorhaben in Hirschneuses sei dagegen auf einen großen Nutzer ausgerichtet. Aus Sicht der Gemeinde könnten sich beide Projekte ergänzen.

## Wie es nun weitergeht

Ob es in Hirschneuses tatsächlich zu einem Rechenzentrum kommt, ist nach den vorliegenden Angaben weiter offen. Klar ist nur: Ohne eine zugesagte Stromanschlussleistung bleibt das Projekt blockiert.

Wust will sich nach eigenen Worten weiter für eine Lösung einsetzen. Ziel sei es, dass beide Vorhaben eine Chance bekommen und die Region von beiden Investitionen profitieren könne.

**Quellen:** Rathaus Neuhof an der Zenn, FLZ (geprüftes Hintergrundwissen zum Bericht vom 28.10.2026)