# Hagenbüchach schafft den Sprung in die Städtebauförderung – und plant schon die nächsten Schritte
Hagenbüchach hat es diesmal nicht in das bayerische Städtebauförderprogramm geschafft – dafür aber in das Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ (PWE). Das teilte Bürgermeister David Schneider in der Gemeinderatssitzung mit. Für den Ort ist das ein wichtiger Erfolg, denn ohne die Förderung wären viele der geplanten Maßnahmen im alten Ortskern kaum zu stemmen.
Jetzt kommt es allerdings auf die nächste wichtige Etappe an: eine vorbereitende Untersuchung (VU) für ein kleines Sanierungsgebiet im historischen Ortskern. Für diese Untersuchung bleibt Architekt und Stadtplaner Jörg Franke weiterhin an Bord. Seine klare Botschaft: Ohne VU gibt es auch keine Fördergelder. Für das Jahr 2026 sind dafür 110.000 Euro eingeplant, je zur Hälfte von Bund und Land.
Die Vorarbeit ist bereits geleistet. In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Gemeinde intensiv um eine Aufnahme in die Städtebauförderung bemüht. Ein Innenentwicklungskonzept wurde erstellt, und die Bürgerinnen und Bürger konnten sich schon beteiligen. Im Sommer fanden zwei gut besuchte Ortsbegehungen sowie ein Workshop statt, bei denen mögliche Maßnahmen besprochen wurden. Die Schwachstellen im Ort seien bekannt, erklärte Franke. Ziel sei es, den Ortskern funktional zu stärken und ihn wieder deutlicher als Identifikationsort herauszuarbeiten. Sein Fazit fiel optimistisch aus: „Ich denke, wir bekommen das hin.“
Zu den konkreten Vorhaben gehört auch der Abriss eines leer stehenden Gebäudes in der Hauptstraße 8, das die Gemeinde bereits gekauft hat. Der Abbruch ist laut Planung notwendig, um den Ortskern sinnvoll zu erweitern und vor allem Platz für dringend benötigte Parkmöglichkeiten zu schaffen. Zusätzlich soll damit der Weg für weitere Maßnahmen frei gemacht werden.
Ein weiteres Thema in der Sitzung waren die Verkaufsautomaten vor dem Pfarrhaus. Diese sollen verlagert werden. Aus dem Gremium kam deutliche Kritik: Zwei von drei Automaten seien leer, der dritte biete nur noch Eis an. Für die Bürgerinnen und Bürger sei das kein wirklicher Service, so die Einschätzung. Bürgermeister Schneider berichtete zudem, dass man sich um eine Lösung bemüht habe – Rückmeldungen der Betreiber seien jedoch ausgeblieben.
Die Kosten für den Abriss des Gebäudes in der Hauptstraße werden auf rund 60.000 Euro geschätzt. Damit Hagenbüchach die zugesagten Mittel abrufen kann, soll noch in diesem Jahr mit den Arbeiten begonnen werden. Jede Maßnahme im Rahmen der Städtebauförderung muss dabei gesondert beschlossen werden.
Die Verwaltung wurde nun beauftragt, bei der Regierung von Mittelfranken den Zuwendungsbescheid für den Abriss zu beantragen und gleichzeitig einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn zu beantragen. Damit wäre der nächste Schritt auf dem Weg zur Erneuerung des Ortskerns eingeleitet.



