# Markt Erlbach zeigt Flagge beim Aktionstag „Kommunen am Limit“
Markt Erlbach beteiligt sich heute, am Montag, am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“. Mit der Aktion wollen Städte, Landkreise und Gemeinden auf ihre zunehmend angespannte Finanzlage aufmerksam machen – und darauf, dass ihnen immer mehr Aufgaben übertragen werden, ohne dass die nötigen Mittel im gleichen Maß mitwachsen.
Wie Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß in der Gemeinderatssitzung erklärte, will Markt Erlbach mit Bannern am Rathaus, an den Ortsschildern und auch am Wasserhaus in Hagenhofen ein sichtbares Zeichen setzen. Gerade das Banner in Hagenhofen verweist dabei auf die marode Straße im Ortsteil, deren Sanierung seit der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge komplett an der Kommune hängen bleibt. Ein Thema, das nicht nur dort für dicke Luft sorgt – und für lange Gesichter im Rathaus sowieso.
Der bundesweite Aktionstag wird von den kommunalen Spitzenverbänden getragen. Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund machen mit „Kommunen am Limit“ deutlich: Die Finanzlage vieler Gemeinden ist nicht mehr nur ein Problem auf dem Papier, sondern längst im Alltag spürbar – bei Straßen, Schulen, Schwimmbädern, Bibliotheken, Jugend- und Sozialarbeit oder im öffentlichen Nahverkehr. Was in Haushaltsplänen als Defizit steht, bedeutet vor Ort oft: weniger Gestaltungsspielraum, verschobene Projekte und geschlossene Türen statt echter Daseinsvorsorge.
Die Verbände fordern deshalb Bund und Länder auf, endlich wirksam gegenzusteuern und die kommunale Ebene finanziell dauerhaft zu stabilisieren. Klar ist für viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister: Neue Aufgaben gibt es schnell, die passende Finanzierung dagegen häufig deutlich später – oder gar nicht. Und genau deshalb will Markt Erlbach heute mit auf die Bremse treten, bevor die kommunalen Kassen endgültig nur noch von Luft und guten Vorsätzen leben.



