Neues aus Neustadt:

Matthias Kellner bringt den Schlosshof zum Lachen

+ Bairischer Witz erobert Franken

* Welt-Hits auf Boarisch sorgen für Lachstürme
* Anekdoten und Musik begeistern 250 Zuhörer

## Matthias Kellner bringt im Schlosshof Neustadt die Franken zum Schmunzeln

Neustadt/Aisch – Ein lauer Sommerabend, ein Schlosshof voller gut gelaunter Gäste und ein Niederbayer mit jeder Menge Schalk im Nacken: Matthias Kellner gastierte in Neustadt mit seinem Programm **„Can you Boarisch, please?!“** und sorgte mit musikalischem Witz, feiner Beobachtungsgabe und jeder Menge Dialekt für beste Unterhaltung.

Der Liedermacher nahm sein Publikum mit auf eine heiter-satirische Reise durch die Musikgeschichte. Internationale Ohrwürmer übersetzte er in bairische Mundart und präsentierte sie mit warmer, rauer Stimme, Gitarrenspiel und dem markanten Stampfen seines Fußes. Dabei blieb Kellner immer nahbar, skurril und herrlich bodenständig.

Los ging’s mit **„Tu di net obi“**, der bairischen Version von Bobby McFerrins „Don’t Worry, Be Happy“. Schnell war das Publikum zum Mitsingen animiert – schließlich, so Kellner augenzwinkernd, bleibe die Melodie ja ohnehin englisch. Es folgten amüsante Ausflüge zu den Bee Gees, ein spontan gegründeter Vogelchor für **„Der Dokter sogt, Sie hom an Vogl“** und viele kleine Abschweifungen, die den Abend gerade erst richtig charmant machten.

Auch bekannte Songs wie **„The Boxer“** von Simon & Garfunkel oder **„Johnny B. Goode“** bekamen ihre satirische bayerische Note. Dazu streute Kellner immer wieder Anekdoten aus seinem eigenen Leben ein – etwa über den ersten Besuch in einer Boazn, seine Erfahrungen mit der Goaßmaß oder seinen blau-roten Ford Fiesta mit Kassettenrekorder und Bassbox als einzigem Luxus.

Besonders amüsant wurde es, wenn Kellner über die Tücken alter Musikkassetten, Radiomoderatoren und Verkehrsdurchsagen berichtete, die so manches Mitschneiden damals zuverlässig sabotierten. Das Publikum dankte es ihm mit viel Gelächter und reichlich Applaus.

Am Ende des Abends zeigte sich: Matthias Kellner hatte die rund 250 Besucher bestens unterhalten. Und wer dachte, nach der ersten Zugabe sei Schluss, wurde eines Besseren belehrt – denn auch die von Kellner erklärte „Zugabe-Routine“ funktionierte an diesem Abend nicht ganz nach Plan. Dreimal musste er zurück auf die Bühne kommen, bevor dann wirklich endgültig Schluss war.

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