6. Juli 2026

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

SBahnAusschreibungNuernbergWordPress

# Neue Ausschreibung für die S-Bahn Nürnberg gestartet: Was das für Ansbach und Neustadt/Aisch bedeuten könnte

**Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat die Weichen für die Zukunft der S-Bahn Nürnberg gestellt.** Ab Ende 2030 soll ein neuer Betreiber das Netz übernehmen – und für unsere Region ist besonders spannend, was sich bei der S4 Richtung Ansbach und Crailsheim sowie bei der S6 nach Neustadt/Aisch tun könnte.

Neustadt/Aisch – Am 1. Juli hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft die europaweite Ausschreibung für den künftigen Betrieb der **S-Bahn Nürnberg** gestartet. Das Vergabeverfahren läuft unter dem Namen **„S-Bahn Nürnberg 2031+“**. Der neue Betreiber, ob nun die Deutsche Bahn oder ein anderes Unternehmen, soll den Betrieb von **Dezember 2030 bis 2044** übernehmen. Der Zuschlag soll nach aktuellem Stand im **ersten Quartal 2027** erfolgen.

Für Westmittelfranken besonders wichtig: Durch die Region fahren zwei Linien der Nürnberger S-Bahn – die **S4 von Nürnberg über Ansbach nach Crailsheim** und die **S6 von Nürnberg nach Neustadt/Aisch**. Derzeit betreibt die Deutsche Bahn diese Strecken. Bereits im letzten Vergabeverfahren hatte sie sich durchgesetzt, nachdem der ursprünglich erfolgreiche Konkurrent National Express nach einem längeren juristischen Streit ausgestiegen war.

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter betonte in der Mitteilung der BEG, die Nürnberger S-Bahn sei ein „wichtiger Pfeiler im bayerischen Bahnverkehr“. Gleichzeitig verweist er darauf, dass auch die Bundespolitik gefordert sei, damit im stark belasteten Knoten Nürnberg künftig genug Trassen für den Nahverkehr zur Verfügung stehen.

## Mehr Fahrten auf der S4 geplant

Für Fahrgäste zwischen **Ansbach und Crailsheim** könnte sich ab Ende 2030 etwas verbessern: Laut Ausschreibung sollen dort **mehr Fahrten** bestellt werden als heute. Außerdem sollen an den Wochenenden mehr Züge in **Doppeltraktion** unterwegs sein – also mit zwei gekoppelten Fahrzeugen fahren. Das dürfte vor allem dann helfen, wenn’s voll wird.

Am grundsätzlichen Fahrplankonzept soll sich ansonsten wenig ändern. Für die Reisenden dürfte also vor allem wichtig sein, **wer** fährt, weniger **wie** gefahren wird.

Auch bei den Fahrzeugen setzt die BEG auf Kontinuität: Die **27 neuesten S-Bahn-Züge des Netzes**, also die **Alstom Coradia Continental**, sollen auch über 2030 hinaus weiter eingesetzt werden. Falls die DB erneut den Zuschlag erhält, könnten außerdem ihre **Bombardier Talent II** weiter auf den Linien S4 und S6 unterwegs sein. Zugelassen sind laut BEG sowohl Gebrauchtfahrzeuge ab Baujahr 2010 als auch Neufahrzeuge.

## Elektrifizierung bleibt Thema

Nicht Teil der aktuellen Ausschreibung, aber dennoch auf dem Radar: Die BEG erwähnt in den Unterlagen weiterhin die Überlegungen zur **Elektrifizierung der Strecke Siegelsdorf–Markt Erlbach** und zur Umstellung des heutigen Regionalbahnverkehrs auf **elektrischen S-Bahn-Betrieb**. Auch die mögliche **Elektrifizierung der Strecke Neustadt/Aisch–Steinach** wird genannt.

Das sind zwar noch keine konkreten Maßnahmen im neuen Vertrag, zeigen aber: Ganz abgeschrieben sind diese Pläne offenbar nicht. Für die Region könnte das langfristig bedeuten, dass der Schienenverkehr moderner, leiser und leistungsfähiger wird – wenn denn irgendwann nicht nur die Pläne, sondern auch die Bagger rollen.

## Barrierefreie Bahnhöfe bis Neustadt im Blick

Ein weiterer Punkt betrifft die Strecke der S6: Die BEG nennt als Ziel, dass **alle Stationen bis Neustadt/Aisch im Zuge der Korridorsanierung 2031 überholt** werden sollen. Dazu gehört auch der **barrierefreie Ausbau** der Bahnhöfe – ein Thema, das für viele Pendler, Familien mit Kinderwagen und mobilitätseingeschränkte Fahrgäste besonders wichtig ist.

Für unsere Region bleibt also spannend, wie sich die neue Ausschreibung entwickelt. Klar ist schon jetzt: Die S-Bahn Nürnberg fährt nicht nur durch Franken – sie fährt mitten durch den Alltag vieler Menschen hier bei uns.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

MatthiasKellnerBoarischWordPress

## Matthias Kellner bringt im Schlosshof Neustadt die Franken zum Schmunzeln

Neustadt/Aisch – Ein lauer Sommerabend, ein Schlosshof voller gut gelaunter Gäste und ein Niederbayer mit jeder Menge Schalk im Nacken: Matthias Kellner gastierte in Neustadt mit seinem Programm **„Can you Boarisch, please?!“** und sorgte mit musikalischem Witz, feiner Beobachtungsgabe und jeder Menge Dialekt für beste Unterhaltung.

Der Liedermacher nahm sein Publikum mit auf eine heiter-satirische Reise durch die Musikgeschichte. Internationale Ohrwürmer übersetzte er in bairische Mundart und präsentierte sie mit warmer, rauer Stimme, Gitarrenspiel und dem markanten Stampfen seines Fußes. Dabei blieb Kellner immer nahbar, skurril und herrlich bodenständig.

Los ging’s mit **„Tu di net obi“**, der bairischen Version von Bobby McFerrins „Don’t Worry, Be Happy“. Schnell war das Publikum zum Mitsingen animiert – schließlich, so Kellner augenzwinkernd, bleibe die Melodie ja ohnehin englisch. Es folgten amüsante Ausflüge zu den Bee Gees, ein spontan gegründeter Vogelchor für **„Der Dokter sogt, Sie hom an Vogl“** und viele kleine Abschweifungen, die den Abend gerade erst richtig charmant machten.

Auch bekannte Songs wie **„The Boxer“** von Simon & Garfunkel oder **„Johnny B. Goode“** bekamen ihre satirische bayerische Note. Dazu streute Kellner immer wieder Anekdoten aus seinem eigenen Leben ein – etwa über den ersten Besuch in einer Boazn, seine Erfahrungen mit der Goaßmaß oder seinen blau-roten Ford Fiesta mit Kassettenrekorder und Bassbox als einzigem Luxus.

Besonders amüsant wurde es, wenn Kellner über die Tücken alter Musikkassetten, Radiomoderatoren und Verkehrsdurchsagen berichtete, die so manches Mitschneiden damals zuverlässig sabotierten. Das Publikum dankte es ihm mit viel Gelächter und reichlich Applaus.

Am Ende des Abends zeigte sich: Matthias Kellner hatte die rund 250 Besucher bestens unterhalten. Und wer dachte, nach der ersten Zugabe sei Schluss, wurde eines Besseren belehrt – denn auch die von Kellner erklärte „Zugabe-Routine“ funktionierte an diesem Abend nicht ganz nach Plan. Dreimal musste er zurück auf die Bühne kommen, bevor dann wirklich endgültig Schluss war.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Emskirchen

EmskirchenMarktfestKunstmeileWordPress

# Emskirchen lockt mit Kunst, Kultur und 55 Ständen auf dem Marktfest

Emskirchen hat am Sonntag wieder gezeigt, warum das Marktfest mit Kunstmeile zu den festen Größen im Veranstaltungskalender an der Aurach gehört: 36 Ausstellerinnen und Aussteller präsentierten ihre Arbeiten und gaben spannende Einblicke in ganz unterschiedliche Formen kreativen Schaffens. Dazu kamen 55 Stände beim Marktfest selbst – genug Auswahl also für einen ausgedehnten Bummel durch die Straßen der Marktgemeinde.

Auch kulinarisch blieb kaum ein Wunsch offen. Wer Lust auf Entdecken hatte, kam ebenso auf seine Kosten wie alle, die einfach das bunte Treiben genießen wollten. Unter den Besucherinnen und Besuchern waren auch Landratsstellvertreter Reinhard Streng und seine Frau Ursula, die privat einige Runden drehten. Ebenso schauten Wilhelmsdorfs Bürgermeister Rüdiger Probst und seine Frau Daniela in der Nachbargemeinde vorbei.

Besonders gefragt war unter anderem das Angebot von Christa Scheuerecker, die mit einer großen Auswahl an Keramikwaren aus Merkendorf im Landkreis Ansbach angereist war. Zwar lief der Verkauf nach ihren Worten eher schleppend, doch viele Gäste würden sich einfach umsehen und die Vielfalt genießen, berichtete sie.

Das Emskirchener Marktfest mit Kunstmeile ist ein echter Gemeinschaftsakt: Immer am ersten Sonntag im Juli bringen Kunst, Kultur, Handel, Vereine, Gastronomie und die Gemeinde das Fest gemeinsam auf die Beine. Im Rathaus wurden im Sitzungssaal Bilder von Sabine Schmidtgruber unter dem Motto „Zauberwald“ gezeigt. Der Heimatverein lud im Heimatmuseum zur Ausstellung „Faszination Glas“ ein, während die evangelische Kirchengemeinde mit Bernd Schuler Führungen durch die Kilianskirche anbot. Auch der CVJM öffnete seine Türen.

Mit Recycling-Textilkörben und Vasen war Sigi Göpfert vertreten, die sich ausdrücklich bei Tanja Schwarz-Pfeiffer vom Rathaus für die perfekte Organisation bedankte. Für die musikalische Umrahmung sorgte der örtliche Musikzug mit seinen Orchestern und Jugendgruppen am Sparkassenplatz. Dazu sang das Chorensemble „Frischer Wind“, und die Band „Guns ’n‘ Daisies“ verlieh der Kunstmeile den passenden Klangteppich.

Ein Festtag also, wie er im Bilderbuch stehen könnte: viel Kunst, viele Begegnungen und jede Menge Leben in Emskirchen.

Leider konnte das Bild nicht geladen werden
Neustadt an der Aisch

SparkasseNeustadtModernisierungWordPress

# Modernisierung im Neustädter Sparkassengebäude startet

**Umbau des Beratungs-Centers soll bis Mitte 2027 abgeschlossen sein**

Neustadt an der Aisch – In der ersten Julihälfte beginnen die Arbeiten am Beratungs-Center der Sparkasse in Neustadt. Der Kundenbereich sowie die Beratungszimmer im historischen Sparkassengebäude werden bis Mitte kommenden Jahres umfassend modernisiert und mit nachhaltiger Klimatechnik ausgestattet, teilt das Geldinstitut mit.

Das Beratungs-Center ist seit vielen Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Neustädter Altstadt und ein Stück Sparkassen-Geschichte. Bereits 1928 zog die Sparkasse vom Rathaus in das gegenüberliegende Anwesen. Das heutige denkmalgeschützte Fachwerkgebäude entstand 1935, 1974 wurde es wegen des Wachstums und im Zusammenhang mit der damaligen Fusion um den Anbau am Sparkassenplatz erweitert. 2025 erfolgte bereits eine Sanierung.

Mit der neuen Raumaufteilung soll ein modern gestaltetes und nachhaltig ausgerichtetes Beratungs-Center entstehen. Es soll nicht nur Raum für Finanzberatung bieten, sondern auch als Begegnungsort für Kundinnen und Kunden dienen, kündigt die Sparkasse an.

Der erste Bauabschnitt beginnt am Montag, 6. Juli, im hinteren Bereich am Eingang Sparkassenplatz. Über den Haupteingang am Marktplatz bleibt der Zugang zum Servicebereich sowie zu den meisten Beraterinnen und Beratern möglich. Das Firmenkunden-Center ist während der Bauarbeiten vorübergehend umgezogen.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Sparkasse unter **www.sparkasse-nea.de/umbau**.

Nach oben scrollen