## Die Klasse 4d aus Diespeck singt sich an die Spitze
**Diespeck** – Aus kleinen Stimmen wurde ein großer Auftritt: Die Kinder der Klasse 4d der Grund- und Mittelschule Diespeck haben mit einem selbst komponierten Lied zum Thema Kinderrechte nicht nur auf Kreisebene überzeugt, sondern wurden nun auch vom Bayerischen Kinderschutzbund ausgezeichnet. Und das Ergebnis kann sich hören lassen: Aus einer neuen Klassengemeinschaft entstand in monatelanger Arbeit ein starkes, kreatives Projekt mit Botschaft.
„Man sollte auf uns achten, denn wir sind zwar noch klein, doch dafür werden wir mal die Großen sein.“ Mit dieser Zeile beginnt das Lied der 22 Mädchen und Jungen – und damit auch eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Die Klasse war zu Beginn des Schuljahres aus drei ehemaligen dritten Klassen neu zusammengesetzt worden. Musik spielte von Anfang an eine wichtige Rolle, um Gemeinschaft zu fördern und ein neues Miteinander zu schaffen.
Geleitet wurde das Projekt von Lehrerin Kathrin Roth, die seit acht Jahren an der Schule arbeitet und mit viel Herzblut Demokratie- und Werteerziehung mit musikalischer Arbeit verbindet. Nachdem die Kinder die Kinderrechte gemeinsam erarbeitet hatten, war schnell klar: Daraus soll ein Lied entstehen. In Kleingruppen wurden Ideen gesammelt, Rhythmen ausprobiert und Melodien entwickelt. Über acht Monate hinweg wurde getüftelt, verworfen, verbessert und immer wieder neu zusammengesetzt.
„Ich saß meist am Klavier und habe versucht, umzusetzen, was mir vorgesummt oder vorgesungen wurde“, erzählt Roth. Manchmal ging es schnell voran, manchmal nur in kleinen Schritten. Doch genau diese Geduld zahlte sich aus: Nach und nach entstanden mehrere Strophen, die die Kinder mit viel Einsatz und eigenen Gedanken füllten. Eine professionelle Tonaufnahme am 7. Mai im Musiksaal der Schule bildete schließlich den krönenden Abschluss des Projekts.
Die intensive Beschäftigung mit den Kinderrechten brachte die Klasse nicht nur musikalisch weiter. Gerade zurückhaltende Kinder gewannen an Selbstvertrauen, beteiligten sich stärker und brachten sich mit eigenen Ideen ein. Auch nachmittags wurde freiwillig über Formulierungen und Textpassagen gesprochen. „Wir sind als Gemeinschaft an dem Projekt gewachsen“, fasst Kathrin Roth zusammen.
Das Lied ist inzwischen fester Bestandteil des Morgenrituals und erfüllt die Klasse mit Stolz. Auch Schulleiter Ulrich Schöttle zeigte sich beeindruckt: Er habe großen Respekt vor der Leistung und wisse als Chorleiter, wie viel Arbeit und Fleiß in einem solchen Ergebnis stecken. Ebenso zufrieden und stolz zeigte sich Konrektorin Anja Held.



