**Verdacht auf Amerikanische Faulbrut bei Markt Erlbach: Landratsamt lässt Bienenstände kontrollieren**
Im Gemeindebereich von Markt Erlbach ist bei einer Untersuchung ein Verdacht auf Amerikanische Faulbrut der Bienen aufgekommen. Für Imkerinnen und Imker in der Umgebung hat das jetzt konkrete Folgen: Das Veterinäramt des Landkreises Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim untersucht alle Bienenvölker in der betroffenen Zone.
Die Krankheit selbst ist für Menschen ungefährlich. Für Bienen kann sie aber gravierende Auswirkungen haben – deshalb werden jetzt Maßnahmen eingeleitet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
### Sporen in Futterkranzprobe nachgewiesen
Nach Angaben des Landratsamts wurden in einem Bienenstand im Gemeindebereich des Marktes Markt Erlbach Sporen des Erregers der Amerikanischen Faulbrut in einer sogenannten Futterkranzprobe festgestellt. Klinische Symptome der Krankheit seien dabei nicht beobachtet worden.
Das bedeutet: Es gibt nach aktuellem Stand keinen sichtbaren Krankheitsausbruch im betroffenen Bienenstand, aber der Nachweis der Erreger-Sporen reicht aus, um den Verdacht auf eine mögliche Einschleppung ernst zu nehmen.
### Untersuchungen in der Verdachtszone
Auf Grundlage des Fundes werden nun alle Bienenvölker in dem gekennzeichneten Bereich durch das Veterinäramt kontrolliert. Ziel der Untersuchungen ist es nach Angaben des Landratsamts, mögliche Eintragsquellen zu finden und gegebenenfalls zu sanieren.
Imkerinnen und Imker, deren Völker in der Verdachtszone stehen, sollen sich beim Veterinäramt melden. Genannt wird dafür die Telefonnummer 09161 92-3503. Das Landratsamt verweist außerdem auf die zugehörige Allgemeinverfügung mit dem Aktenzeichen 32-5650-Ru, die online und als Aushang im Landratsamt einsehbar ist.
### Was die Krankheit bedeutet
Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Tierseuche bei Honigbienen. Für Menschen ist sie nach Angaben des Landratsamts ohne gesundheitliche Bedeutung. Auch der Kontakt mit Bienen sowie der Verzehr von Honig und Honigprodukten seien unbedenklich.
Trotzdem bittet die Veterinärverwaltung um Vorsicht im Umgang mit Honigresten. Honiggläser sollten demnach nicht ungespült in Glascontainer geworfen werden, damit Bienen nicht mit möglichen Sporen in Berührung kommen.
### Ansprechpartner im Landratsamt
Für Rückfragen steht die Veterinärverwaltung des Landratsamtes Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim zur Verfügung:
– Telefon: 09161 92-3503
– Telefax: 09161 92-90350
– E-Mail: vetamt@kreis-nea.de
**Quellen:** Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim



