Bürgermeister(in) Wahl in Neuhof an der Zenn

Das Bürgermeisteramt in Neuhof ist das zentrale Bindeglied zwischen Verwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft. Es steht für Führung, Organisation und die aktive Gestaltung der Gemeindepolitik. Die Bürgermeisterin setzt die Beschlüsse des Gemeinderats um und vertritt Neuhof nach außen. Schwerpunkte sind unter anderem Infrastruktur, Finanzen, das Vereinsleben und die Zukunft des ländlichen Raums. Die nächste Wahl findet am 8. März 2026 statt.

Bisher steht nur die aktuelle Bürgermeisterin zur Wahl::

Claudia Wust

Gemeinderatswahl in Neuhof an der Zenn

Der Gemeinderat von Neuhof hat 14 Mitglieder.
Ergebnis der Kommunalwahl 2020 in Neuhof an der Zenn

Kandidatenlistung:

1 Claudia Wust (47 Jahre, Bürgermeisterin)
2 Gerhard Enzner (55, Landwirtschaftsmeister)
3 Lydia Stoll (67, Schulleiterin a.D. und Vize-Bürgermeisterin)
4 Manfred Pöhmerer (47, Landbau-Techniker)
5 Johannes Ziegler (37, Betriebswirt)
6 Silvia Heubeck (46, Vertriebsassistentin)
7 Vera Kiefer (53, Technische Angestellte)
8 Stefan Burk (39, Serviceleiter in einem Autohaus)
9 Sabine Eckert (46, Bankberaterin)
10 Andreas Schwemmer (37, Projektleiter)
11 Dr. Katrin Sill (48, Lehrerin)
12 Jörg Hautmann (54, selbstständiger Versicherungsfachmann)
13 Markus Reizammer (37, Werkstattleiter)
14 Christian Wirth (28, Metallbauer)

Bürgermeisterin Claudia Wust will erneut antreten – Alle Kandidatinnen und Kandidaten einstimmig nominiert

NEUHOF – In familiärer Atmosphäre und mit viel Lokalpatriotismus ging am Mittwochabend die Nominierungsversammlung der Liste CSU/Freie Bürger im Gasthaus „Zur Sonne“ in Neuhof über die Bühne. Unter dem Motto „Heimat im Herzen, Zukunft im Blick“ präsentierten sich die Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl 2026. Die amtierende Bürgermeisterin Claudia Wust möchte erneut kandidieren – ein starkes Zeichen für Kontinuität und Engagement in der Gemeinde.

Insgesamt 14 Frauen und Männer treten bei der Wahl am 8. März 2026 an, davon zehn auf dem Ticket der CSU und vier über die Wählergruppe „Freie Bürger“. Alle Vorschläge wurden einstimmig angenommen.

Klares Ja zur Amtsinhaberin

In mehreren Grußworten wurde Claudia Wusts bisherige Amtszeit deutlich gewürdigt. Die stellvertretende Bürgermeisterin Lydia Stoll (CSU) sowie Manfred Pöhmeyer, Sprecher der „Freien Bürger“, unterstrichen die Kompetenz und den Einsatz der Bürgermeisterin. Auch Landrat Dr. Helmut Weiß sowie Hans Herold, ehemaliger Landtagsabgeordneter, lobten die Entwicklung der Gemeinde und die ruhige, sachliche Führung in Krisenzeiten.

„Neuhof hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt“, betonte Dr. Weiß. Der Landkreis setze weiter auf Regionalität, bürgernahe Verwaltung und eine starke kommunale Führung – Neuhof sei dafür ein Vorzeigebeispiel.

Breite Themen, engagiertes Team

Das neue Kandidatenteam bringt eine breite Mischung an beruflichen Hintergründen und Lebenserfahrung mit. Von der Grundschullehrerin bis zum Werkstattleiter, von der Bäckermeisterin bis zum Vertriebsprofi – die Liste soll möglichst viele Perspektiven aus der Bevölkerung abbilden.

Claudia Wust stellte in ihrer kurzen Rede die Schwerpunkte ihrer Arbeit dar: barrierefreier Zugang zur Gemeinde, Ausbau der Kinderbetreuung, Stärkung der ärztlichen Versorgung, Klimaschutz sowie der Erhalt der Lebensqualität im ländlichen Raum. Dabei unterstrich sie: „Zusammenhalt lebt von der Beteiligung aller – wir können Großes schaffen, wenn wir gemeinsam anpacken.“

Abschied nach Jahrzehnten

Nach der Wahl wurde auch Dieter Müller, ein Urgestein des Kreisvorstands, verabschiedet. In seinen Abschiedsworten zeigte er sich zuversichtlich: „Mit dieser Liste und Claudia Wust an der Spitze ist Neuhof gut aufgestellt.“


🗨️ Kommentar der Redaktion „Neues an Aurach Zenn Aisch“

Man kann über Wahllisten sagen, was man will – aber selten sieht man so viel Einigkeit und Harmonie wie bei der CSU/Freie Bürger in Neuhof. Keine Grabenkämpfe, kein Gezänk um Listenplätze – stattdessen ein Gruppenfoto, das fast nach Klassentreffen aussieht (nur die Tischtennisplatte fehlt).

Dass Claudia Wust weitermachen will, dürfte viele freuen: Sie ist eine Bürgermeisterin, die lieber handelt als auf Plakaten zu lächeln – und das, obwohl sie beides kann. Ihre Schwerpunkte klingen vernünftig, realistisch und nah an dem, was Menschen wirklich bewegt: Betreuung, Wärme, Beteiligung, Lebensqualität.

1Christian Berger (41 Jahre, Bank- und Versicherungskaufmann)
2Werner Winnerlein (56, Landwirtschaftsmeister)
3Stefan Sieber (48, Systemoperator)
4Anna E. Scheuenstuhl (38, Freie Rednerin, Trauerbegleiterin)
5Stefan Kallert (42, Selbstständiger Unternehmer)
6Nicole Zangenberg (39, Zahnmedizinische Prophylaxe-Assistentin)
7Fabian Zeitler (39, Sozialpädagoge)
8Mirco Oberländer (25, Zimmerermeister)
9Tamara Berger (33, Filialleiterin)
10Klaus Popp (55, Maler)
11Matthias Berger (37, Ingenieur)
12Rita Lasser (76, Rentnerin)
13Steffen Berger (37, Lagerist, Metzger)
14Manfred Baier (74, Rentner)

14 Gesichter für Neuhof: Bürgernahe Liste stellt sich neu auf – ohne Berger als Bürgermeisterkandidat

In Neuhof formiert sich die Bürgernahe Liste für die kommende Gemeinderatswahl mit einer spannenden Mischung aus Erfahrung und frischem Wind. 14 Kandidatinnen und Kandidaten wurden nominiert – mit dabei altbekannte Räte und engagierte Neulinge aus Haupt- und Ortsteilen. Doch eine Entscheidung sorgte für Aufsehen: Christian Berger, der langjährige Gemeinderat, wird nicht als Bürgermeister kandidieren.

Die Bürgernahe Liste Neuhof (BLN) hat ihre Kandidierenden offiziell aufgestellt. Die Nominierungsversammlung wurde vom Kreisvorsitzenden der UWG, Helmut Reiß, geleitet. Berger, der auf Platz 1 der Liste steht und seit 18 Jahren im Gemeinderat aktiv ist, nutzte die Veranstaltung, um Klartext zu sprechen: Er wird nicht für das Amt des Bürgermeisters kandidieren – aus beruflichen und privaten Gründen. Stattdessen wolle er sich weiterhin mit voller Kraft als Gemeinderat einbringen.

Acht der 14 Kandidierenden waren persönlich anwesend. Die Liste vereint Vertreterinnen und Vertreter aus Neuhof sowie den Ortsteilen Adelsdorf, Hirschneuses und Neuziegenrück. Insgesamt deckt das Team acht Berufsgruppen ab, das Alter der Kandidierenden reicht von 25 bis 76 Jahren. Neben Christian Berger stellen sich auch die amtierenden Gemeinderäte Werner Winnerlein und Stefan Sieber erneut zur Wahl.

Berger zeigte sich erfreut, dass vier Frauen für die Liste gewonnen werden konnten: Anna Scheuenstuhl, Nicole Zangenberg, Tamara Berger und Rita Lasser. Besonders betont wurde auch das Engagement junger Kandidierender: Der 25-jährige Mirco Oberländer will sich insbesondere für die Belange der Jugend starkmachen und seine bauliche Expertise einbringen.

Feuerwehrkommandant Stefan Kallert und sein Stellvertreter Fabian Zeitler signalisierten ebenfalls ihre Bereitschaft, sich über ihr Ehrenamt hinaus in die Gemeindearbeit einzubringen. Hermann Hitz, der 2008 zu den Mitbegründern der Bürgernahen Liste gehörte, erhielt einen besonderen Dank für seinen Einsatz.

Insgesamt präsentierte sich die Bürgernahe Liste als engagiertes und breit aufgestelltes Team, das sich sowohl der Tradition als auch der Weiterentwicklung der Marktgemeinde Neuhof verpflichtet fühlt.

Kandidatenlistung:

1Heinz Thürauf (61), Ingenieur
2Stefan Gräser (59), Regionalleiter Pharma
3Lisa Seefried (58), Softwareentwicklerin
4Stefan Enzner (29), Doktorand Physik
5Meike Oberländer (22), Studentin
6Michael Klotz (50), Dipl.-Grafik-Designer
7Simon Thürauf (32), Projektleiter Personalwesen
8Volker Schaepe (53), Professor für Betriebswirtschaftslehre

Neuhof an der Zenn: Grüne nominieren ihre Gemeinderatskandidaten – mit Fokus auf Klima, Mobilität und soziales Miteinander

Neuhof an der Zenn – Auch die Grünen in Neuhof haben jetzt offiziell ihre Liste für die kommende Kommunalwahl aufgestellt. Von den bisherigen drei Mandatsträgern wird nur Stefan Gräser erneut kandidieren. Angelika Bauch und Christian Böhmlehner verabschieden sich aus dem Gemeinderat, bleiben der Kommunalpolitik aber nicht fern – zumindest Böhmlehner will sich weiterhin als Ortsvorsitzender engagieren.

Trotz personeller Veränderungen bleibt der politische Kompass der Grünen klar ausgerichtet: Mehr Lebensqualität durch nachhaltige, soziale und klimasensible Politik. Im Fokus steht dabei eine menschliche und klimafreundliche Mobilitätswende – mit besserem öffentlichem Nahverkehr, sicherem Radverkehr und mehr Tempo-30-Zonen für mehr Sicherheit und Lebensqualität.

Im Bereich Natur- und Umweltschutz wollen die Grünen bestehende Initiativen wie das Projekt „boden:ständig“ weiter fördern und dem Flächenverbrauch entschieden entgegentreten. Außerdem soll das Thema Naturschutz im alltäglichen Verwaltungshandeln – etwa im Bauhof – stärker verankert werden.

Auch die Wohnraumpolitik nehmen die Grünen ins Visier: Insbesondere für junge Menschen sowie ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger sollen passende Wohnangebote entstehen. Das bereits bestehende Fassadenprogramm will man in Bezug auf Nachhaltigkeit überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Energiewende lokal denken

Ein weiteres großes Anliegen ist der Ausbau erneuerbarer Energien. Öffentliche Gebäude – wie etwa die örtliche Kinderkrippe – sollen verstärkt mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. So möchten die Grünen auch in Neuhof zur Energiewende beitragen.

Mehr Raum fürs Miteinander

Neben Ökologie und Mobilität setzen die Grünen auch auf gesellschaftlichen Zusammenhalt. Begegnungsräume – insbesondere für Frauen – sollen gefördert und neue Interessensvertretungen für Jugend, Senioren und Menschen mit Behinderung etabliert werden.

Kritisch äußern sich die Grünen zur Auflösung der Stelle des Quartiersmanagements. Sie fordern deren Wiedereinführung, um die soziale Infrastruktur – insbesondere für ältere Menschen und die Jugend – wieder zu stärken.


Kommentar der Redaktion:

Es ist schon ein bisschen wie beim Kater nach der Party – zwei gehen, einer bleibt. Während sich Bauch und Böhmlehner aus dem Gemeinderat verabschieden, zeigt letzterer: einmal grün, immer grün. Mit Ideen zwischen Solarzellen und Tempo 30 wirken die Neuhöfer Grünen wie ein ambitionierter Mini-Landesverband. Und auch wenn die großen Räder wohl eher in Berlin oder München gedreht werden – wer Nahverkehr, Wohnen und Energiewende vor Ort ernst nimmt, ist immerhin auf dem richtigen Gleis. Ob’s dafür reicht, bleibt wie immer: Sache der Wählerinnen und Wähler.

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