Bürgermeister(in) Wahl in Neustadt an der Aisch

Für das Bürgermeisteramt in Neustadt an der Aisch gibt es bereits jetzt zahlreiche Bewerber. Mehrere Kandidaten und eine Kandidatin haben ihr Interesse bekundet, den Posten nach dem angekündigten Rückzug von Klaus Meier (SPD) zu übernehmen. Die Vielfalt der Bewerbungen verspricht einen spannenden Wahlkampf mit unterschiedlichen politischen Profilen und Ideen für die Stadt. Wer das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger gewinnt, entscheidet sich am 8. März 2026. Klar ist: Die Nachfolge von Klaus Meier wird eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft Neustadts.

Hier die Kandidaten und die Kandidatin um den Chef(in)sessel im Rathaus:

Alexander Müller

Heike Gareis

Harald Haag

Andre Hufnagel

Gerd Scheuenstuhl

Stadtratswahl in Neustadt an der Aisch

Am 8. März 2025 wird in Neustadt an der Aisch  ein neuer Stadtrat gewählt. Dieses Gremium besteht aus 24 Mitgliedern, die für die kommenden sechs Jahre die politischen Entscheidungen in der Kreisstadt mitgestalten. 

Kandidatenlistung:

1 Alexander Müller (34), Augenoptikermeister
2 Christian Köstner (54), Geschäftsführer
3 Richard Dollinger (38), Apotheker
4 Jutta Bauereiß (63), Geschäftsführerin
5 Peter Holzmann (69), Rentner
6 Martin Hufnagel (37), Versicherungsfachwirt
7 Christopher Wirth (37), Geschäftsführer
8 Jörg Feigl (56), Diplom-Kaufmann
9 Nadine Römer (26), Steuerfachangestellte
10 Mario Leibold (48), Friseurmeister und Eventmanager
11 Alexander Meinl (38), Geschäftsführer
12 Roman Fuchs (47), IT-Projektleiter
13 Dominic Bauereiß (39), Geschäftsführer
14 Ronny Arras (42), Werkstattleiter
15 Sven Moormann (53), Leiter Unternehmensentwicklung
16 Thomas Fuchs (54), Bankdirektor
17 Christian Geißdörfer (38), Technical Solutions Specialist
18 Alexander Tesmer (76), Rentner
19 Christine Pohli (41), Gastronomin
20 Annalena Dollinger (31), Leitung Kommunikation
21 Katharina Pfeifer (39), Kriminalkommissarin
22 Bernd Krampe (62), Architekt und Stadtplaner
23 Kai Köstner (21), dualer Student
24 Sven Summ (44), Heizungsbaumeister und Gastronom

Neustädter CSU präsentiert junge und bekannte Gesichter – mit „saucooler“ Liste in den Wahlkampf

Neustadt an der Aisch – Die CSU Neustadt startet mit einer überraschend verjüngten Stadtratsliste in die Kommunalwahl 2026 – und das mit breiter Unterstützung: Bei der Nominierungsversammlung stimmten 31 von 31 Anwesenden für den Vorschlag, mit nur einem symbolischen „Ausrutscher“ (ein Name gestrichen). Mit dabei: zahlreiche Kinder politisch aktiver Neustädter Familien – die Christsozialen setzen damit auf ein Zusammenspiel aus Erfahrung, frischer Energie und einer ordentlichen Portion Familienbande.


Mischung aus Vertrautem und neuen Gesichtern

Angeführt wird die 24 Namen umfassende Liste von Bürgermeisterkandidat Alexander Müller, gefolgt von Christian Köstner und Ortsvorsitzendem Richard Dollinger. Mit Peter Holzmann (Platz 5) und Martin Hufnagel (Platz 6) sind zwei weitere etablierte Kräfte aussichtsreich platziert. Hufnagel kündigte bereits an, das Amt des Jugendbeauftragten weiterführen zu wollen.

Nur fünf Frauen haben es auf die Liste geschafft – ein Missverhältnis, das Dollinger selbst kritisch anmerkte. Umso mehr betonte er die Stärke der Bewerberinnen, darunter Nadine Römer (26, Platz 9), Vorsitzende der Jungen Union, und Jutta Bauereiß (63, Platz 4), die als erfahrene Kommunalpolitikerin mit hoher Wahrscheinlichkeit den Wiedereinzug schaffen dürfte.


Eine Liste mit „CSU-Stallgeruch“ – im besten Sinne

Ein Blick auf die Kandidaten zeigt: Hier kandidiert nicht nur eine neue Generation – sie bringt oft auch einen klaren CSU-Stallgeruch mit.

  • Kai Köstner (21, Platz 23) ist nicht nur der jüngste Bewerber, sondern auch Sohn von Christian Köstner.

  • Christine Pohli (41, Platz 19) ist Tochter von Peter Holzmann und Enkelin eines früheren Diespecker Bürgermeisters.

  • Dominic Bauereiß (39, Platz 13) kennt die Stadtratsarbeit ebenfalls von klein auf – seine Mutter ist Jutta Bauereiß.

  • Sven Summ (44, Platz 24) tritt in die Fußstapfen seines Vaters Karl-Heinz Summ, langjähriger Stadtrat und Ortsteilsprecher.

  • Mit Annalena Dollinger (Platz 20) kandidiert außerdem die Ehefrau des Ortsvorsitzenden – sie ist aktuell maßgeblich in der Wahlkampfstrategie aktiv.


Erfahrung trifft auf neue Perspektiven

Auch unter den neueren Gesichtern finden sich spannende Kandidaten:

  • Alexander Meinl (Platz 11), Geschäftsführer eines Neustädter Traditionsunternehmens

  • Sven Moormann (Platz 15), „echter Zugezogener“ mit wirtschaftlicher Expertise

  • Thomas Fuchs (Platz 16), zurück aus München, will die Familientradition im Stadtrat fortsetzen


Einsatz, kein Populismus: So stellt sich die CSU ihren Wahlkampf vor

In kurzen Ansprachen stimmten Alexander Müller und Richard Dollinger die Anwesenden auf einen aktiven Wahlkampf ein. Müller kündigte an, keine Luftschlösser zu bauen, sondern auf verlässliche Kommunikation und schrittweise Verbesserungen zu setzen. Dollinger versprach „Vollgas nach der Weihnachtszeit“ mit einem Team, das er als „saucoolen Haufen“ bezeichnete.

Die bisherige achtköpfige CSU-Fraktion im Stadtrat, die auf die nicht mehr kandidierenden Wilfried Westhauser und Ulli Leopold verzichten muss, habe laut Dollinger „sehr, sehr aktiv“ gearbeitet und ihre Wahlversprechen weitgehend eingehalten.


Kommentar der Redaktion
Wenn sich Parteitradition, politisches Erbe und frischer Elan treffen, kommt in Neustadt offenbar eine CSU-Liste heraus, die jugendlicher wirkt als man es erwartet hätte – und gleichzeitig tief in der kommunalen DNA verankert ist. Dass viele Namen bereits durch Eltern oder Großeltern bekannt sind, wirkt hier nicht wie ein Rückschritt, sondern eher wie ein Generationsvertrag. Ob fünf Frauen ausreichen, um ein „neues Kapitel“ aufzuschlagen? Darüber lässt sich diskutieren. Sicher ist: Die Christsozialen zeigen sich kampfbereit – und setzen auf das Prinzip: Neustadt weiterentwickeln, ohne dabei den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Kandidatenlistung

1. Heike Gareis (56 Jahre; Laborantin)
2. Manfred Dietlein, (61; techn. Betriebswirt)
3. Angela Steuer-Kather (36; Steuerfachwirtin)
4. Markus Simon (50; Fachkrankenpfleger)
5. Simone Göbel (42; Diplom-Verwaltungswirtin, TH)
6. Stefan Wust (42; Arzt)
7. Jasmin Obenauf (37; M.A. Management)
8. Thorsten Lehrer (47; Gastronom)
9. Dr. Christiane Wolfart (47; Tierärztin)
10. Dr. Johannes Wiesnet (49; Arzt)
11. Anne Falter (61; Fachlehrerin a.D.)
12. Franz Ströbel (27; Hörakustik- u. Augenoptikermeister)
13. Uwe Bachmayer (52; Prozessplaner)
14. Tanja Simon (47; Steuerfachangestellte)
15. Wolfgang Hille (73; Rentner)
16. Michael Schütz (36; Beamter i.d. Staatskanzlei)
17. Markus Erdreich (26; Buchhalter)
18. Leon Bietz (19, Student)
19. Armin Held (60; Diplom-Kommunikationswirt)
20. Dr. Christoph Strehl (54; Forschungskoordinator)
21. Gerhard Gröner (78; Rentner, Masterinstruktor)
22. Jörg Wägner (47; Angestellter)
23. Silvia Maier (58; Erzieherin)
24. Stefan Grau (53; Bilanzbuchhalter)

Kommunalwahl in Neustadt/Aisch:

Neustädter SPD stellt Liste für Kommunalwahl 2026 vor – viel frisches Personal, klare Schwerpunkte

Die SPD Neustadt an der Aisch tritt zur Kommunalwahl 2026 mit einem verjüngten, aber dennoch erfahrenen Team an. Auffällig: Auf der Liste fehlen einige bekannte Gesichter. Weder Bürgermeister Klaus Meier, noch Lisbeth Betz, Jürgen Brenner, Volker Schmidt oder der gesundheitlich stark eingeschränkte Bernd Schnizlein finden sich unter den Kandidierenden. Stattdessen setzt die SPD auf eine neue Mischung aus bewährten Kräften, engagierten Neulingen und örtlicher Prominenz.


Heike Gareis führt Liste an – mit Aufbruchstimmung und klaren Themen

Angeführt wird die Liste von Heike Gareis, derzeit dritte Bürgermeisterin und bereits als Bürgermeisterkandidatin für 2026 nominiert. In ihrer Vorstellung betonte sie eine spürbare „Aufbruchstimmung“ im Ortsverein und formulierte drei zentrale Themen ihrer Kampagne:

  • Der Erhalt der Kliniken,

  • die Stärkung von Schulen und Kitas,

  • sowie Wirtschaftsförderung als Chefsache.

Mit einem Besuch beim Fürther OB Thomas Jung habe sie sich inspirieren lassen: „Wohlfühlorte mit Aufenthaltsqualität schaffen – das bringt Leben in die Stadt.“


Eine Liste mit Ecken, Kanten und viel Engagement

Auf den weiteren Plätzen finden sich sowohl altbekannte Namen als auch neue Gesichter.
Auf Platz 2: Manfred Dietlein, aktueller Fraktionsvorsitzender.
Auf Platz 3: Die 36-jährige Angela Steuer-Kather, die sich mit einem Augenzwinkern als „zu alt für die Jusos, aber noch jung“ beschrieb und Neustadt als ihre „lebens- und liebenswerte Wahlheimat“ bezeichnete.
Markus Simon (Platz 4) und viele weitere Aktive aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens folgen.

Für Heiterkeit sorgte Anne Falter (Platz 11), die sich selbst als „schwierige Persönlichkeit“ beschrieb, die ihre Meinung „immer sagen muss“. Michael Schütz, Juso und Beamter in der Staatskanzlei, nahm seine Rolle beim Bürokratieabbau mit Humor.


Bunt, breit aufgestellt und klar in der Haltung

Die Liste ist ein Querschnitt durch die Stadtgesellschaft:

  • Ärzte wie Dr. Johannes Wiesnet und Stefan Wust,

  • Wissenschaftler wie Dr. Christoph Strehl,

  • Gastronomen wie Thorsten Lehrer,

  • Beamte, Arbeiter, Selbstständige, Ehrenamtliche.

Gerhard Gröner, SPD-Urgestein und mit 78 Jahren ältester Kandidat (Platz 21), bringt es auf den Punkt: „Ich will die demokratische Gesellschaft weiter unterstützen.“
Die jüngste Stimme auf der Liste ist Leon Bietz (19), Student und Social-Media-Experte der Jusos.

Einigkeit herrschte in der Versammlung über die politische Richtung: Eine lebendige Innenstadt, sichere Arbeitsplätze, starke Wirtschaft vor Ort und konkrete soziale Schwerpunkte.
Dr. Christiane Wolfart will sich weiterhin für Geflüchtete stark machen, Stefan Wust bringt seine Erfahrung im Gesundheits- und Katastrophenschutz ein.


Die Liste wurde einstimmig beschlossen – alle 30 Wahlberechtigten gaben ihre Stimme dafür ab.


Kommentar der Redaktion
Die SPD Neustadt hat sich offenbar einen frischen Anstrich verpasst – allerdings keinen aufgesetzt jugendlichen, sondern einen mit Substanz: Mit einer Spitzenkandidatin, die weiß, was sie will, Kandidierenden mit Profil (und Charakter) und einer klaren sozialdemokratischen Haltung gegen den Rechtsruck. Sicher, manche alteingesessene Namen fehlen – aber vielleicht ist es genau das, was es jetzt braucht: Keine Verwaltung des Status quo, sondern Lust auf Zukunft.

Kandidatenlistung

1 Lisa Kastelan (41), Diplom-Restauratorin
2 David Muck (36), Steuerassistent
3 Larissa Kaczmarczyk (36), Lehrerin
4 Petra Rummel (34), Forstwirtin (selbstständig mit Fokus auf Baum- und Forstpflege)
5 Michaela Gitz (35), Dolmetscherin für Gebärdensprache
6 Martin Gehringer (52), Vertriebsingenieur
7 Sabrina Hoyer (32), Einsatzsanitäterin
8 Reinhold Schultheiß (71), Rentner, ehem. Lehrer
9 Benita Esch (73), Integrationsberaterin
10 Matthias Krug (45), Produktmanager für Softwareentwicklung
11 Katrin Damasko (48), Redakteurin
12 Stefan Zemann (37), Wirtschaftsinformatiker
13 Eva Wetchandt (32), Lehrerin
14 Hartmut Paulus (54), Biobauer
15 Anja Dähn (32), Produktmanagerin
16 Andreas Hofmann (53), selbstständig
17 Julia Kleinickel (34), Expertin für digitale Kommunikation
18 Emanuel Tamasi (42), Betriebsratsvorsitzender
19 Dagmar Kugler (58), Exportsachbearbeiterin
20 Ann-Kathrin Johner (37), Sachbearbeiterin
21 Bettina Lambert (34), Gebärdensprachdolmetscherin
22 Daniel Köder (38), Sachbearbeiter
23 Evelyn Schillmann (50), Atemtherapeutin
24 Andreas Hander (38), Betriebswirt

Neustädter Grüne starten mit engagiertem Team und klaren Zielen in die Kommunalwahl 2026

Neustadt an der Aisch – Die Grünen gehen mit einer ausgewogenen, engagierten und auffallend weiblich geprägten Liste in die Kommunalwahl 2026. Insgesamt 24 Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich zur Wahl – mit einem breiten Spektrum an Berufen, Lebensentwürfen und politischen Anliegen. Im Zentrum: soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung, Nachhaltigkeit und eine lebenswerte Stadt für alle.


Mehr Frauen, mehr Vielfalt, mehr Mut zur Veränderung

Spitzenkandidatin ist Lisa Kastelan, Diplom-Restauratorin und erfahrene Stadträtin. Ihr folgen David Muck (36, Steuerassistent) und Larissa Kaczmarczyk (36, Lehrerin) auf den nächsten Plätzen. Was sofort auffällt: Frauen sind auf dieser Liste in der Mehrheit – ein bewusst gesetztes Zeichen für gelebte Gleichstellung.

Mit dabei sind außerdem Berufstätige aus verschiedensten Bereichen: Von der Gebärdensprachdolmetscherin über Lehrkräfte, IT-Spezialist:innen, Sozialarbeiter:innen bis hin zu kreativen und handwerklichen Berufen. Viele der Kandidierenden sind bereits heute aktiv in ökologischen, inklusiven oder sozialen Initiativen – sie bringen nicht nur Ideen, sondern auch praktische Erfahrung mit.


Politik fürs Gemeinwohl – statt bloßer Verwaltung

Die Liste wurde von Benita Esch und Andrea Hauder koordiniert, die auch die Aufstellungsversammlung moderierten. Unterstützung kam vom ehemaligen Bundestagsabgeordneten Uwe Kekeritz sowie den Landtagsabgeordneten Martin Stümpfig und Tabea Dirnberger, die den Grünen in Neustadt ihren Rücken stärken.

Inhaltlich stehen die Grünen für:

  • Stärkung der Familienfreundlichkeit,

  • mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Raum,

  • Förderung des Rad- und Fußverkehrs,

  • und die Schaffung von Aufenthaltsqualität in der Innenstadt.

„Wir wollen ein Neustadt, in dem sich jede und jeder willkommen und sicher fühlt – ob jung oder alt, mit oder ohne Behinderung, als Familie oder Einzelperson“, sagt Lisa Kastelan. Besonders am Herzen liegen ihr gerechte Chancen, inklusives Denken und ein respektvoller Umgang miteinander – auch jenseits parteipolitischer Grenzen.


Kommentar der Redaktion
Während andere Listen noch diskutieren, ob Gleichstellung ein Ziel oder ein „Nice-to-have“ ist, machen die Grünen in Neustadt einfach Nägel mit Köpfen. Ihre Liste ist nicht nur bunt und vielseitig, sondern vor allem: durchdacht. Statt parteipolitischer Eitelkeiten geht’s hier spürbar ums Gestalten, ums Gemeinwohl – und darum, wie man das Leben in Neustadt konkret besser machen kann. Kurz gesagt: Wer Veränderung nicht nur versprechen, sondern leben will, findet hier ein starkes Angebot.

Kandidatenlistung

1 Andre Hufnagel (21 Jahre, Student)

2 Chiara Kunze (27, Finanzbuchhalterin)

3 Hendrik Müller (27, Softwareentwickler)

4 Nicolai Gröner (45, Augenoptikmeister)

5 Lisa Hostalka (29, Erzieherin)

6 Linea Gröner (28, Fitnesstrainerin)

7 Eliah Schäflein (22, Einzelhandelskaufmann)

8 Jürgen Steininger (67, Werkzeugmacher)

Die Linke Neustadt tritt zur Kommunalwahl 2026 mit junger Liste und sozialem Profil an

Neustadt an der Aisch – Frisch, engagiert und mit einem klaren Fokus auf soziale Gerechtigkeit: Die Linke meldet sich bei der Kommunalwahl 2026 in Neustadt mit einer neuen Liste zurück – und erstmals auch mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten. Angeführt wird das Team vom erst 21-jährigen Studenten Andre Hufnagel, der neben dem Stadtrat auch das Rathaus im Blick hat.


Von Anfang 20 bis fast 70: Politik für alle Generationen

Auf der Kandidatenliste stehen Menschen aus unterschiedlichsten Lebens- und Arbeitswelten – von der Erzieherin bis zum Softwareentwickler, vom Einzelhandelskaufmann bis zum Werkzeugmacher im Ruhestand. Die Altersspanne reicht von 21 bis 67 Jahren – für Hufnagel kein Zufall, sondern ein Statement: „Wir machen Politik für alle – nicht über die Köpfe hinweg, sondern gemeinsam und generationenübergreifend.“


Kernanliegen: bezahlbarer Wohnraum, gute Mobilität, Barrierefreiheit

Thematisch setzt die Linke klare Schwerpunkte:

  • Bezahlbares Wohnen für alle Generationen,

  • mehr Busverbindungen und bessere Anbindung für Ortsteile,

  • barrierefreier Zugang zu öffentlichen Einrichtungen,

  • sichere Verkehrswege für Fußgänger und Radfahrer.

Besonders wichtig ist dem Team das Prinzip Mitbestimmung: „Politische Verantwortung soll nicht nur übernommen, sondern gemeinsam weiterentwickelt werden“, betont Hufnagel.


Neustadt-Revival für Die Linke

Nach dem Rückzug des bisherigen Stadtratsmitglieds Dennis Münch war es still geworden um Die Linke in Neustadt. Jetzt will man mit frischem Personal und klaren Zielen dauerhaft zurück ins Gremium – und dabei ein deutliches soziales Gegengewicht zu den etablierten Parteien bieten.


Kommentar der Redaktion
Neustadt bekommt Konkurrenz von links – und das nicht leise, sondern selbstbewusst und mit ehrlichem Elan. Dass ein 21-jähriger Bürgermeister werden will, mag manchen erstaunen – doch genau solche Kandidaturen braucht es, wenn Politik nicht nur verwalten, sondern verändern will. Die Linke bringt junge Stimmen, klare Worte und soziale Themen auf den Tisch. Ob’s für einen Sitz im Stadtrat reicht? Das entscheiden die Wähler. Aber dass sie wieder mitreden will, macht sie bereits jetzt zu einer spannenden Größe im Kommunalwahlkampf.

Kandidatenlistung

1 Harald Haag (52), Elektromeister
2 Kerstin Rauner (57), Berufsbetreuerin
3 Alfred Tilz (64), Elektromeister i.R.
4 Reinhard Wendel (74), Grafikdesigner
5 Werner Rauner (66), Amtsleiter i.R.
6 Katrin Uano (33), Lehrerin
7 Thomas Baumer, Projektmanager elektrische Steuerungsgeräte
8 Klaus Gaube, Postbeamter
9 Sabrina Heidisch (36), Friseurmeisterin
10 Helmut Boese (72), Informatiker, Auditor, Fluglehrer
11 Uwe Machetanz (48), Pflegefachmann in Ausbildung
12 Roland Strößenreuther (65), Verwaltungsangestellter i.R.
13 Andrea Kohler (53), Sachbearbeiterin Controlling
14 Manuela Braun (45), Nageldesignerin
15 Karl-Heinz Haag (74), Polizeibeamter i.R.
16 Ivy Flauger (34), Assistenz der Geschäftsleitung
17 Elisabeth Boecker (64), Ärztin
18 Lukas Haag (28), Fachleiter Werkzeugbau
19 Dominik Mahr, Fachkrankenpfleger für Psychiatrie
20 Silke Saarow (52), Medizinische Fachangestellte
21 Jannick Ott (24), Fachinformatiker
22 Nadine Machetanz (46), Versorgungsassistentin Intensivstation
23 Dietmar Stirling (72), Kaufmann
24 Gabi Geißdörfer (72), Kaufmännische Angestellte i.R.

Freie Wähler Neustadt stellen Stadtratsliste auf – mit Herz für Heimat und klarer Haltung

Neustadt an der Aisch – Mit einem klaren Bekenntnis zur Heimat und ohne leere Versprechungen ziehen die Freien Wähler in den Kommunalwahlkampf 2026. In einer Gaststätte stimmten die Mitglieder über die 24-köpfige Stadtratsliste ab – das Ergebnis: 14 gültige Stimmzettel, 14-mal Zustimmung. Die Kandidierenden waren mit ihrer Anzahl sogar in der Überzahl, was der harmonischen Atmosphäre jedoch keinen Abbruch tat.

Spitzenkandidat und Bürgermeisteranwärter ist Elektromeister Harald Haag aus Unternesselbach. Er hatte bereits im Oktober seine Bewerbung für das Bürgermeisteramt angekündigt und setzt nun auf eine engagierte Mannschaft: „Mit dieser Liste können wir im Stadtrat auf die Fünf-plus-Plätze abzielen“, formulierte er ein ehrgeiziges Ziel.

Langjährige Stadträte wie Kerstin Rauner und Reinhard Wendel zeigten sich stolz auf die Ausgewogenheit der Liste. Besonders die hohe Frauenquote von zehn Kandidatinnen wurde hervorgehoben – „das muss uns erst mal jemand nachmachen“, betonte Wendel.

Ein bekanntes Gesicht auf der Liste ist auch der scheidende Kreisbrandrat Alfred Tilz, der seinen kommunalpolitischen Fokus künftig verstärkt auf die Sicherheitspolitik legen will. Wahlversprechen lehne er – wie auch Kerstin Rauner – entschieden ab. Es brauche stattdessen „gesunden Menschenverstand“.

Vielfalt bei Alter und Themen

Auf Listenplatz 5 steht Werner Rauner, langjähriger Amtsleiter der Stadt. Nach seinem Berufsleben wolle er nun die politische Seite der kommunalen Arbeit kennenlernen. Direkt hinter ihm folgt Katrin Uano, Grundschullehrerin und einstige Karpfenkönigin. Nach Jahren in München ist sie zurück in der Heimat – mit frischen Ideen für Bildung und Tourismus.

Der jüngste Bewerber, Jannick Ott (24), war bei der Versammlung verhindert, ließ jedoch ausrichten, er wolle sich besonders für Bürokratieabbau und den Ausbau frei zugänglicher Sportangebote einsetzen. Der älteste Kandidat, Karl-Heinz Haag (74), engagiert sich als stellvertretender Vorsitzender des Neustädter Seniorenrats und möchte auch im Stadtrat die Interessen der älteren Generation vertreten.

Emotional wurde es bei Silke Saarow (Listenplatz 20), Schwester von Kerstin Rauner: „Ich liebe unsere Stadt“, bekannte sie und kündigte den Fokus auf Senioren und Soziales an. Nadine Machetanz, Mutter von drei Söhnen, betonte auf Platz 22, dass sie „kampferprobt“ sei – was ihr bei politischen Auseinandersetzungen sicher zugutekommen werde.

Zukunft gestalten statt leere Versprechen

Zum Abschluss dankte Ortsvorsitzende Kerstin Rauner allen Kandidierenden für ihre Bereitschaft. Wahlkampf im klassischen Sinne werde es bei den Freien Wählern nicht geben. Vielmehr wolle man mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen, um gemeinsam Ideen für Neustadt zu entwickeln: „Unser Wahlprogramm erstellen wir zusammen – ohne leere Versprechungen. Denn wir wissen: Nicht alle Probleme lassen sich sofort lösen.“

Kandidatenlistung

1 Gerd Scheuenstuhl (61), Unternehmer
2 Johannes Loesch (41), Krankenpfleger
3 Ruben Schopper (26), Projektleiter
4 Klaus Boris Wunder (58), Gastronom
5 Timo Streitdner (24), Immobilienmakler
6 Dominik Tischer (28), Geschäftsführer
7 Sascha Heinold (46), Zimmerer

FDP Neustadt mit kleiner Liste für den Stadtrat – aber großem Gestaltungswillen

Neustadt an der Aisch – Die Freien Demokraten wollen bei der Kommunalwahl 2026 auch im Stadtrat Neustadt wieder eine Rolle spielen. Bei ihrer Nominierungsversammlung stellten sie jedoch lediglich sieben Kandidaten für die 24 zu vergebenden Sitze auf. Keine einzige Frau findet sich auf der Liste – was bei einer Partei, die sich sonst gerne als modern und gleichstellungsorientiert präsentiert, zumindest überrascht.

Angeführt wird die Liste von Ortsvorsitzendem Gerd Scheuenstuhl, der klare Ambitionen formulierte: „Ich möchte die Entwicklung Neustadts aktiv mitgestalten – nicht zuschauen, sondern mitentscheiden.“
In seiner Vorstellung unterstrich er, dass es der FDP darum gehe, „Verantwortung zu übernehmen, ohne Berufspolitik zu betreiben“. Die Kandidierenden seien Menschen, „die mitten im Leben stehen, keine Parteikarrieren im Kopf haben, sondern die Stadt voranbringen wollen“.

Ein Wahlziel wurde offiziell nicht formuliert – doch schon ein Einzug in den Stadtrat wäre angesichts der kurzen Liste ein Achtungserfolg.

Bürgermeisterkandidatur nicht ausgeschlossen
Scheuenstuhl kündigte zudem an, die FDP werde „in Kürze“ eine Kandidatin oder einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Neustadt vorstellen. Ob er selbst erneut antritt – wie zuletzt 2014, damals noch für die CSU –, ließ er offen.

Kommentar der Redaktion
Sieben Männer, keine Frau, 24 Plätze – viel Raum nach oben für die FDP Neustadt. Und doch: Der politische Wille, endlich wieder mitzumischen, ist spürbar. Man darf gespannt sein, ob die angekündigte Bürgermeisterkandidatur mehr Schwung in die Kampagne bringt – oder am Ende nur eine Fußnote bleibt.

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