Neustadt a.d. Aisch, Markt Erlbach, Neuhof a.d. Zenn, Emskirchen, Wilhelmsdorf i. Mfr., Hagenbüchach, Diespeck
Teilen? Dürft ihr immer noch! Aber weniger schriftlich, mehr mit Kopf – jedenfalls, wenn’s ums Dividieren in der Schule geht. Niedersachsens Kinder jubeln, Bayerns Eltern runzeln die Stirn. Und wir? Wir fragen uns: Ist Mathe in Zukunft nur noch Kopfrechnen light, oder haben die Vorschulkinder bald das letzte Mal einen Taschenrechner gesehen?
Worum geht’s? In Niedersachsen wird die schriftliche Division – die Königsdisziplin unter den Grundrechenarten – von der 4. in die 5. Klasse verlegt. Die Kinder sollen mehr Zeit bekommen, um das halbschriftliche Dividieren zu üben. Schriftliches Dividieren lebt, bleibt aber erstmal draußen vor der Tür. Ein Top-Mathe-Profi aus Erlangen sagt: Das ist gut so! Mehr spielerisches Lernen, weniger stures Auswendigrechnen.
So weit die Wissenschaft. Was denkt der Alltag? Eine Nürnberger Grundschullehrerin erzählt: „Halbschriftlich rechnen klingt erst mal nach leichter, aber das Ergebnis bleibt: Wer das Einmaleins nicht kann, hat bei jeder Variante schlechte Karten.“ Eine andere Kollegin ergänzt: „Wir brauchen Herausforderungen für die Kinder! Zu viel Vereinfachung – und die Motivation, Fehler auszuhalten, verschwindet!“
Und Bayern? Laut Kultusministerium bleibt alles, wie’s bisher war: Schriftlich teilen mit Divisoren bis zehn – und zwar in der 4. Klasse. Keine Änderung geplant. Vielleicht, weil in Bayern die Bildungsstudien schon Alarm schlagen: Mathe-Kenntnisse sinken, deshalb wird sogar mehr Mathe unterrichtet.
Klartext: In Deutschland wird das Rad gerade neu erfunden – oder vielleicht auch nur das Radiergummi. Unser Schulsystem war einmal begehrt wie die letzte Semmel vom Bäcker: klug, kritisch, gründlich. Warum all die Hektik? Weil die Welt und ihre Anforderungen sich verändern? Weil Google sowieso alles weiß und Smartphones für uns tippen? Oder weil wir Jugendlichen nicht mehr zumuten wollen, dass sie auch mal an ihren Aufgaben wachsen und scheitern?
Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
**“Rechnen, bis die Tablet-Batterie leer ist – oder: Warum die schriftliche Division nicht das Ende der Welt ist“**
Schulreformen sind heutzutage wie Software-Updates beim Handy: Jeder freut sich über ein neues Emoji, aber keine:r blickt mehr durch, was im Hintergrund wirklich passiert. Die Politik verändert die Lehrpläne öfter als Influencer:innen ihre Lieblings-Smoothies. Der wahre Clou: Nach 80 Jahren Schultradition weiß plötzlich niemand mehr, was junge Leute für die Zukunft brauchen.
Und während alle über das Dividieren diskutieren, bekommt ihr beim Jugendpsychologen weiterhin keinen Termin und im Geschichtsunterricht bleibt’s beim Mittelalter. Zukunft? Irgendwo zwischen Taschenrechner-App und Kopf kratzen.
Hätten wir auch digital lösen können. Aber Papier ist geduldig. Und Schüler:innen scheinbar immer weniger.
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