Neues aus dem Landkreis:

Höhere Löhne für Dachdecker*innen!

+ Dachdecker-Mindestlohn-Erhöhung

* IG BAU Unterstützung bei Lohnkontrolle
* Budgetierung und Finanzplanung

Neustadt an der Aisch, Neuhof an der Zenn, Emskirchen, Markt Erlbach, Wilhelmsdorf i. Mfr., Hagenbüchach, Diespeck

Dach hoch, Lohn hoch, Laune hoch? Ab Januar gibt’s mehr Bares für Dachdecker:innen! Was das für euren Geldbeutel vor Ort heißt – hier kommt die ehrliche Abrechnung.

Die IG BAU Mittelfranken macht Nägel mit Köpfen: Ab sofort kassieren Dachdecker:innen mit Gesellenbrief mindestens 16,60 Euro pro Stunde. Das sind – haltet euch fest – bei Vollzeit bis zu 100 Euro mehr im Monat. Ungelernte Kräfte kommen auch nicht zu kurz, für sie steigt der Mindestlohn jetzt ebenfalls: 14,96 Euro pro Stunde in den lokalen Betrieben. Im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim betrifft das etwa 70 Mitarbeiter:innen – also echte Menschen von hier.

Die Gewerkschaft ruft alle, die „nur“ den Mindestlohn bekommen, auf, die Januar-Lohnabrechnung genau zu checken. Fragen? Unterstützung gibt’s von der IG BAU per Telefon (0911/241369) oder Mail (nuernberg@igbau.de). Und es wird noch besser: Bereits für die nächsten zwei Jahre ist ein weiteres Lohnplus ausverhandelt!

Was bleibt nach Steuern und Abgaben wirklich übrig? Bei 2.656 Euro brutto pro Monat liegen laut Beispielrechnung rund 2.078,32 Euro netto (Steuerklasse 3) auf dem Konto. Klingt viel, doch wie viel bleibt am Monatsende mit den alltäglichen Ausgaben?

Hier das Kassensturz-Beispiel:
– Miete (warm): 750 €
– Lebensmittel: 350 €
– Auto & Co.: 250 €
– Handy/Internet: 50 €
– Freizeit/Kleidung: 100 €
– Versicherungen: 30 €
– Rücklagen: 100 €
Gesamtausgaben: etwa 1.650 €

Heißt: Gut 428 € bleiben übrig. Für’s Sparschwein, Urlaub, neue Dämmweste oder als Goldpolster für Notfälle.

Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
**„Oben drauf und trotzdem unten durch?“**
Mal ehrlich, wenn sogar der Dachdecker im Landkreis mit „mehr Netto vom Brutto“ durchs Jahr schaukelt als viele andere Berufe, dann ist das ein Grund zu feiern – oder zu staunen. 428 Euro Überschuss klingen erstmal nach fetter Ernte. Bis die nächste Stromnachzahlung reinschneit oder der Golf zum TÜV muss. Doch, Deckel drauf: Hut ab für diese Erhöhung! Nur leider: Wenn schon eine 1-Zimmer-Bude ein Drittel vom Lohn schluckt, wird’s mit Eigenheim, Luftballons und Bio-Gurke aus der Region trotzdem schwer. Liebe Politik, schaut mal nach oben: Dachdecker:innen zeigen uns – es geht gerechter! Und ganz ehrlich: Wer will aufs Dach steigen, wenn am Monatsende nicht mal genug im Kühlschrank ist?

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