Neues aus Neustadt:

Stadtrat blockiert Notfallordner für Krisenfälle

+ Kommunaler Notfall-Ordner abgelehnt

* Zuständigkeit und Größe von Kommunen
* Wahlkampf und Bürgerunterstützung

Neustadt an der Aisch

Brauchen wir in der Region einen Notfallordner? Neustadts Stadtrat stand kurz vor dem Ja – und hat’s dann doch gekippt! Nur eine Stimme hätte gereicht – aber jetzt müssen alle weiterhin im Papierchaos suchen, wenn’s wirklich brennt.

Worum ging’s?
Dritte Bürgermeisterin und Seniorenbeauftragte Heike Gareis hat einen Notfall- und Vorsorgeordner für Bürger:innen vorgeschlagen. Damit sollen alle wichtigen Dokumente – wie medizinische Infos, Notfallkontakte und Vollmachten – griffbereit zu Hause liegen, falls Retter:innen, Pflegekräfte oder Angehörige sie im Ernstfall brauchen. Das gibt’s in manchen Großstädten schon und hilft, Zeit und Nerven zu sparen.

Was ist passiert?
Im Stadtrat kam es zum Showdown: Einige fanden den Vorschlag top, andere unnötig oder unpraktisch. Ausgerechnet ein SPD-Kollege meinte, das Ganze sei nur Show im Wahlkampf. Andere fanden, so was müsse vom Landkreis kommen. Am Ende stand es 10:10 – Antrag abgelehnt.

Und sonst?
In Erlangen gibt’s sowas schon länger – dort als Ringbuch, das älteren Menschen das Leben erleichtert. Versicherungen bieten ähnliche Ordner meist teuer an. Schon in den Coronajahren zeigte sich: Viele Familien geraten in Panik, wenn plötzlich Papiere fehlen. Andere Kommunen setzen daher verstärkt auf strukturierte Informationsblätter für Bürger:innen.

Was sagen Expert:innen?
Viele Rettungsdienste und Sozialverbände befürworten übersichtliche Notfallordner: Sie können im Ernstfall Leben retten und Entscheidungsprozesse beschleunigen. Kritiker:innen befürchten Verwaltungsaufwand – und viele meinen, das gehöre nicht in die Verantwortung kleiner Städte.

Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
**Mit mehr Papier gegen das Chaos – oder warum der Stadtrat sich aufs Sortieren vertagt hat**
Liebe Neustädter:innen, es gibt Dinosaurier, die länger gebraucht haben, auszusterben, als die Stadträt:innen, um über einen Notfallordner abzustimmen. Ganz ehrlich: Die Stadt druckt Flyer für den Mühlenwanderweg, beteiligt sich aber nicht an der Ordnung im eigenen Haus? Rettungsdienste schlagen seit Jahren Alarm: „Bitte packt alle wichtigen Papiere in einen Ordner und deponiert sie sichtbar!“ Doch die Politik sagt: Lieber ein weiteres Gutachten, lieber noch ne Runde im Ausschuss. Vielleicht können wir dem Stimmzettel ja demnächst auch eine Patientenverfügung beilegen – dann spart man wenigstens einen Behördengang. Wer jetzt noch klar durchblickt, möge bitte den Stadträt:innen einen Packen Trennstreifen schicken. Für die Akte. Und das nächste Mal vielleicht einfach: JA sagen, wenn’s um sowas Wichtiges geht!

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