**Neuhof: Schulverband beschließt Haushalt – mehr Umlage, aber weiter klare Perspektive für Investitionen**
Der Haushalt des Schulverbandes für die Volksschule Neuhof war in der Sitzung schnell beschlossen. Trotz steigender Kosten bleibt die finanzielle Lage solide: Kredite sind nicht vorgesehen, gleichzeitig wird weiter in die Schule investiert. Besonders im Blick stehen dabei die geplante Sanierung des Pausenhofs und weitere Verbesserungen am Schulgebäude.
Kämmerin Ronja Ferber bezifferte das Gesamtvolumen des Haushalts auf **882.500 Euro**. Die **Schulverbandsumlage** liegt bei **390.000 Euro** und damit **60.000 Euro höher als im Vorjahr**. Als Grund nannte Ferber den geschlossenen Kooperationsvertrag des Mittelschulverbandes Aurach-Zenn. Die daraus entstehenden Mehrkosten liegen bei rund **86.500 Euro**. Diese sollen laut Kämmerin bis zum Schuljahr **2028/29 jährlich um zehn Prozent steigen**.
Der **Vermögenshaushalt** umfasst **302.500 Euro**. Die Zuführung dorthin beträgt **10.000 Euro** und liegt damit um rund **5.000 Euro unter dem Planansatz des Vorjahres**. Weil der Schulverband zum **31. Dezember 2025 schuldenfrei** war, kann diese Zuführung vollständig für Investitionen genutzt werden. Eine Kreditaufnahme ist nicht geplant.
An der Schule selbst wird weiter laufend saniert, wenn Bedarf besteht. Schulverbandsvorsitzende Claudia Wust erinnerte daran, dass bereits die Toiletten erneuert und ein Behinderten-WC eingebaut wurden. Für das laufende Jahr ist die **Erneuerung der Beleuchtung in der Turnhalle** vorgesehen. Außerdem soll der **Pausenhof saniert** werden.
Dabei ist eine größere Umgestaltung geplant: Der Schulhof soll von einer überwiegend asphaltierten Fläche zu einer **grünen Oase** werden, bei der auch das Thema **Wasser** eine wichtige Rolle spielt. Die Gemeinde Neuhof geht hier zunächst in Vorleistung. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Kämmerin auf rund **670.000 Euro**. Voraussichtlich werden davon **60 bis 80 Prozent gefördert**. Im Haushalt wurde zunächst mit einer Förderung von **60 Prozent** gerechnet. Der verbleibende Betrag wird später mit dem Schulverband verrechnet.
Auch die Schülerzahlen entwickeln sich weiter nach oben. Zum Stichtag **1. Oktober 2025** besuchten **217 Kinder** die Schule – das sind **14 mehr als im Vorjahr**. Davon kommen **135 Schülerinnen und Schüler aus Neuhof**, **78 aus Trautskirchen** und **vier aus Rügland**. Durch die gestiegenen Schülerzahlen verändert sich auch die Schulverbandsumlage pro Verbandsschüler: Sie steigt im Haushaltsjahr 2026 von **1.655 Euro auf 1.797 Euro**.
An der Sitzung nahmen unter anderem auch die Bürgermeister **Werner Wirth** aus Trautskirchen und **Werner Schicktanz** aus Rügland als Mitglieder des Gremiums teil. Ebenfalls anwesend war die Neuhöfer Schulleiterin **Kerstin Stiegler**. Sie berichtete auf Nachfrage, dass an der Schule alles „wunderbar“ laufe. In den zweiten Klassen werde aktuell das Projekt **Alltagskompetenzen** umgesetzt. Zudem gebe es immer wieder Projekte mit den **Naturparkrangern**.
Mit Blick auf das Thema **Demokratiebildung an Schulen** kündigte Claudia Wust an, in der Schule etwas zu **„Freiheit und Grenzen“** machen zu wollen. In diesem Zusammenhang sollen die Kinder die Gelegenheit bekommen, dabei zu sein, wenn die **Siebener einen Grenzstein setzen**. Auch ein Besuch im **Vermessungsamt** sei denkbar.
Zum Ende der Sitzung dankte Rüglands Bürgermeister Werner Schicktanz, dessen Amtszeit nun endet, dem Gremium für die gute Zusammenarbeit. Man sei „eine tolle Gruppe“ gewesen, sagte er. Positiv hob er außerdem hervor, dass es mit den Fördermitteln immer gut geklappt habe. Die Neuhöfer Schule sei in einem guten Zustand und dank der laufenden Sanierungen auf einem guten Weg. Einen weniger erfreulichen Vergleich zog er mit Dietenhofen: Dort regne es inzwischen ins Schulgebäude hinein.
**Kommentar der Redaktion:**
Wenn ein Haushalt schnell beschlossen wird, ist das oft ein gutes Zeichen – entweder, weil alles bestens vorbereitet war oder weil niemand Lust auf lange Zahlenkolonnen hatte. In Neuhof spricht derzeit vieles für die erste Variante. Klar ist aber auch: Schule kostet Geld, und gute Schule kostet meist noch etwas mehr. Dass trotzdem weiter investiert wird, ohne neue Schulden aufzunehmen, ist ein ordentliches Signal. Besonders spannend klingt der Plan für den neuen Pausenhof – weg vom Asphalt, hin zu mehr Grün. Wenn daraus wirklich eine kleine Oase wird, dürfte das nicht nur den Kindern gefallen, sondern auch allen, die finden, dass Schule mehr sein sollte als nur Matheheft und Pausengong.



