**Westmittelfranken wächst: Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zählt zu den Gewinnern der Bevölkerungsprognose**
Gute Nachrichten für unsere Region: Westmittelfranken gehört nach Einschätzung des Bayerischen Landesamts für Statistik zu den Gegenden in Bayern, die in den kommenden Jahren beim Thema Bevölkerung zulegen können. Besonders der Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim sticht dabei hervor – gemeinsam mit dem Landkreis Ansbach.
Wie aus einer aktuellen Vorausberechnung des Landesamts hervorgeht, sollen die Einwohnerzahlen in Bayern bis zum Jahr 2044 weiter steigen. Für den Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim wird ein Bevölkerungsplus von 2,6 Prozent erwartet. Genau derselbe Wert gilt auch für den Landkreis Ansbach. In Mittelfranken liegen beide Kreise damit direkt hinter der Stadt Erlangen und zählen zu den stärksten Wachstumsregionen.
Weniger positiv sieht die Entwicklung dagegen in einigen anderen Teilen Mittelfrankens aus. So muss die Stadt Ansbach laut Prognose mit einem Rückgang von zwei Prozent rechnen. Auch im Nürnberger Land (-1,7 Prozent), in Schwabach (-1,9 Prozent) und im Landkreis Fürth (-3,8 Prozent) werden sinkende Einwohnerzahlen erwartet.
Noch spannender wird der Blick auf die einzelnen Gemeinden. Im sogenannten Demografiespiegel mit dem Zieljahr 2038 zeigt sich, dass die Entwicklung vor Ort sehr unterschiedlich ausfallen kann. Im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim gilt Uehlfeld als stärkster Wachstumsort: Dort könnte die Bevölkerung um mehr als elf Prozent steigen. Auch Burgbernheim darf demnach mit einem zweistelligen Zuwachs rechnen. Auf der anderen Seite steht Ergersheim, wo ein Rückgang von rund zehn Prozent erwartet wird.
Im Landkreis Ansbach zeigt sich ebenfalls ein gemischtes Bild. Besonders die Kommunen südlich von Ansbach entlang der A6 und der Bahnstrecke Ansbach–Crailsheim können demnach auf stärkere Zuwächse hoffen. Im südlichen Landkreis fallen die Entwicklungen dagegen eher moderat oder rückläufig aus. Deutliche Ausnahmen sind Wassertrüdingen und Röckingen, für die ebenfalls ein starkes Wachstum erwartet wird. Gemeinden entlang der Frankenhöhe müssen hingegen eher mit sinkenden Einwohnerzahlen rechnen.
Eine besondere Randnotiz aus der Statistik: Dombühl im Landkreis Ansbach soll 2038 die jüngste Kommune in ganz Mittelfranken sein – mit einem prognostizierten Durchschnittsalter von 42,9 Jahren.
Bayernweit rechnet das Landesamt für Statistik bis 2044 insgesamt mit einem Bevölkerungsanstieg von 2,1 Prozent. Damit würde der Freistaat auf rund 13,53 Millionen Einwohner anwachsen. Zu den Regionen mit den größten Zuwächsen zählen neben dem Donauraum, dem Allgäu und Teilen Niederbayerns eben auch Westmittelfranken. Die stärksten Verluste werden dagegen an den nördlichen Außengrenzen Bayerns erwartet.
**Kommentar der Redaktion:**
Wenn selbst die Statistik sagt, dass unsere Region wächst, dann ist das mehr als nur eine trockene Zahl auf dem Papier. Es zeigt, dass der Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim als Lebensraum attraktiv bleibt – mit guter Lage, lebenswerten Orten und vielen Gemeinden, in denen man eben nicht nur wohnt, sondern daheim ist. Dass Uehlfeld und Burgbernheim besonders zulegen könnten, dürfte dort niemanden traurig machen. Und dass Ergersheim in der Prognose Federn lassen könnte, ist vielleicht auch ein Hinweis darauf, wie wichtig Infrastruktur, Wohnraum und Nahversorgung vor Ort bleiben. Kurz gesagt: Westmittelfranken ist offenbar nicht nur schön, sondern auch gefragt – und das ist doch einmal eine Schlagzeile, die man gerne liest.



