# Harmonischer Start in die neue Gemeinderatsperiode
## Andrea Rabert bleibt Zweite Bürgermeisterin in Wilhelmsdorf
**Wilhelmsdorf** – Der neue Gemeinderat in Wilhelmsdorf ist mit ruhigem Ton und ohne größere Reibereien in die neue Amtszeit gestartet. Bei der konstituierenden Sitzung wurde Andrea Rabert (FWG) mit 12 von 13 gültigen Stimmen erneut zur Zweiten Bürgermeisterin gewählt. Zum Dritten Bürgermeister bestimmte das Gremium Manuel Barth (CSU/FB), der sich mit sieben Stimmen knapp gegen Jutta Schnappauf-Weiß (UWG) durchsetzte.
Schon zu Beginn zeigte sich: In Wilhelmsdorf setzt man auf Kontinuität, aber auch auf pragmatische Entscheidungen. Zwar wurde kurz darüber gesprochen, ob ein Dritter Bürgermeister überhaupt noch notwendig sei – gerade mit Blick auf Einsparungen, wie sie in anderen Gemeinden bereits Thema waren. Dieter Bergler brachte dabei ins Spiel, man könne damit durchaus „ein Signal setzen“. Am Ende war sich der Rat aber einig, dass wegen häufig paralleler Termine und nur geringer zusätzlicher Kosten auch künftig an diesem Modell festgehalten werden soll.
Vor den Wahlen vereidigte Bürgermeister Rüdiger Probst die drei neuen Mitglieder des Gemeinderats: Johannes Gurt (CSU/FB), Jörg Wohlleb und Lukas Seibold (beide UWG). Probst selbst stand in diesem Jahr nicht zur Wahl.
Auch organisatorisch wurden die Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Das Sitzungsgeld bleibt unverändert bei 20 Euro. Ebenfalls beschlossen wurden die Satzung zum Gemeindeverfassungsrecht sowie die Geschäftsordnung – nahezu ohne Änderungen. Neu aufgenommen wurde allerdings ein Ausschuss für **Zivil- und Katastrophenschutz**. Hier soll laut Gemeinderat künftig besonders auf die stärkere Einbindung von Feuerwehr und Handwerk gesetzt werden.
Ein weiteres Thema war der Datenschutz. Die Aufgaben in diesem Bereich werden nicht weniger, eher im Gegenteil. Derzeit kümmert sich Stephanie Heyen auf Seiten der Verwaltung um den Datenschutz und unterstützt dabei das beim Landratsamt angesiedelte Datenschutzteam. Weil die Anforderungen aber auch in den Gemeinden immer umfangreicher werden, denkt man in Wilhelmsdorf mittelfristig darüber nach, diese Aufgabe an ein spezialisiertes Fachunternehmen zu vergeben.
In seinem Bericht ging Bürgermeister Probst vor allem auf die Sperrung der Erlanger Straße ein. Nachdem der Kanal ertüchtigt wurde, stehen nun die Sanierung der Gehwege sowie die Erneuerung der Fahrbahndecke der Kreisstraße an. Ziel ist, die Arbeiten bis zur Kirchweih im August abzuschließen. Probst bat die Anwohner und alle Betroffenen erneut um Verständnis für die Einschränkungen.
Vor der Kirchweih steht in Wilhelmsdorf aber noch ein weiterer fester Termin im Kalender: Am **14. Juni** findet das traditionelle **Rotdornfest** statt. Ausrichter sind in diesem Jahr die Ortsburschen und Ortsmadli.
## Ausschüsse und Gremien in Wilhelmsdorf
### Bau- und Umweltausschuss
*(beschließend bis 50.000 Euro)*
– Rüdiger Probst (Vorsitz)
– Robert Meyer (CSU/FB)
– Johannes Gurt (CSU/FB)
– Dieter Bergler (FWG)
– Patrick Winkelhöfer (FWG)
– Jutta Schnappauf-Weiß (UWG)
### Ausschuss für Kultur und Sport
– Rüdiger Probst (Vorsitz)
– Karin Eschenlohr (CSU/FB)
– Johannes Gurt (CSU/FB)
– Andrea Rabert (FWG)
– Lukas Seibold (UWG)
### Rechnungsprüfungsausschuss
– Manuel Barth (Vorsitz)
– Klaus Leibner (CSU/FB)
– Christian Ittner (FWG)
– Jörg Wohlleb (UWG)
### Ausschuss für Zivil- und Katastrophenschutz
– Rüdiger Probst (Vorsitz)
– Robert Meyer (CSU/FB)
– Dieter Bergler (FWG)
– Patrick Winkelhöfer (FWG)
– Jörg Wohlleb (UWG)
### Beauftragte und Funktionen
– Jugend: Lukas Seibold (UWG)
– Senioren: Andrea Rabert (FWG)
– Datenschutz: Stephanie Heyen
– Radwege: Franz Heinzler
– Wanderwege: Bernd Meyer
– Pressesprecher: Manuel Barth
**Kommentar der Redaktion:**
Ein Auftakt ohne großes Gerangel, ohne lange Grundsatzdebatten und mit klaren Entscheidungen – das ist in der Kommunalpolitik durchaus auch mal eine Nachricht. Gerade in kleineren Gemeinden zeigt sich oft, dass es weniger um Parteifarbe als um funktionierende Zusammenarbeit geht. Und wenn am Ende noch ein neuer Ausschuss für Zivil- und Katastrophenschutz entsteht, ist das mehr als nur ein Punkt auf der Tagesordnung – denn Vorsorge ist bekanntlich am wichtigsten, bevor es ernst wird. Jetzt bleibt aus Wilhelmsdorfer Sicht vor allem zu hoffen, dass die Baustelle in der Erlanger Straße wirklich bis zur Kirchweih fertig wird. Denn Festzelt und Umleitung sind auf Dauer selten ein Traumpaar.



