Neues aus Jobstgreuth:

Neue Parkplätze mit Aussicht stärken das Dorfbild

+ Dorferneuerung in Jobstgreuth macht sichtbare Fortschritte

* Kürzungen bedrohen künftige Dorfprojekte massiv
* Parkplatzprojekt deutlich günstiger als ursprünglich geplant

# Jobstgreuth investiert weiter in sein Dorfbild – neue Parkplätze mit Aussicht offiziell übergeben

Jobstgreuth macht weiter ordentlich Eindruck: Im westlichsten Ortsteil der Gemeinde Markt Erlbach sind nun die neuen Parkplätze am Friedhof und die befestigte Zubringerstraße offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. Und wer am Mittwochabend dabei war, merkte schnell: Hier wurde nicht einfach nur gebaut – hier wurde das Dorf weiter spürbar aufgewertet.

Rund 140 Einwohnerinnen und Einwohner begleiteten den kleinen feierlichen Akt. Verständlich, denn Parkplätze mit Blick ins Grüne und dazu noch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sind auch im ländlichen Raum keine Selbstverständlichkeit. In Jobstgreuth jedenfalls ist in den vergangenen Jahren bereits einiges entstanden: ein neuer Dorfplatz, ein umgestalteter Bereich rund um die Kirche, ein Blumenbeet, ein ertüchtigtes Feuerwehrhaus, ein erneuerter Containerstellplatz im Tal, ein verschönerter Weiher mit Ufersteinen, ein modernisierter Spielplatz sowie neue, ansprechende Sitzplätze im Ort.

Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß nutzte die Gelegenheit aber auch für einen deutlichen Hinweis auf die geplanten Kürzungen bei den Mitteln für die ländliche Entwicklung. Das sei seit Längerem bekannt, werde die Dorferneuerung künftig aber besonders hart treffen, sagte sie. Diese Fördermittel seien für die Orte ein „großes Konjunkturpaket“. Während in Jobstgreuth die Förderung bereits bewilligt sei und noch in voller Höhe fließe, müsse man sich bei anderen Projekten wie in Rimbach und beim Start in Mettelaurach wohl auf Einschränkungen einstellen.

Vor der Segnung durch Pfarrerin Rebekka Schüler blickte die Bürgermeisterin noch einmal auf die Entstehung des Projekts zurück: Bereits 2023 wurde die Vereinbarung für den Friedhofsparkplatz geschlossen, 2024 über Gestaltung, Materialien und Bepflanzung gesprochen, 2025 schließlich die Förderung beantragt und die Arbeiten vergeben. Die Bauarbeiten begannen Ende des vergangenen Jahres und wurden im April abgeschlossen. Im Mai folgte noch die Bepflanzung mit Mehlbeeren.

Auch finanziell gibt es gute Nachrichten: Statt der zunächst veranschlagten 85.700 Euro kostete die Maßnahme am Ende nur rund 62.000 Euro. Die Teilnehmergemeinschaft übernimmt davon 50 Prozent. Grund für die deutliche Unterschreitung der Kostenschätzung war laut Bürgermeisterin vor allem, dass die Planung durch die Verwaltung übernommen wurde und auch Tiefbau- und Pflanzarbeiten günstiger ausfielen als erwartet.

Baudirektor Joachim Reindler vom Amt für Ländliche Entwicklung zeigte sich mit den bisherigen Entwicklungen in Wilhelmsgreuth, Jobstgreuth und Markt Erlbach ebenfalls zufrieden. Er erinnerte zugleich daran, dass jeder eingesetzte Euro in der Regel ein Mehrfaches an Wirtschaftsförderung auslöse – und appellierte angesichts der angekündigten Kürzungen, diese Mittel unbedingt zu erhalten.

Ganz fertig ist Jobstgreuth damit noch nicht: Noch in diesem Jahr soll ein angedeuteter Fußweg entlang der Straße mit dem Bushäuschen zwischen oberem und unterem Dorf angelegt werden, ebenfalls mit den Pflastersteinen vom Friedhof, um die Sicherheit im Ort zu verbessern. Dafür stehen laut Reindler noch Fördermittel in Höhe von 110.000 Euro zur Verfügung, was Investitionen von bis zu 220.000 Euro ermöglicht.

Im Feuerwehrhaus wurde außerdem bekannt, dass am Mittwoch die Untersuchung des Bodengrundes der Ortsstraße beauftragt wurde. Sobald die Kostenschätzung vorliegt, kann die Planung für die Sanierung weitergehen. Um die Grenzabmarkungen wird sich zudem Reindlers Stellvertreter Friedrich Bauer kümmern.

*Foto: Markt Markt Erlbach*

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