Neustadt an der Aisch – Für Bürger:innen aus Neustadt, Markt Erlbach, Emskirchen, Wilhelmsdorf, Neuhof, Hagenbüchach & Diespeck.
Feuerwerk-Verbot knallhart durchgesetzt! Bierpreis-Schock auf der Kerwa! Stühle in der Markgrafenhalle? Kurzum: In Neustadt wird noch heiß diskutiert, egal ob’s um Bier, Möbel oder Wald geht. Neugierig, wie’s weitergeht? Wir nehmen euch mit zu den Highlights aus der aktuellen Stadtratssitzung.
*Was ist los in Neustadt?*
Der Stadtrat hat wieder einmal über alles beraten, was die Region bewegt – vom Pyro-Verbot bis zu neuen Windrädern. Hier kommen die wichtigsten Punkte.
**Feuerwerksverbot: Zwei Jahre – kein Zoff!**
Das Feuerwerksverbot in der Innenstadt wurde fast komplett eingehalten, so Bürgermeister Klaus Meier. Mehr als ein freundlicher Wink vom engagierten Sicherheitsdienst war gar nicht nötig. Gute Nachrichten also für Menschen, Tiere und Brandschutz!
**Das große Neustadt-Treffen**
Von 14. bis 17. Mai geht’s für die Delegation aus Neustadt nach Bergneustadt (NRW) zum großen Städtetreff. Wer dabei sein will, kann sich beim Stadtmarketing (09161/666-14 oder stadtmarketing@neustadt-aisch.de) melden – es wartet ein fettes Festprogramm mit Festabend und Umzug.
**Feuerwehr, Kerwa und Bierpreise – wer zahlt, trinkt (teuer)**
Feuerwehrkommandant Andreas Meyer bleibt im Amt, das wurde formell bestätigt. Und bei der Kirchweih wurde gestritten: Der Bierpreis steigt ab 2027 auf 11,20 Euro pro Maß. Bisher entschieden günstige Bierpreise oft darüber, wer auf der Kerwa ausschenken durfte – jetzt ist’s festgelegt. Weniger Diskussion, mehr Planbarkeit – dafür ein bisschen teurer fürs Feier-Volk.
**Einweggeschirr? Nein, danke!**
Die Stadt macht’s offiziell: Wegwerfgeschirr wird auch weiterhin per Vertrag untersagt. Günther Leidenberger (Grüne) pochte auf ein festes Verbot, aber Bürgermeister Meier sagt: „Das kommt eh immer rein – erinnert euch an früher, da waren die Bänke voll damit!“
**Tanzen und Sanieren: Neustadt investiert**
Eine alte Werkzeugfabrik in der Parkstraße wird zur Tanzschule. Einstimmig beschlossen. Und die Turnhalle der Grundschule Markgrafenstraße soll ins Bundes-Förderprogramm für Sportanlagensanierung. Kurz: Energetisch besser, aber das Geld ist knapp und viele andere Städte wollen auch was vom Bundes-Kuchen.
**Bauen für Familien – aber auf Kosten vom Wald**
Im Ortsteil Herrnneuses entsteht das Baugebiet „Im Kirchhoffeld II“. Dafür müssen 1.600 Quadratmeter Wald weichen, was Naturfreund:innen richtig sauer aufstößt. Die Kritik kam vor allem von den Grünen, aber der Stadtrat winkte das Ganze gegen wenige Gegenstimmen durch.
**Markgrafenhalle – Vorher Stühle, dann (vielleicht) Tische**
Nach 50 Jahren fällt das Mobiliar in der Markgrafenhalle fast auseinander – „Zu 98 Prozent sind die Dinger kaputt“, sagt der Hausmeister. Für rund 150.000 Euro gibt’s wohl bald neue Stühle. Neue Tische? Später mal. Die Haushaltskasse ist eh schon auf Diät. Spätestens wenn die Halle innen frisch glänzt, soll außen auch der Name „Markgrafenhalle“ wieder besser sichtbar werden, vielleicht sogar mit Retro-Deko aus alten Tagen.
**Windkraft im Wald: Neustadt mischt mit**
Insgesamt sieben neue Windräder sind im großen Waldgebiet zwischen Schellert, Oberroßbach und Losaurach geplant. Für das eine auf Neustädter Gebiet gibt der Stadtrat jetzt grünes Licht. Das Investment in grüne Energie ist nicht ohne: Rund 57.000 Quadratmeter Wald werden umgegraben, 18.000 davon verschwinden dauerhaft. Beim Rest wird aufgeforstet – so das Versprechen.
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**Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):**
**Bier teurer, Wald kleiner, Stühle älter: Neustadt 2024!**
Die ökologische Katastrophe beginnt bekanntlich nicht im Amazonas, sondern oft auf unseren lokalen Festen bei der Diskussion über Bierpreise und Baumfällungen. Man hätte es ahnen können: Wer ein Windrad will, muss erst Omas Sessel durch moderne Sitzlandschaften ersetzen. Und weil wir draußen weniger Bäume haben, bauen wir drinnen neue Stühle – das nennt man im Amtsdeutsch wahrscheinlich „ausgleichende Gerechtigkeit“.
Am Ende bleibt für die Bürger:innen die Frage: Was wiegt schwerer – der letzte uralte Eichenbaum oder der aktuelle Preis für die Maß auf der nächsten Kerwa? Tja, wie beim Feuerwerk: Manchmal reicht einfach ein bisschen Anstand. Oder ein Security mit Nachdruck.
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