Neues aus Dietenhofen:

Playmobil-Produktion zieht um, Unsicherheit bleibt

+ Schließung des Playmobilwerks in Dietenhofen

* Verlagerung für Wettbewerbsfähigkeit
* Verhandlungen zur sozialen Umsetzung

Dietenhofen

Playmobil macht in Dietenhofen dicht! 350 Jobs stehen auf dem Spiel. Was bedeutet das für unsere Region? Hier erfahrt ihr, warum viele jetzt Sorgen haben – und wie es für die Beschäftigten weitergehen kann.

Das Wichtigste: Die Horst Brandstätter Group, bekannt durch Playmobil und Lechuza, verlagert die Produktion der Marke Playmobil von Dietenhofen auf andere Werke. Das Unternehmen nennt als Grund eine „strategische Neuausrichtung“. Heißt im Klartext: Es wird zu teuer, die beliebten bunten Figuren hier vor Ort herzustellen.

Für rund 350 Mitarbeiter:innen in Dietenhofen ist das ein Schock. Die Geschäftsführung hat angekündigt, die Umstrukturierung bis Ende Juni über die Bühne zu bringen. Die Standorte in Herrieden (Logistik) und Zirndorf (Verwaltung, Marketing und Produktentwicklung) bleiben nach Firmenangaben erhalten. Auch die Produktion der Marke Lechuza läuft in Dietenhofen weiter – aber eben nicht mehr Playmobil.

Was steckt dahinter? Wie überall in Deutschland steigen auch hier Energie-, Lohn- und sonstige Betriebskosten. Das Unternehmen spricht von „Effizienzpotenzialen“ und „Synergien“. Bedeutet übersetzt: Woanders ist es billiger zu produzieren, und das Presswerk zieht um. Für die Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit, so die offiziellen Worte.

Die Beschäftigten wurden am 3. Februar in einer Versammlung informiert. Betriebsrat und Geschäftsführung wollen immerhin eine sozialverträgliche Lösung finden – Stichwort „Transfergesellschaft“. Das klingt nach Hoffnung, ist aber oft der erste Schritt in die Arbeitslosigkeit.

**Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität): „Mensch ärgere Dich nicht – um deinen Job“**
Tja, Playmobil zieht ins Ausland ab – und bei uns bleibt das Gefühl, selbst nur noch eine Figur im Spiel der Großkonzerne zu sein. Natürlich: Die Wirtschaft, die Kosten – das kennen wir alles. Doch irgendwas läuft falsch, wenn Treue, Handwerk und Jobgarantie gefühlt weniger schützen als die letzte Ritterburg vor dem Großangriff durch Billiglöhne. Im Märchenland der Wirtschaftswunder bleibt am Ende nur plastic fantastic – aber ohne Happy End.

Ihr wollt mehr wissen oder mitdiskutieren? Schaut auf unsere Facebook– oder Instagram-Seite und sagt uns eure Meinung zu Playmobil, Arbeitsplätzen in der Region und was ihr euch für unsere Heimat wünscht!

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