Markt Erlbach
Knallhartes Teamwork im Rathaus? Streit, Diskussion und am Ende doch ein kühles Bier gemeinsam! Im kleinen Markt Erlbach beweist die Lokalpolitik, dass Miteinander möglich ist – selbst, wenn es in der Welt gerade überall kracht.
Markt Erlbachs Kommunalpolitik gibt sich konstruktiv und kämpft fair – das wünschen sich Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß und der Gemeinderat auch für die Zukunft. In ihrer Rede zum Jahresabschluss erinnerte Kreß daran, dass weltweit so viele Krisenherde lodern wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr – 61 Stück in 36 Ländern. Das macht selbst kleine Gemeinden wie Markt Erlbach nicht unberührt: Wirtschaft schwächelt, Sozialausgaben explodieren, die Welt scheint ständig gereizt. Statt aufzugeben, fordert Kreß „kleinere Brötchen backen“, Demut und mehr Leistungsbereitschaft.
Vor allem aber: Besser miteinander streiten! Denn auch wenn im Gemeinderat mal hart diskutiert wird – nach der Sitzung ist man wieder freundlich beieinander. Ein Gegenentwurf zur „dauergereizten Gesellschaft“, wie sie es nennt.
Aber es gab auch gute Nachrichten: Die Dorferneuerungen in den Ortsteilen kommen voran, das Regenrückhaltebecken am Weingartenweg schützt vor Unwettern, und das große Open Air war trotz Regen ein Erfolg. Feuerwehr und Verwaltung wurden modernisiert, die Bürgerversammlung als Spaziergang ausprobiert (Beweis: Viele Leute fanden’s super!).
Personelles gab’s auch: Geschäftsleiter Sebastian Gaukler könnte als Bürgermeister nach Heilsbronn wechseln. Im Fall der Fälle übernimmt die erfahrene Andrea Tiefel die Leitung in Markt Erlbach. Und was wünschen sich die Ratsmitglieder für 2026? Weiterhin ehrgeizige, gesunde und lösungsorientierte Kolleg:innen – weil manchmal das Leben härter zuschlägt als jede Diskussion im Sitzungssaal.
Am Ende bleibt: Der Kampf für ein gutes Klima beginnt direkt hier im Ort. Egal, wie die Welt draußen aussieht.
Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
**Teamgeist statt Team-Krise – oder: Wie man im Gemeinderat nicht Amok läuft**
Wenn draußen die Welt im Katastrophenmodus blinkt, machen’s die Erlbacher:innen einfach wie beim Dorffest – zusammenhalten, anstoßen, weitermachen. Streit? Klar! Aber bitte mit Anstand, ohne Shitstorm und wenn’s vorbei ist, hat man schon wieder vergessen, worum’s ging. Falls das alle mal probieren würden, hätten die Politiker:innen in Berlin mehr Langeweile als bei einer Gemeinderatssitzung im Sommer. Und falls Ihnen jetzt das Herz aufgegangen ist bei so viel Lokalidylle: Keine Panik, nächste Woche gibt’s wieder Rauchzeichen aus dem Sitzungssaal. Ehrenwort.
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