12. Dezember 2025

Wilhelmsdorf

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Wilhelmsdorf

Jetzt wird’s spannend für Wilhelmsdorf! Ratsbeschlüsse, neue Friedhofsgebühren und ein Weihnachtsmarkt—hier bleibt kein Thema unter dem Christbaum. Warum die Gemeinde jetzt beim großen Miteinander „Frankens Mehrregion-IKZ“ mitmischt, lest ihr hier!

Worum geht’s?
Der Gemeinderat Wilhelmsdorf hat in seiner letzten Novembersitzung einige wichtige Themen besprochen, die das Leben vor Ort betreffen—von Glasfaser bis Grabnutzungsgebühr.

Wer? Was? Wann? Wo? Warum?

Los ging’s mit Infos von Bürgermeister Rüdiger Probst. Die erfreuliche Nachricht: Der Glasfaserausbau muss wetterbedingt auf 2026 verschoben werden—also weiterhin WLAN im Schneckentempo. Dafür dürfen sich alle am 13. Dezember ab 15 Uhr auf den legendären Wilhelmsdorfer Weihnachtsmarkt freuen. Und an alle Weihnachtsfans: Probst hat schon mal frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr gewünscht!

Wichtiger Punkt: Wilhelmsdorf steigt gemeinsam mit 38 anderen Gemeinden in die sogenannte „Frankens Mehrregion-IKZ“ ein. Damit will man mehr zusammenarbeiten, Ressourcen bündeln und wirklich nachhaltige Lösungen für unsere Region schaffen. Noch gibt’s aber keinen unterschriebenen Vertrag—nur das feste Vorhaben, ein bisschen enger zusammenzurücken.

Auch beim Mittelschulverbund Aurach-Zenn gab’s Anpassungen: Neue Definitionen, Aufwandspauschalen und frische Regeln zur Schülerbeförderung. Der Rat hat alles einstimmig abgesegnet.

Auf dem Friedhof wird’s moderner: Es gibt jetzt Urnengrabplätze mit Einfassung im Norden und mit Granitplatte im Süden. Die Gebühren passen sich an—aber keine Angst, alles bleibt im verträglichen Rahmen. Auch die Satzung zur Gebührenordnung wurde entsprechend angepasst, damit bei Trauerfeiern alles rechtens läuft.

Hintergrund aus dem Netz:
Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) gilt als Wegweiser für kleinere Gemeinden in Deutschland. Laut Studien können Kommunen durch geteilte Verwaltung Millionen sparen und für Bürger:innen schneller Entscheidungen treffen. Für viele Bereiche—auch Bildung, Nahverkehr oder Energie—ziehen immer mehr Dörfer und Kleinstädte gemeinsam an einem Strang. Und: Jeder Euro, der nicht in Doppelstrukturen fließt, kann in Spielplätze, Schulsanierungen und Kultur vor Ort investiert werden.

Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
„Achtung, wir werden effizient! – oder: Wenn deutsche Gemeinden Händchen halten“

Es ist passiert. Kleine Gemeinden geloben Kooperation, Politiker:innen feiern Friedhofsgebühren als Fortschritt, und irgendwo liegt immer noch der Glasfaserausbau im Schlummermodus. Man weiß nicht, ob Jubel oder ein weiterer Schokonikolaus fällig ist. Aber hey—Kooperation ist in Deutschland das neue Schwarz. Bald dürfen wir Zeuge werden, wie Wilhelmsdorf & Friends im Workshop-Reigen Aufgaben hin und her jonglieren. Ein bisschen fühlt sich das an wie bei Familienfeiern: Erst redet keiner mit niemandem, dann sitzen alle am selben Tisch und möchten die Kartoffeln effizienter durchreichen. Wer weiß, vielleicht klappt’s diesmal mit Digitalisierung und besserer Schüler:innenbeförderung. Und wenn nicht? Wenigstens bleibt der Weihnachtsmarkt wie immer—auf uns ist Verlass!

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Markt Erlbach

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Markt Erlbach

Knallhartes Teamwork im Rathaus? Streit, Diskussion und am Ende doch ein kühles Bier gemeinsam! Im kleinen Markt Erlbach beweist die Lokalpolitik, dass Miteinander möglich ist – selbst, wenn es in der Welt gerade überall kracht.

Markt Erlbachs Kommunalpolitik gibt sich konstruktiv und kämpft fair – das wünschen sich Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß und der Gemeinderat auch für die Zukunft. In ihrer Rede zum Jahresabschluss erinnerte Kreß daran, dass weltweit so viele Krisenherde lodern wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr – 61 Stück in 36 Ländern. Das macht selbst kleine Gemeinden wie Markt Erlbach nicht unberührt: Wirtschaft schwächelt, Sozialausgaben explodieren, die Welt scheint ständig gereizt. Statt aufzugeben, fordert Kreß „kleinere Brötchen backen“, Demut und mehr Leistungsbereitschaft.

Vor allem aber: Besser miteinander streiten! Denn auch wenn im Gemeinderat mal hart diskutiert wird – nach der Sitzung ist man wieder freundlich beieinander. Ein Gegenentwurf zur „dauergereizten Gesellschaft“, wie sie es nennt.

Aber es gab auch gute Nachrichten: Die Dorferneuerungen in den Ortsteilen kommen voran, das Regenrückhaltebecken am Weingartenweg schützt vor Unwettern, und das große Open Air war trotz Regen ein Erfolg. Feuerwehr und Verwaltung wurden modernisiert, die Bürgerversammlung als Spaziergang ausprobiert (Beweis: Viele Leute fanden’s super!).

Personelles gab’s auch: Geschäftsleiter Sebastian Gaukler könnte als Bürgermeister nach Heilsbronn wechseln. Im Fall der Fälle übernimmt die erfahrene Andrea Tiefel die Leitung in Markt Erlbach. Und was wünschen sich die Ratsmitglieder für 2026? Weiterhin ehrgeizige, gesunde und lösungsorientierte Kolleg:innen – weil manchmal das Leben härter zuschlägt als jede Diskussion im Sitzungssaal.

Am Ende bleibt: Der Kampf für ein gutes Klima beginnt direkt hier im Ort. Egal, wie die Welt draußen aussieht.

Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
**Teamgeist statt Team-Krise – oder: Wie man im Gemeinderat nicht Amok läuft**

Wenn draußen die Welt im Katastrophenmodus blinkt, machen’s die Erlbacher:innen einfach wie beim Dorffest – zusammenhalten, anstoßen, weitermachen. Streit? Klar! Aber bitte mit Anstand, ohne Shitstorm und wenn’s vorbei ist, hat man schon wieder vergessen, worum’s ging. Falls das alle mal probieren würden, hätten die Politiker:innen in Berlin mehr Langeweile als bei einer Gemeinderatssitzung im Sommer. Und falls Ihnen jetzt das Herz aufgegangen ist bei so viel Lokalidylle: Keine Panik, nächste Woche gibt’s wieder Rauchzeichen aus dem Sitzungssaal. Ehrenwort.

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Markt Erlbach

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Markt Erlbach

Rein ins Wasser – oder doch erst lesen? Das Rangaubad in Markt Erlbach ist viel mehr als nur ein Schwimmbad! Wer an Wellness, Sport und nachhaltige Technik denkt, ist hier genau richtig.

Worum geht’s?
Das Rangaubad in Markt Erlbach ist DER Treffpunkt für Wasserratten und Erholungssuchende in unserer Region. Das familienfreundliche Hallenbad ist nicht nur topmodern und inklusiv, sondern setzt auch ein dickes Ausrufezeichen in Sachen Klimaschutz.

Was läuft wann, wo, für wen?
Das Bad am Zennhäuser Weg ist barrierefrei, warm (Wasser 30°C!) und bietet jede Menge Abwechslung:
– Für Kleinkinder gibt’s Wassergewöhnung, für Kids Schwimmunterricht (alle lokalen Kitas sind dabei!) und jede Menge Kurse von Schwimmschulen.
– Die DLRG sorgt für sicheres Baden, bietet Rettungsschwimmer:innen-Ausbildung – und bewacht das Bad ehrenamtlich. Ohne unsere engagierten Lebensretter:innen wäre das Hallenbad nicht das, was es ist!
– Auch Erwachsene und Senior:innen kommen beim Aquafitness, bei Kursen oder beim Seniorenschwimmen voll auf ihre Kosten.
– Highlight: Die „Blaue Stunde“ – entspannte Musik und Schwimmen bei Dämmerlicht. Termine 2026: 09.01., 13.02., 20.03., 16.10., 20.11. – immer freitags 19–21 Uhr.

Und sonst so?
Das Rangaubad läuft zu 100% mit Sonnenstrom dank Photovoltaikanlage. Beheizung? Auch hier alles öko: Nahwärme! Cool: Das Becken hat einen Hubboden (kann von 0 bis 1,80 Meter verstellt werden), was vor allem den Kleinsten zugutekommt und Profi-Kurse für alle Schwimmniveaus möglich macht.

Schließtage: Einige Termine für 2025/26/27 sind vorgemerkt, also vor dem Schwimmvergnügen auf der Website (oder bei uns) nachsehen!

Preise? Super sozial:
– Erwachsene 4 €, Zehnerkarte 35 €, Jahreskarte 140 €
– Kinder/Jugendliche (6–15 Jahre) 2 €, Zehnerkarte 17 €, Jahreskarte 85 €
– Rabatte für Rentner:innen, Schüler:innen, Studierende, Menschen mit Behinderung
– Unter 6 Jahren (in Begleitung) & Begleitpersonen von Menschen mit „B“-Ausweis: frei!

Wissenswert: Das Bad öffnete 2014 seine modernen Pforten nach nur 1,5 Jahren Bauzeit (Kosten: 3,5 Mio. €) – und ist heute DER Ort für Schulsport, Kinderspaß, Vereine und viele regionale Wettkämpfe.

Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
**Mehr als Chlor und Plansch – hier wird regionaler Zusammenhalt gebadet!**
Ganz ehrlich: Wenn sogar der Strom aus Sonnenlicht sprudelt und die DLRG ehrenamtlich am Rand steht, ist das Rangaubad so ziemlich das Gegenteil von teurer Spaßtherme mit Parkplatzsuche und Pommes für 8 Euro. Hier kostet’s wenig, gibt’s viel – und wer auf #TeamZukunft setzt, plantscht hier mit gutem Gewissen.
Ob’s am Klima, am Teamgeist oder daran liegt, dass’s in Mittelfranken einfach nie langweilig wird? Am besten selbst eine Bahn ziehen. Denn so ein Rangaubad hat schon was von Dorfzentrum – nur nasser.

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alle

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Neustadt an der Aisch, Uffenheim, Sugenheim – für alle, die sich für die Tafel, Soziales und Ehrenamt in Mittelfranken interessieren

**Nicol weg – aber das Chaos bleibt! 30.000 Euro fehlen – und jetzt? Wer rettet unsere Tafel?**

Da bleibt einem der Kaffee im Hals stecken: Bei der Aischgründer Tafel „Iss was“ hat Ex-Chef Thomas Nicol schwergewichtige Spuren hinterlassen. Im aktuellen Kassenbericht zeigen sich nicht nur große Löcher, sondern auch jede Menge Fragen – und haufenweise Ärger bei den Tafel-Helfer:innen.

**Worum geht’s?**
Bei der Tafel war’s über ein Jahr richtig ungemütlich: Nach dem Aus des ehemaligen Vorsitzenden Thomas Nicol wurde Stück für Stück klar, dass er dem Verein ordentlich Kosten und Chaos hinterlassen hat. Jetzt musste der neue Vorstand unter Brigitte Stuckert reinen Tisch machen – und das öffentlich.

**Was ist passiert? Wer? Was? Wann? Wo?**
Die Tafel „Iss was“, Anlaufstelle für günstige Lebensmittel in der Aurach-Zenn-Aisch-Region, tagte in Sugenheim. Im Zentrum der Sitzung: Ein fettes Finanzloch und jede Menge unerledigter Angelegenheiten, für die vor allem das Ehepaar Nicol verantwortlich gemacht wird. Die Vorsitzende Brigitte Stuckert fand bei Übergabe leere Konten, zerstörte Bankkarten, verweigerte Passwörter und abgeschnittene E-Mail-Zugänge vor. Ohne Zugriff aufs Vereinsvermögen stand „Iss was“ vor der Insolvenz – während reihenweise Mahnungen ins Postfach flatterten.

**Wie schlimm ist es?**
Rund 30.000 Euro fehlen. Belege sind verschwunden, Einkäufe sind vakant, Verdacht auf private Bereicherung steht im Raum. Strafanzeige läuft – noch ist nicht klar, wie viel die Tafel je zurückbekommt. Und ausgerechnet die, die helfen wollen, mussten zusehen, wie alles zusammenbricht: Mieten, Fuhrparkkosten und Versicherungen fressen das Vereinskapital auf.

**Warum konnte das so schiefgehen?**
Ganz einfach: Die alte Satzung erlaubte Nicol ein Chef-Dasein ohne Kontrolle. Kassenprüfer:innen? Nicht vorgesehen. Nachfragen? Unerwünscht. Wer widersprach, wurde gleich rausgeworfen oder „strafversetzt“. Hemdsärmeliges Management, aber: Legal war’s – und der Schaden landet jetzt bei den Bedürftigen.

**Wie geht’s weiter?**
Jetzt sollen neue Regeln her: Mehr Kontrolle, weniger Macht für Einzelpersonen, erstmals mit Kassenprüfung. Preise für Lebensmittel werden leicht steigen, Sponsoren werden händeringend gesucht. Die neue Tafel-Leitung kämpft unermüdlich weiter. Hoffnung gibt’s trotzdem: Frischer Teamgeist weht durch die Organisation und zeigt, dass gemeinsames Anpacken auch in schweren Zeiten möglich ist.

Neueste Informationen (Anhang zur ursprünglichen Meldung):

Wie unsere Redaktion am Freitagmittag aus Justizkreisen erfahren hat, steht die Durchsuchung in Stübach in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der Tätigkeit von Thomas Nicol beim Tafel-Verein „Iss was“, auch wenn dieser zeitliche Nähe zur Jahreshauptversammlung hatte. Vielmehr soll es sich um einen eigenständigen Ermittlungskomplex handeln, in dem der Verdacht auf private Nutzung von Spendengeldern untersucht wird.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bamberg wurden bei der Durchsuchung elektronische Geräte und Unterlagen sichergestellt, die nun ausgewertet werden. Über die genaue Natur der möglichen Straftaten wollte die Behörde aufgrund des laufenden Verfahrens weiterhin keine Angaben machen.

Thomas Nicol selbst hat weiterhin nicht öffentlich Stellung bezogen. Eine schriftlich angefragte Stellungnahme unserer Redaktion blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Bereits im November war Nicol vom Amtsgericht Neustadt a.d. Aisch wegen mehrfachen Betrugs zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Auch dieses Verfahren, so wurde betont, steht in keinem direkten Zusammenhang mit der Tafel oder dem Verein „Iss was“.

**Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):**
### *“Ein Verein wie ein kaputtes Ikea-Regal – und keiner hat die Anleitung gefunden!“*
Tja, erst gibt’s einen großen Chef, der alles selbst macht, dann einen Scherbenhaufen, den keiner zusammenkehren will. Während die Politik das Ehrenamt feiert wie den neuen Tatort (nur spannender!), fehlen an der Basis Kaffeekasse, Kontrolle und klare Worte. Da sieht man mal wieder: Kontrolle ist besser als blindes Vertrauen – oder wie beim Staubsaugerbeutelwechsel nach drei Jahren. Plötzlich steht man im Dreck. Für die Tafel bleibt zu hoffen, dass nicht noch mehr Essenzettel im Nirvana verschwinden und dass „Hilfe“ demnächst vor allem bei denen ankommt, die sie brauchen. Oder anders: Vielleicht ist ja die neue Satzung der fehlende Imbusschlüssel. Viel Erfolg beim Schrauben!

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Emskirchen

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Schlüsselzuweisungen: Warum unsere Städte und Gemeinden davon abhängig sind – und was wir darüber wissen sollten

Kein Geschenk, sondern bitter nötig – wie der Freistaat Bayern Kommunen mit Steuergeld unterstützt (und warum das eigentlich ein Alarmsignal ist)

Wer die Zeitung in diesen Tagen aufschlägt, liest von Millionenbeträgen, die „aus München“ in die Region fließen. Auch im Landkreis Neustadt an der Aisch–Bad Windsheim wurde wieder gejubelt: Insgesamt über 53 Millionen Euro erhält der Landkreis über die sogenannten Schlüsselzuweisungen. Bad Windsheim freut sich über satte 4,3 Millionen Euro, Emskirchen über ein Plus von 400.000 Euro. Alles scheint gut.

Doch dieser Geldregen ist kein Weihnachtsgeschenk, wie es manchmal klingt. Es sind Steuergelder, auf die unsere Städte und Gemeinden dringend angewiesen sind, um überhaupt ihre Pflichtaufgaben zu erfüllen – und das ist das eigentliche Problem.

Die Gemeinde Emskirchen erhält im Jahr 2026 eine Schlüsselzuweisung in Höhe von 1.559.544 Euro, was einem deutlichen Plus von 405.496 Euro im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Die Stadt Neustadt an der Aisch muss dagegen einen drastischen Rückgang verkraften: Mit 1.343.704 Euro fällt die Zuweisung 1.295.764 Euro niedriger aus als 2025.

Auch Markt Erlbach erhält mit 1.337.704 Euro spürbar weniger – ein Minus von 474.200 Euro.

Die Gemeinde Diespeck bekommt 1.347.040 Euro, was einem moderaten Rückgang von 66.492 Euro entspricht.

Dietersheim erhält 721.092 Euro und damit 58.492 Euro weniger als im Vorjahr.

Für Neuhof an der Zenn stehen 715.440 Euro bereit, ein Rückgang um 109.992 Euro.

Die Gemeinde Trautskirchen bekommt 691.216 Euro, was ein Minus von 114.932 Euro bedeutet.

Hagenbüchach erhält 684.808 Euro, also 111.292 Euro weniger als 2025.

Am wenigsten bekommt erneut Wilhelmsdorf, mit nur 199.164 Euro – ein Rückgang um 41.016 Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Was sind Schlüsselzuweisungen überhaupt?
Schlüsselzuweisungen sind staatliche Finanzhilfen, die jährlich vom Freistaat Bayern im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs an Landkreise, Städte und Gemeinden gezahlt werden. Sie sollen für ausgeglichenere Lebensverhältnisse sorgen – unabhängig davon, ob eine Kommune reich an Gewerbesteuereinnahmen ist oder nicht.

Die Grundidee: Wer weniger selbst einnehmen kann, soll mehr bekommen, damit er dennoch die gleichen Aufgaben erfüllen kann wie eine wohlhabendere Kommune.

Wofür werden diese Gelder verwendet?
Anders als bei speziellen Förderprogrammen dürfen Schlüsselzuweisungen frei verwendet werden. Doch in der Praxis bleibt dafür kaum Spielraum. Sie dienen in erster Linie dazu, die sogenannten Pflichtaufgaben der Kommunen zu finanzieren:

Betrieb und Unterhalt von Schulen und Kindergärten
Ausstattung der Feuerwehren
Straßenunterhalt, Abfallwirtschaft und Abwasser
Sozialleistungen wie die Jugend- und Altenhilfe
Verwaltungskosten und öffentliche Sicherheit
Wer glaubt, dass mit den Zuweisungen Parks, Blumenbeete oder Kulturprojekte gefördert werden, liegt meist falsch. Die Realität ist: Das meiste Geld fließt in notwendige, gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben – und selbst dafür reicht es oft nicht aus.

Wie wird verteilt?
Die Höhe der Schlüsselzuweisungen wird jedes Jahr nach einem komplexen Verteilerschlüssel berechnet. Entscheidend ist dabei:

Steuerkraft der Kommune: Je mehr sie selbst über Grund-, Gewerbe- oder Einkommensteuer einnimmt, desto weniger bekommt sie.
Einwohnerzahl, oft gewichtet nach Aufgabenlast (z. B. viele Kinder = mehr Kindergartenbedarf)
Sonderfaktoren wie Zentralitätsfunktionen (z. B. Schulen für Nachbargemeinden)
Das bedeutet auch: Wer besonders viele Aufgaben für umliegende Orte übernimmt (z. B. Bad Windsheim), kann besonders profitieren.

Die Kehrseite: Abhängigkeit von Entscheidungen in München oder Berlin
Was in der Haushaltsdebatte oft vergessen wird: Dass viele Gemeinden überhaupt auf solche Gelder angewiesen sind, liegt nicht daran, dass sie schlecht wirtschaften – sondern an einem ungerechten Steuersystem und politischen Entscheidungen vergangener Jahrzehnte.

Die Kommunen dürfen nur einen Teil der Einkommensteuer behalten, obwohl sie vor Ort Leistungen erbringen.
Die Gewerbesteuer ist extrem schwankend und abhängig von einzelnen Unternehmen.
Gleichzeitig wurden ihnen immer mehr Aufgaben aufgebürdet – ohne dass die Finanzierung dauerhaft gesichert wurde (Stichwort: „Konnexitätsprinzip“ – wer bestellt, muss auch zahlen).
Das Ergebnis: Immer mehr Gemeinderatsentscheidungen hängen davon ab, ob gerade ein Förderprogramm läuft.

Ob eine neue Turnhalle gebaut wird, ein Radweg erneuert oder ein Feuerwehrhaus modernisiert – es entscheidet nicht der lokale Bedarf allein, sondern oft der Förderkatalog aus München oder Berlin.

Keine solide Grundfinanzierung – sondern Notoperation
In der politischen Kommunikation wirkt es oft so, als sei der Freistaat großzügig und „unterstütze“ die Kommunen. Tatsächlich muss er das – weil es anders gar nicht funktionieren würde. Die Gemeinden würden sonst ihre gesetzlichen Aufgaben nicht erfüllen können. Manche könnten nicht einmal mehr ihre Verwaltung bezahlen.

Die Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt (Freie Wähler) sagte es offen: „Unsere Kommunen müssen immer größere Ausgaben schultern, vor allem im Sozialbereich. Mit einer kräftigen Finanzausstattung sichern wir die Zukunft des Freistaats.“

Das stimmt – aber es zeigt auch, wie sehr die Basis unserer Demokratie vom Tropf zentraler Politik abhängig ist.

Fazit der Redaktion:
Der Geldsegen ist dringend nötig – aber er ist auch ein Warnsignal. Wenn Kommunen sich nur noch überleben können, weil ihnen jedes Jahr ein Millionenbetrag vom Land zugewiesen wird, ist das kein Zeichen von Stärke, sondern eines von struktureller Schwäche.

Statt sich über Millionen zu freuen, sollten wir diskutieren:

Warum darf eine Gemeinde wie Emskirchen nicht selbst über mehr Steuereinnahmen verfügen, obwohl sie die Arbeit vor Ort leistet?
Warum wird jedes Feuerwehrhaus zum Bittsteller in München?
Warum muss eine Kommune hoffen, ins richtige Förderprogramm zu rutschen, statt selbst zu entscheiden, was gebraucht wird?
Schlüsselzuweisungen sind notwendig. Aber sie sollten keine Dauerlösung sein.

Ein starkes Land braucht starke Kommunen – und das heißt: verlässliche, auskömmliche Finanzierung ohne politische Lotterie.

– Redaktion Neues an Aurach, Zenn und Aisch 💬

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