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**Mit offenen Ohren durch den Landkreis: Vogelstimmenwanderungen in Burghaslach und Weigenheim begeistern Naturfreunde**
Wenn früh am Morgen nicht das Handy, sondern Amsel, Pirol und Kleiber den Ton angeben, dann wird selbst das Aufstehen um sieben plötzlich ganz erträglich. Bei zwei Vogelstimmenwanderungen in Burghaslach und Weigenheim konnten Naturfreunde in diesem Mai die heimische Vogelwelt ganz nah erleben – mit spannenden Beobachtungen, seltenen Arten und vielen Infos rund um Natur, Landschaft und Artenvielfalt.
Den Auftakt machte am 2. Mai 2026 eine Vogelstimmenführung in Burghaslach. Trotz frischer neun Grad trafen sich bereits um 7:00 Uhr 13 naturinteressierte Teilnehmer, um gemeinsam mit Vogelexperte Hans Seitz die Umgebung rund um Burghaslach zu erkunden. Entlang des Kneippwegs konnten dabei insgesamt 41 verschiedene Vogelarten gehört oder beobachtet werden.
Neben bekannten heimischen Arten wie der Amsel sorgte vor allem der Kleiber für Begeisterung, der direkt am Baum beobachtet werden konnte. Auch ein Wendehals ließ sich entdecken – für viele sicher ein besonderer Moment. Während der Tour erklärte Hans Seitz anschaulich, wie wichtig abwechslungsreiche Lebensräume für die Vogelwelt sind. Außerdem gab er praktische Tipps, wie sich Vogelstimmen künftig leichter unterscheiden lassen.
Die zweite Wanderung fand am Muttertag, dem 10. Mai 2026, in Weigenheim statt. Gemeinsam mit Naturexperte Richard Ittner und in Zusammenarbeit mit der LBV-Kreisgruppe Neustadt/Aisch-Bad Windsheim erkundeten die Teilnehmer die vielfältige Landschaft rund um den Kapellberg. Die etwa sieben Kilometer lange Tour führte durch Streuobstwiesen, an Waldrändern entlang und vorbei an Weinreben.
Auch hier gab es viel zu hören und zu entdecken: Besonders eindrucksvoll waren die Beobachtungen des Pirols sowie mehrerer Neuntöter. Insgesamt wurden 43 verschiedene Vogelarten wahrgenommen. Außerdem gelang es, alle drei in der Region vorkommenden Taubenarten festzustellen: Hohltaube, Turteltaube und Türkentaube. Neben den Vogelstimmen standen auch die heimische Pflanzenwelt, Streuobstwiesen und Schmetterlinge der Region im Mittelpunkt.
Organisiert wurden beide Führungen vom Landschaftspflegeverband Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim im Rahmen des Projekts **„Mehr Baamaland für Frankens Mehrregion“**. Finanziert wird das Projekt über den Bayerischen Streuobstpakt aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz.
**Kommentar der Redaktion:**
Solche Angebote zeigen einmal mehr, wie viel Natur direkt vor unserer Haustür steckt – man muss nur früh genug wach sein und vor allem mal hinhören. Während viele den Morgen mit Kaffee beginnen, starteten die Teilnehmer hier mit Pirol, Wendehals und Neuntöter. Gar kein schlechter Tausch. Gerade Streuobstwiesen, Waldränder und strukturreiche Landschaften sind für viele Arten überlebenswichtig – und für uns Menschen oft die schönsten Ecken im Landkreis. Wer einmal bewusst einer Vogelstimme zugehört hat, merkt schnell: Unsere Region hat nicht nur schöne Ansichten, sondern auch einen ziemlich guten Soundtrack.



















