Neues aus Markt Erlbach:

Spatenstich für schnelles Internet

+ Glasfaserausbau in Markt Erlbach

* Herausforderungen durch Infrastrukturprojekte
* Bedeutung schnellen Internets für ländliche Regionen

**Spatenstich für schnelles Internet: Glasfaserausbau in Markt Erlbach startet**

Schnelles Internet ist längst kein Luxus mehr, sondern ein echter Standortfaktor – gerade im ländlichen Raum. In Markt Erlbach ist nun offiziell der Startschuss für den weiteren Glasfaserausbau gefallen. Mit einem symbolischen Spatenstich am Festplatz wurde eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Gemeinde sichtbar auf den Weg gebracht.

Zum Termin kamen neben Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß und Bauamtsleiter Michael Schlag auch der stellvertretende Landrat Hans Herold sowie mehrere Gemeinderätinnen und Gemeinderäte. Schon das zeigte: Für Markt Erlbach hat der Ausbau des schnellen Internets hohe Priorität.

Vorangetrieben wird das Projekt von **GlasfaserPlus**, also im Umfeld der Telekom, teils eigenwirtschaftlich und teils mit staatlicher Förderung. Die Tiefbauarbeiten übernimmt die Firma **Walter Bauer**. Für den Kernort Markt Erlbach werden dabei **1145 Haushalte** direkt mit Glasfaser bis ins Haus versorgt. Möglich sind künftig **Downloadgeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde**.

Darüber hinaus sollen **731 weitere Adressen** bis Mitte 2027 über ein Förderprogramm erschlossen werden. Auch wenn die Förderquote bei bis zu 90 Prozent liegt, bleibt der Ausbau für die Kommunen ein erheblicher Kostenfaktor.

Wie wichtig schnelles Internet inzwischen geworden ist, machte Hans Herold mit einem persönlichen Beispiel deutlich. Seine Familie versuche gerade, den Sohn aus München zurück in den Landkreis zu holen. Die klare Ansage sei dabei: Arbeiten von hier aus gehe nur mit Glasfaseranschluss.

Auch im Gemeinderat weiß man um die Bedeutung moderner Netze. Gemeinderat Volker Rudolph, selbst Elektroingenieur, sprach davon, dass die bisherige Verbesserung über Vectoring zwar geholfen habe, bei teils 50 bis 60 Jahre alten Telefonleitungen aber letztlich nur eine Übergangslösung sei. Er selbst habe bei seinem Anbieter sogar schon um weniger Leistung gebeten – zugunsten eines stabileren Netzes.

Für die ausführende Tiefbaufirma gab es beim Termin viel Lob. Bürgermeisterin Kreß erinnerte an bereits gute Erfahrungen bei einem früheren Infrastrukturprojekt in Losaurach. Gerade im Breitbandausbau sei es inzwischen schwierig, verlässliche Unternehmen zu finden. Immer wieder gebe es Probleme mit Firmen, die ausfallen oder unsauber arbeiten. In Markt Erlbach hofft man deshalb auf einen reibungslosen Ablauf.

Ganz ohne Herausforderungen startet das Projekt allerdings nicht. Aktuell wird auch die Staatsstraße Richtung Ansbach saniert. Die zusätzliche Baustelle durch den Glasfaserausbau wird daher nicht überall Begeisterung auslösen. Kreß bat dennoch um Verständnis: Auf den perfekten Zeitpunkt könne man bei einem so wichtigen Zukunftsprojekt nicht unbegrenzt warten.

Auch die Bürgerinnen und Bürger sind nun gefragt. Florian Bauer aus der Geschäftsführung der Tiefbaufirma rief dazu auf, bei Fragen direkt das Gespräch mit den Arbeitern vor Ort zu suchen. Oft lasse sich über provisorische Lösungen per Metall- oder Kunststoffplatten die Zufahrt zu Grundstücken ermöglichen. Kurzfristige Einschränkungen – etwa für einige Stunden kein Zugang zum Auto – könnten aber nicht immer ausgeschlossen werden.

Zugleich warb die Bürgermeisterin dafür, den **kostenlosen Hausanschluss** gleich mit zu beauftragen. Selbst wenn man ihn aktuell nicht benötige, steige dadurch der Wert der Immobilie deutlich. Wer später erst anschließen wolle, müsse die Kosten in der Regel selbst tragen.

**Kommentar der Redaktion:**
Glasfaser ist heute das, was früher Wasserleitung, Stromanschluss oder Telefon waren: eine Grundlage dafür, dass eine Gemeinde zukunftsfähig bleibt. Homeoffice, Streaming, digitale Schule, smarte Technik im Betrieb – all das braucht stabile Leitungen, nicht nur gutes Zureden ans alte Kupferkabel. Und ja: Baustellen nerven. Aber wenn man dafür am Ende nicht mehr zusehen muss, wie der Ladebalken gemütlich älter wird als manche Zimmerpflanze, dann lohnt sich das Warten wohl doch.

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