Neues aus dem Landkreis:

Finanzkrise stellt uns vor Herausforderungen

+ Landkreis muss sparen bei Pflichtaufgaben

* Kliniken mit hohem Defizit belastet
* Einsparungen bei freiwilligen Leistungen debattiert

Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim

Schock! Der Landkreis muss sogar bei der Feuerwehr sparen – und das, obwohl viele schon um Hallenbad und ÖPNV zittern. Wie konnte es so weit kommen? Und was bedeutet das für die Menschen vor Ort?

Der Landkreis ist pleite – jedenfalls fast. Pflichtaufgaben wie Schulen, Kliniken und Sozialleistungen fressen mehr Geld, als da ist. Statt zu investieren, wird gekürzt, Schulden werden gemacht, Rücklagen geplündert. Das trifft auch die Angebote, die das Leben hier lebenswert machen: Feuerwehr, Nahverkehr, Kreisbücherei.

Landrat Dr. Christian von Dobschütz findet klare Worte: „Man fragt sich schon, wie das weitergehen soll.“ Kein Wunder: Allein das Defizit für die Kreiskliniken liegt bei 36 Millionen Euro – schuld daran sind laut Landrat vor allem politische Entscheidungen in Berlin. Zusätzlich schieben Bund und Land immer mehr Pflichten auf die Kommunen, ohne ausreichend Geld zu geben. Im Ergebnis: Der Landkreis muss sparen wie nie.

Was sich die Spar-Kommission ausgedacht hat? Drei Punkte:
1. Der Eintritt fürs Neustädter Hallenbad wird von 3 auf 5 Euro erhöht (ab 16 Jahren), Zehnerkarten und Schwimmkurse werden auch teurer. Erwartete Mehreinnahmen: rund 15.000 Euro im Jahr – ein Tropfen auf den heißen Stein.
2. Die Zulassungsstellen in Uffenheim und Scheinfeld könnten geschlossen werden – oder ein Rotationssystem wird eingeführt. Hier gab’s Streit unter den Kreistagsmitgliedern und noch keine endgültige Entscheidung.
3. Am härtesten: Die Förderung für Feuerwehrfahrzeuge wird eingeschränkt. Der Landkreis zahlt künftig Zuschüsse nur noch für Fahrzeuge, die im ganzen Kreis eingesetzt werden, etwa beim Katastrophenschutz. Beliebte Einsatzwagen fürs Dorf (wie LF 10 oder HLF 20) werden nicht mehr unterstützt – nur noch Neuanträge für Oberscheinfeld, Sugenheim und Hagenbüchach sind sicher.

Im Raum steht die Angst, dass nicht nur Sicherheit und Infrastruktur leiden, sondern auch der soziale Zusammenhalt.

Fakt ist: Über 8 Milliarden Euro fehlen Bayerns Kommunen insgesamt schon – und die Kassenlage sieht 2025 kaum besser aus. Bayernweit wie bundesweit gibt’s denselben Trend: Die kostenpflichtigen Aufgaben häufen sich, das Geld für freiwillige soziale Angebote wird knapper, die Kommunen werden zu Dauersparern im Hamsterrad.

Kommentar der Redaktion (ohne Anspruch auf Einzigartigkeit oder Genialität):
**„Feuerwehr fährt jetzt nur noch virtuell oder: Sparen, bis die Spritze quietscht“**
Wenn der Landkreis sich die Feuerwehr kaum noch leisten kann, dann ist das ungefähr so, als müsste ein Bäcker beim Mehl sparen und erklärt, Brötchen gäbe es jetzt nur montags und an jedem 5. Freitag im Monat. Die Politik in Berlin jongliert mit Hunderten Milliarden für Panzer und Autobahnen, aber vor Ort speisen wir den Nachwuchs im Hallenbad mit kaltem Chlorwasser ab und erklären der Freiwilligen Feuerwehr (Menschen, die ihre Freizeit opfern!!!), sie darf demnächst ihre Autos wie bei Tinder nach rechts wischen.
Die Rechnung ist einfach: Da spart der Landkreis gegen den Kollaps und der Bund macht eine Billion Schulden, weil Jahrzehntelang Armee und Infrastruktur vernachlässigt wurden. Am Ende sind’s wieder die Leute hier, die für ein Bus-Ticket oder eine Runde Schwimmen draufzahlen.

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