Neues aus Emskirchen:

Gemeinderat gibt grünes Licht für neuen Norma an der Ansbacher Straße

+ Norma zieht an die Ansbacher Straße

* Größerer Markt stärkt Emskirchens Nahversorgung
* Streit um Transparenz und Flächenverbrauch

**Optimaler Platz mit viel Potenzial: Gemeinderat stimmt mehrheitlich für neuen Norma-Standort in der Ansbacher Straße**

**Emskirchen** – Wohin soll der neue, deutlich größere Norma-Markt in Emskirchen kommen? Mit dieser Frage hat sich der Gemeinderat erneut intensiv beschäftigt – und sich am Ende mehrheitlich für den Standort an der **Ansbacher Straße** ausgesprochen. Nach Einschätzung der untersuchten Fachleute ist dies die sinnvollste Lösung, um die Nahversorgung im Ort langfristig zu sichern und auszubauen.

Grundlage der Entscheidung ist eine **Auswirkungsanalyse mit Prüfung verschiedener Standortalternativen**, die vom Büro **CIMA** im Mai 2025 erstellt wurde. Bürgermeisterin **Sandra Winkelspecht** stellte dazu wesentliche Punkte im Gemeinderat vor. Geplant ist, die bisherige Norma-Filiale mit derzeit rund **410 Quadratmetern Verkaufsfläche** vom **Wiesenweg** an die **Ansbacher Straße** zu verlagern. Dort soll ein neuer Markt mit rund **1200 Quadratmetern Verkaufsfläche** entstehen. Zusätzlich sind ein **Getränkemarkt mit etwa 620 Quadratmetern** sowie eine **Physiotherapiepraxis** vorgesehen.

Im Rahmen des Gutachtens wurden neben der Ansbacher Straße auch weitere mögliche Standorte untersucht, darunter der **Festplatz**, die **Nürnberger Straße** sowie der bisherige Standort am **Wiesenweg**. Laut abschließender Bewertung spricht nach Abwägung aller relevanten Kriterien letztlich nur die Variante **Ansbacher Straße** für eine zukunftsfähige Erweiterung des Discounters.

Nach Einschätzung des Gutachterbüros sind durch das Vorhaben **keine negativen städtebaulichen Auswirkungen** auf andere Versorgungsstandorte oder bestehende Betriebe in Emskirchen zu erwarten. Vielmehr könne das Projekt helfen, die örtliche Nahversorgung zu sichern, weiterzuentwickeln und auszubauen. Gleichzeitig werde die Gemeinde als Wohn- und Versorgungsstandort gestärkt.

Vor der Abstimmung gab es dennoch Diskussionen im Gremium. **Fabian Kempe (ÖDP/ZG)** sprach sich gegen das Vorhaben aus. Er kritisierte insbesondere den **Flächenverbrauch** und bemängelte eine aus seiner Sicht fehlende Transparenz im Verfahren. Bürgermeisterin **Sandra Winkelspecht** widersprach dieser Darstellung deutlich. Das Thema sei bereits im **Bauausschuss** behandelt worden, zudem habe schon der frühere Gemeinderat den Prozess angestoßen. Das Gutachten werde veröffentlicht und könne von allen eingesehen werden.

Unterstützung für den neuen Standort kam unter anderem von **Bernd Rauscher (CSU)**. Er machte deutlich, dass Emskirchen es sich nicht leisten könne, einen Supermarkt zu verlieren. Auch wirtschaftlich sei das Thema für die Gemeinde wichtig. Für das bisherige Gebäude am Wiesenweg zeigte er sich zuversichtlich, dass sich nach einem Umzug eine neue sinnvolle Nutzung finden lasse.

**Reinhard Eckardt (ÖDP/ZG)** betonte, dass er nicht grundsätzlich gegen Norma sei. Ihm sei wichtig, dass Emskirchen attraktiv bleibe. Die geplante Physiotherapiepraxis müsse aus seiner Sicht jedoch nicht zwingend am neuen Markt angesiedelt werden, sondern könne auch im Ortskern Platz finden. **Marco Bauer (SPD)** erinnerte daran, dass über die verschiedenen Standortvarianten bereits mehrfach gesprochen worden sei.

Am Ende sprach sich der Gemeinderat **mehrheitlich für den Standort Ansbacher Straße** aus. Damit ist ein wichtiger Schritt für die mögliche Verlagerung und Erweiterung des Discounters getan – und für die Zukunft der Nahversorgung in Emskirchen.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn es um Supermärkte geht, wird es in Gemeinden oft schnell grundsätzlich: Ortsmitte, Flächenverbrauch, Erreichbarkeit, Zukunft des Einzelhandels – alles Themen, bei denen viele mitreden wollen, und das ist auch gut so. Klar ist aber auch: Ein moderner Lebensmittelmarkt braucht heute andere Flächen als noch vor Jahren. Die spannende Frage wird nun sein, wie Emskirchen den alten Standort nachnutzt – denn genau dort steckt oft noch einmal ordentlich Potenzial drin. Und wenn am Ende Einkauf, Getränke und vielleicht sogar Physiotherapie an einem Ort möglich sind, dann ist das für viele im Alltag durchaus mehr als nur praktisch.

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