Bürgermeister(in) Wahl in Diespeck

In Diespeck wird zur Kommunalwahl 2026 kein neuer Bürgermeister gewählt. Der aktuelle Bürgermeister Markus Helmreich trat sein Amt erst im Jahr 2024 an. Vorausgegangen war der Rücktritt von Christian von Döbschütz, der das Bürgermeisteramt niederlegte, um für das Amt des Landrats zu kandidieren. Die Gemeinde wählt also 2026 nur den Gemeinderat – das Bürgermeisteramt bleibt unverändert besetzt.

Gemeinderatswahl in Diespeck

Der Gemeinderat von Diespeck
hat 16 Mitglieder.
Ergebnis der Kommunalwahl 2020 in Diespeck

Kandidatenlistung:

1 Hartmut Tanzberger (56), Hausmeister
2 Lilli Adolf (36), Pädagogische Fachkraft für Kinder von 0 bis 6 Jahren
3 Markus Rieder (38), Landwirt, Verwaltungsfachangestellter
4 Steffen Rupp (48), Staatlich geprüfter Elektrotechniker, Abteilungsleiter
5 Steffen Kannapinn (50), Stoffstrommanager nachhaltige Energieerzeugung
6 Yvonne Tausche (56), Release- und Deployment Management
7 Robert Rabenstein (60), Kaufmann in Ruhestand
8 Ulli Wölfel (64), Technischer Angestellter
9 Sabrina Zeilbeck (36), Dialyseschwester
10 Matthias Schrödl (34), Maurer- und Betonbaumeister
11 Marco von Dobschütz-Dietl (50), Diplom-Kaufmann
12 Sebastian Grauvogel (38), Medizinproduktberater
13 Susanne Stengel (36), Realschullehrerin
14 Thomas Stöcker (42), Industriemechaniker
15 Max Tanzberger (22), Brauer und Mälzer
16 Thomas Wiesinger (61), Landwirt

Diespecker CSU startet mit starker Liste und klarer Botschaft in den Kommunalwahlkampf 2026

Diespeck – Die CSU in Diespeck ist bereit für den nächsten Urnengang: Bei der Nominierungsversammlung am Freitagabend im „Center“ präsentierte Ortsvorsitzender und Bürgermeister Markus Helmreich eine motivierte und altersgemischte Kandidatenliste – der jüngste Bewerber ist 22, der älteste 64 Jahre alt. Mit einem kräftigen „Ich habe große Lust, mit euch in den Wahlkampf zu gehen“ eröffnete Helmreich den Abend, der ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Heimatverbundenheit und Zukunftsgestaltung stand.

Prominente Unterstützung und Heimspiel-Atmosphäre

Auch Landrat Dr. Christian von Dobschütz, früherer Bürgermeister in Diespeck, war vor Ort – für ihn ein Besuch „wie Heimkommen“. Von der aufgestellten Liste zeigte er sich überzeugt und sprach mit Blick auf die aktuelle politische Lage auch über die Herausforderungen auf Kreisebene. Dennoch: Die Aufbruchsstimmung bei der CSU Diespeck war spürbar – sowohl im Team als auch in der Programmatik.

Tradition, Zukunft und schnelles Internet

Unter dem Motto „Heimat bewahren, Tradition leben, Zukunft gestalten“ zieht die Diespecker CSU in den Wahlkampf. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung der Vereine, die laut Helmreich „das Rückgrat der Dorfgemeinschaft“ bilden – deren Unterstützung sei für ihn eine Herzensangelegenheit.

Gleichzeitig betonte er, dass alle Ortsteile gleichwertig behandelt würden – Diespeck sei mehr als nur der Kernort. Ein zentrales Anliegen dabei: flächendeckend schnelles Internet.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Wohnraumschaffung für junge Familien. Ein neues Baugebiet soll bald ausgewiesen werden. Dies knüpft an das Leitbild der „Familiengemeinde“ an, das bereits unter von Dobschütz entwickelt wurde. Die Bamberger Straße – „das Herz des Dorfes“ – bleibt ein Dauerthema, doch Helmreich verspricht: Bis spätestens 2028 soll die Großbaustelle abgeschlossen sein.

Ein Team, das den Gemeinderat als Gemeinschaft versteht

Die Bewerberliste spiegle das wider, was auch die Arbeit im Gemeinderat ausmache: Zusammenhalt statt Parteidenken. Helmreich betonte, man wolle wieder stärkste Fraktion werden, doch wichtiger sei, dass man parteiübergreifend „für das Wohl der Gemeinde“ arbeite – eine Philosophie, die sich bewährt habe.

Landrat von Dobschütz über überregionale Herausforderungen

In seiner Rede warf Dr. Christian von Dobschütz auch einen Blick über die Gemeindegrenze hinaus. Die finanzielle Lage sei angespannt – auf allen Ebenen. Der Krieg in der Ukraine, steigende Preise und Inflation, schwächelnde Wirtschaft – all das wirke sich auch auf kommunale Haushalte aus.

Insbesondere die Kliniken im Landkreis stünden unter Druck: Bei stagnierenden Einnahmen und steigenden Kosten drohe ein Defizit von bis zu 15 Millionen Euro. Von Dobschütz bekräftigte jedoch sein Ziel, beide Klinikstandorte zu erhalten.

Um gegenzusteuern, setzt der Landrat auf vier Säulen:

Erneuerbare Energien zur Haushaltsentlastung

Tourismusförderung

Kommunale Entwicklungspartnerschaften (z. B. Frankens Mehrregion IKZ)

Stärkung des Miteinanders im Landkreis

„Wir wollen zusammenhalten“, sagte von Dobschütz – ein Satz, der auch gut als Überschrift für den gesamten Abend hätte dienen können.

Dank aus Berlin – mit einem modischen Extra

Bundestagsabgeordneter Tobias Winkler war ebenfalls angereist, um seinen Dank auszusprechen: „Ich muss sagen, das macht Eindruck, wenn man euch in den dunkelblauen CSU-Poloshirts sieht.“ Die Kandidatinnen und Kandidaten seien Menschen mitten aus dem Leben, mit echter Freude an der Kommunalpolitik – und das sei, so Winkler, „letztlich der wahre Erfolgsschlüssel“.

Kommentar der Redaktion
Die CSU Diespeck zeigt sich geschlossen, gut vorbereitet und stilbewusst uniformiert – eine Mischung aus Erfahrung, neuen Ideen und klarer Verortung in der Gemeinde. Während andernorts politische Grabenkämpfe toben, herrscht hier auffällig viel Einigkeit – sowohl auf der Bühne als auch zwischen den Reihen. Und wenn der Bürgermeister und der Landrat in einem Atemzug von Tradition, schnellem Internet und Energieprojekten sprechen, dann zeigt das: Heimatverbundenheit und Fortschritt müssen sich nicht ausschließen. Das Poloshirt mag dunkelblau sein – der Ton des Abends war es nicht.

Kandidatenlistung:

1 Georg Grimm (63), Diplom-Ingenieur Elektrotechnik
2 Petra Ixmeier (50), Bankfachwirtin
3 Reinhard Stark (58), Ingenieur Elektrotechnik
4 Carola Grimm (62), Technische Angestellte
5 Matthias Wiesinger (32), Ingenieur für Energie und Gebäudetechnik
6 Carina Neugebauer (40), Erzieherin
7 Johannes Strauß (41), Opernsänger, Hochschuldozent
8 Christina Hoffmann (58), Übersetzerin
9 Finn Ixmeier (18), Schüler
10 Nancy Haas (40), Medizinische Fachangestellte
11 Walter Keller (54), Bauingenieur
12 Sabine Marks (42), Projektleitung im Gesundheitswesen
13 Hannes Löhner (30), Wirtschaftsfachwirt
14 Sandra Körber (49), Pflegefachkraft
15 Harald Körber (56), Einsteller
16 Christian Bach (43), Großhandelskaufmann

Diespecker SPD zieht mit voller Liste in die Gemeinderatswahl 2026

Diespeck – Die SPD Diespeck ist bereit für die Kommunalwahl 2026 – und das mit voller Besetzung: Erstmals seit längerer Zeit präsentieren die Sozialdemokraten eine komplett gefüllte Liste mit 16 Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für die Zukunft der Gemeinde stark machen wollen. Im Gegensatz zur Wahl 2020 schöpft der Ortsverein damit das volle Potenzial an Sitzen aus, das in den Gemeinderat gewählt werden kann.

Engagiert, gemischt, paritätisch

Wie der SPD-Ortsverein in einer kürzlich versandten Pressemitteilung mitteilt, sei die Liste bereits vor einigen Wochen in einer Mitgliederversammlung aufgestellt worden. Sie umfasst sieben Frauen und neun Männer, die laut Mitteilung allesamt eines verbindet: der Wille, „eine soziale, zukunftsorientierte und lebenswerte Gemeinde“ mitzugestalten.

„Das ist eine motivierte Mannschaft“, so Ortsvereinsvorsitzender Georg Grimm. „Die Bereitschaft der Kandidierenden, sich für ihre Heimatgemeinde zu engagieren, macht uns froh und stolz.“

SPD setzt auf Kontinuität und neue Impulse

Aktuell ist die SPD im Diespecker Gemeinderat mit drei von 16 Sitzen vertreten. Ein konkretes Wahlziel nennt die Pressemitteilung zwar nicht – doch allein die Tatsache, dass nun alle Plätze auf der Liste besetzt sind, ist ein klares Zeichen: Die SPD will sichtbar präsent bleiben und mitreden, wenn es um die Weichenstellung für die nächsten sechs Jahre geht.

Kommentar der Redaktion
In Diespeck zeigt sich: Auch eine kleine Ortsgruppe kann große Schritte machen. Mit einer vollständigen Liste signalisiert die SPD nicht nur Organisationskraft, sondern auch Aufbruchsstimmung – leise, aber bestimmt. Und während anderswo noch gekämpft wird, überhaupt Kandidierende zu finden, steht hier ein motiviertes Team bereit. Ob daraus am Ende mehr Sitze werden, bleibt abzuwarten – aber dass man mitreden will, ist deutlich. Vollbesetzung ist halbe Miete.

Kandidatenlistung:

noch nicht nominiert

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