Bürgermeister(in) Wahl in Wilhelmsdorf
Ein neuer Gemeinderat – der Bürgermeister bleibt
Ein Bürgermeister wird in Wilhelmsdorf nicht gewählt – denn Rüdiger Probst bleibt im Amt. Er war bereits 2018 erstmals zum Bürgermeister gewählt worden und wurde 2023, parallel zur Landtagswahl, für eine zweite Amtszeit bestätigt. Die nächste Bürgermeisterwahl steht daher erst in einigen Jahren an.
Rüdiger Probst
Anzeige: Kommunalwahl am 08. März 2026 in Wilhelmsdorf
Gemeinderatswahl in Wilhelmsdorf
Ergebnis der Kommunalwahl 2020 in Wilhelmsdorf
Kandidatenlistung:
1 Manuel Barth (30 Jahre, Sachbearbeiter für Verbandsmanagement)
2 Karin Eschenlohr (59 Jahre, Ambulante Pflegekraft)
3 Robert Meyer (52 Jahre, Metallbaumeister)
4 Johannes Gurt (37 Jahre, Ingenieur für Energie und Gebäudetechnik)
5 Silke Roos (53 Jahre, Industriekauffrau)
6 Klaus Leibner (49 Jahre, Bäcker- und Konditormeister)
7 Stefan Haßler (46 Jahre, Schreiner)
8 Oliver Segel (48 Jahre, Elektromeister)
9 Tim Hildel (27 Jahre, Sachbearbeiter für Exportversand)
10 Jürgen Klonus (59 Jahre, Technischer Angestellter)
11 Matthias Probst (47 Jahre, IT-Berater)
12 Tobias Barth (37 Jahre, Kfz-Mechatroniker)
Wilhelmsdorf: CSU/Freie Bürger nominieren Kandidierende – Breite Unterstützung für bewährtes Team
Zügiger Ablauf und hohe Bereitschaft bei Nominierungsversammlung im Landgasthof Brennereistuben
Mit einem reibungslosen Ablauf und einer großen Bereitschaft zur Kandidatur zeigte sich die Liste CSU/Freie Bürger Wilhelmsdorf gut aufgestellt für die Gemeinderatswahl 2026. Bei der Nominierungsversammlung lobten sowohl Wahlleiter Peter Müller, ehemaliger CSU-Kreisgeschäftsführer, als auch Bürgermeister Rüdiger Probst die engagierte Beteiligung der Anwesenden.
Probst selbst trat nicht zur Wahl an – er war 2018 erstmals gewählt worden und hatte sein Amt 2023 parallel zur Landtagswahl erfolgreich verteidigt. Ein Grund für die erfreulich breite Kandidierendenlage: Alle aktuellen Mandatsträgerinnen und Mandatsträger der Liste treten erneut an.
Aktuell vertreten Manuel Barth, Karin Eschenlohr, Silke Roos, Klaus Leibrer (seit 2020) sowie Robert Meyer (seit 2018) die Liste im Gemeinderat. Neben der CSU/Freie Bürger stellen auch die Freie Wählergemeinschaft (FWG) mit vier Sitzen und die Junge Wählergemeinschaft (JWG) mit drei Sitzen Mitglieder im Gremium.
Kontinuität trifft auf neue Impulse
Im Landgasthof Brennereistuben nahmen 17 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger an der Versammlung teil und nominierten die neue Liste (siehe unten). In einem kurzen Rückblick präsentierte Manuel Barth die zentralen Erfolge der vergangenen sechs Jahre:
Abschluss des Baugebiets Brunner Wegfeld – Blumenstraße
Sanierung der Wasserleitung und Überprüfung des Abwasserkanals
Kauf des Sparkassengebäudes
Bau eines Beachvolleyballfeldes
Ausbau des Glasfasernetzes
Einrichtung neuer Urnengräber auf dem Friedhof
Blick nach vorn: Wohnen, Infrastruktur, Vereinsleben
Für die kommenden Jahre formulierten die nominierten Kandidierenden klare Ziele:
Man wolle die Lebensqualität für alle Generationen weiter steigern, die Kanalinfrastruktur modernisieren, bezahlbares Wohnen ermöglichen und das örtliche Vereinsleben stärken.
🗨️ Kommentar der Redaktion:
In Wilhelmsdorf läuft’s. Keine großen Grabenkämpfe, keine Krisensitzungen – dafür eine Liste, die auf Erfahrung und Verlässlichkeit setzt. Dass sich alle bisherigen Rätinnen und Räte erneut zur Wahl stellen, spricht entweder für gute Arbeit… oder für eine sehr stabile Kaffeerunde im Gemeinderat. Was die Themen angeht, bleibt man pragmatisch bodenständig – Wasserleitungen statt Wolkenkuckucksheime. Und das ist in Zeiten, wo in mancher Kommune der Breitbandausbau zur Lebensaufgabe wird, gar nicht so schlecht.
Kandidatenlistung:
1 Dieter Bergler (53), Bauhofleiter
2 Andrea Rabert (62), Bildungsberaterin
3 Patrick Winkelhöfer (36), Techniker im GaLaBau
4 Christian Ittner (65), Elektriker
5 Christine Wehr (46), Verkäuferin
6 Helmut Kreß (58), Landwirt
7 Andreas Schönleben (33), Landwirtschaftsmeister
8 Benjamin Hübler (44), Führungskraft Personal
9 Theresa Ebel (43), Marktforscherin
10 Fabian Wlasak (24), Disponent Seefracht
11 Franz Heinzler (71), Diplomingenieur i. R.
12 Melanie Belatschek (52), Technische Betriebswirtin
Wilhelmsdorf: Freie Wählergemeinschaft schickt bewährtes Team in die Kommunalwahl
Wilhelmsdorf – Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) hat als erste Gruppierung in der Gemeinde ihre Liste für die Kommunalwahl 2026 aufgestellt – reibungslos, geschlossen und mit einem klaren Signal: Kontinuität, Gemeinschaftssinn und Einsatzbereitschaft stehen bei der FWG weiter im Mittelpunkt.
Alle vier aktuellen Gemeinderäte – Dieter Bergler, Andrea Rabert, Patrick Winkelhöfer und Christian Ittner – treten erneut an und belegen die vorderen Listenplätze. Auch die weiteren elf Bewerberinnen und Bewerber sind überwiegend keine Unbekannten: Viele waren bereits bei der letzten Wahl dabei und bringen erneut ihre Erfahrung und Ideen ein.
Listenaufstellung mit System und Augenmaß
Die Reihenfolge auf der Liste orientiert sich an den persönlichen Stimmenzahlen der letzten Wahl, wie Andrea Rabert erklärte, die die Versammlung leitete. Gemeinsam mit Wahlleiter Roland Blaufelder stellte sie fest: Die FWG-Liste ist eine gute Mischung – aus Alt und Jung, Frauen und Männern, Menschen aus dem Hauptort ebenso wie aus den Ortsteilen. Kurz: ein Abbild der Gemeinde.
Vier starke Stimmen aus dem aktuellen Gemeinderat
Dieter Bergler (Platz 1) bringt als Bauhofleiter technisches Know-how mit und ist außerdem Feuerwehrkommandant der Ortsteilwehr Ebersbach/Oberalbach.
Andrea Rabert (Platz 2), zweite Bürgermeisterin, sieht ihren Schwerpunkt im sozialen Bereich, besonders bei Jugend und Senioren.
Patrick Winkelhöfer (Platz 3) lobte, dass man sich bei der Infrastruktur von kleinteiligen Maßnahmen gelöst habe und nun größere Ausschreibungen sinnvoll bündelt – zuletzt bei der Wasserleitung. Als Feuerwehrkommandant im Hauptort erinnerte er auch an das gemeinsame Feuerwehrfest, das zeigte, „was ein Dorf leisten kann, wenn alle zusammen anpacken.“
Christian Ittner (Platz 4) hat beruflich viel Kontakt zu örtlichen Gewerbebetrieben und will sich weiterhin für den Erhalt von Arbeitsplätzen vor Ort starkmachen.
Engagement für Ortsteile, Familien und Dorfgemeinschaft
Auch die weiteren elf Kandidatinnen und Kandidaten brachten sich mit persönlichen Schwerpunkten ein. Themen wie starke Ortsteile, Unterstützung für junge Familien, Infrastruktur, aber auch das Pflegen der Dorfgemeinschaft standen im Fokus.
Theresa Ebel wurde besonders konkret: Sie wünscht sich Formate wie einen Hofflohmarkt, ein Repaircafé oder einen Generationentreff, um das Miteinander im Ort weiter zu fördern.
Parteienübergreifend kooperativ
Ein Zeichen für das gute Miteinander über Fraktionsgrenzen hinweg: Zur Versammlung der FWG war auch Bürgermeister Rüdiger Probst eingeladen, der selbst für die CSU/Freie Bürger kandidiert. In seinem Grußwort thematisierte er die aktuellen Herausforderungen für die Gemeinde – von inhaltlichen Fragen bis hin zu wachsender Respektlosigkeit gegenüber Amtsinhabern. „Hass und Hetze nehmen zu“, so Probst, „und das Ehrenamt leidet darunter.“
Kommentar der Redaktion
Die FWG in Wilhelmsdorf macht vor, wie Kommunalpolitik auch sein kann: unaufgeregt, sachlich, bürgernah. Kein Showdown, keine Grabenkämpfe, sondern Zusammenarbeit – sogar mit politischen Mitbewerbern. Dass man sich bei der Kandidatenliste an vergangenen Wahlergebnissen orientiert hat, zeigt demokratische Bodenhaftung. Und mit konkreten Ideen wie Repaircafés oder Treffpunkten für alle Generationen geht der Blick klar nach vorn. Kurzum: eine Liste, die mehr verbindet als trennt – und das ist in Zeiten wie diesen keine Selbstverständlichkeit.
Kandidatenlistung:
1 Jutta Schnappauf-Weiß (53, Verwaltungsangestellte)
2 Jörg Wohlleb (31, Verwaltungsfachwirt)
3 Christina Eder (58, Pflegemutter)
4 Lukas Seibold (29, Lehrer am Gymnasium)
5 Sabine Kletscher (64, Medizinische Fachangestellte)
6 Alexander Wirth (43, Angestellter im öffentlichen Dienst)
7 Max Wohlleb (25, Fahrlehrer)
8 Markus Matusiak (53, Polizeioberkommissar)
9 Mirjam Jacob (52, Betriebswirtin)
10 Erwin Schnappauf (57, Technologe)
11 Verena Ambrosch (47, Erzieherin, Kita-Leiterin)
12 Armin Roth (58, Handwerksmeister)
Wilhelmsdorf: UWG nominiert neue Liste – frischer Schwung mit vertrauter Spitze
Jutta Schnappauf-Weiß führt das Team an – Herbert Seibold und Werner Wohlleb verabschieden sich aus der Kommunalpolitik
Bei der Nominierungsversammlung der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Wilhelmsdorf am Montagabend standen Veränderungen und Kontinuität gleichermaßen im Mittelpunkt: Herbert Seibold und Werner Wohlleb, langjährige Mitglieder der UWG, werden nicht erneut kandidieren. An ihrer Stelle treten neue Gesichter an – angeführt wird die zwölfköpfige Liste jedoch weiterhin von Jutta Schnappauf-Weiß, die erneut kandidiert und die Liste anführt.
Die Versammlung fand in kleiner, aber geschlossener Runde in den Brennereistuben statt. „Im kleinen Kreis“, wie es Schnappauf-Weiß selbst formulierte, wurde die Liste einstimmig beschlossen. Die Versammlungsleitung übernahm Helmut Reiß, Fraktionsvorsitzender der UWG im Kreistag.
Politisches Miteinander statt Konkurrenz
Ein Zeichen der politischen Kultur in Wilhelmsdorf: Auch Bürgermeister Rüdiger Probst (CSU) war bei der Versammlung anwesend – und das, obwohl seine Partei formell als „Wettbewerber“ gilt. In Wilhelmsdorf jedoch herrscht traditionell ein kollegialer und konstruktiver Umgang zwischen den politischen Gruppen.
Zunächst stellten sich alle Kandidatinnen und Kandidaten kurz vor. Auf Listenplatz 1 steht erneut Gemeinderätin Jutta Schnappauf-Weiß, gefolgt von Jörg Wohlleb und Christina Eder. Ebenfalls mit dabei sind Lukas Seibold, Sabine Kletscher und Alexander Wirth. Die zweite Hälfte der Liste beginnt mit Max Wohlleb, dahinter folgen Markus Matusiak, Mirjam Jacob, Erwin Schnappauf, Verena Ambrosch und Armin Roth.
Themen: Infrastruktur, Kultur und Vereinsleben
In den Kurzvorstellungen wurden auch erste inhaltliche Akzente gesetzt. Viele der Nominierten nannten als Ziele für die kommende Legislaturperiode eine bessere Infrastruktur, ein engmaschigeres Netzwerk der Vereine sowie den Wunsch nach einem ausgebauten kulturellen Angebot für alle Altersgruppen in der Gemeinde.
Ob diese Themen Anfang März die Wählerinnen und Wähler überzeugen, bleibt abzuwarten – die anwesenden Wahlberechtigten zeigten sich jedenfalls überzeugt: Die Zustimmung zur Liste war einstimmig – „ohne Überraschung“, wie Helmut Reiß es formulierte.
Ziel: Mehr als nur drittstärkste Kraft
Bei der letzten Gemeinderatswahl erreichte die UWG 28,5 Prozent und stellte drei Sitze – damit war sie drittstärkste Kraft im Gremium. Die Liste um Schnappauf-Weiß hofft nun auf ein besseres Ergebnis – und womöglich auf einen zusätzlichen Sitz im künftigen Gemeinderat.
🗨️ Kommentar der Redaktion:
Wilhelmsdorf zeigt einmal mehr, wie Politik auch laufen kann: ohne Polarisierung, ohne großes Theater – aber mit klaren Ansagen. Dass zwei profilierte Köpfe wie Herbert Seibold und Werner Wohlleb nicht mehr antreten, markiert durchaus einen Einschnitt. Doch die Nachrückenden stehen bereit, und die einstimmige Zustimmung zur Liste zeigt: Das Vertrauen ist da. Mit Infrastruktur, Vereinsleben und Kultur nimmt die UWG klassische Themen aufs Tableau – nicht spektakulär, aber genau das, was auf dem Land zählt. Bleibt nur die Frage: Reicht’s für Platz zwei? Oder sogar mehr?