# Neue Jagdschule in Birkenfeld: Ausbildung für den Jagdnachwuchs soll gesichert werden
Wer in der Region den Jagdschein machen möchte, bekommt bald eine neue Anlaufstelle direkt vor der Haustür: In Birkenfeld ist mit der **„Jagdschule Mittelfranken“** eine neue Bildungsstätte gegründet worden. Ziel ist es, die Vorbereitung auf die Bayerische Jägerprüfung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim langfristig zu sichern. Ein erster Infoabend findet am **Mittwoch, 16. April**, statt.
Wie die Verantwortlichen in einer Pressemitteilung mitteilen, richtet sich das Angebot nicht nur an Interessierte aus dem Landkreis, sondern auch an angehende Jägerinnen und Jäger aus anderen Teilen Mittelfrankens. Daher trägt die neue Einrichtung bewusst den Namen **„Jagdschule Mittelfranken“**.
Hintergrund ist, dass an der bisherigen Jagdschule in Neustadt im vergangenen Jahr laut Mitteilung kein Kursbetrieb mehr stattgefunden hat. In Birkenfeld soll die Ausbildung nun fortgeführt werden.
„Uns war wichtig, dass die Jägerausbildung weiterhin wohnortnah möglich bleibt“, erklärt Ausbildungsleiterin **Angelina Fahsl**. Die Jagd trage Verantwortung für Natur, Wildbestand und Kulturlandschaft – eine fundierte Ausbildung sei dafür die Grundlage.
Für den Unterricht konnte die Jagdschule nach eigenen Angaben ein erfahrenes Dozententeam gewinnen. Unter anderem unterrichten **Ludwig Saule**, Forstdirektor a. D., in den Bereichen Waldbau und Jagdethik, **Manfred Merz** im Jagdrecht sowie **Hermann Leidenberger** im Waffenrecht. **Sonja Wachtler** vermittelt Naturschutz, Hege und Jagdpraxis, **Joachim Fahsl** übernimmt Federwild und Landbau. Die Tierärzte **Dr. Raphaela Ehrich** und **Dr. Felix Ehrich** lehren Jagdhundewesen, Wildbret-Hygiene und Wildkrankheiten. Schulleiterin Angelina Fahsl selbst unterrichtet die Fachbereiche Haarwild und Waffenkunde.
Besonderen Wert legt die Jagdschule nach eigenen Angaben auf die Schießausbildung. Für den ersten Jahrgang wurde mit **Olaf Ehrich** ein erfahrener Schießausbilder gewonnen, der auch in der IHK-Ausbildung tätig ist und seit vielen Jahren eine Jagdschule in Thüringen betreibt.
Auch das zuständige Amt habe die Gründung positiv aufgenommen. Laut Angelina Fahsl habe das **Landesamt für Maß und Gewicht**, bei dem auch die zentrale Jäger- und Falknerprüfungsbehörde angesiedelt ist, die neue Jagdschule nicht nur genehmigt, sondern die Initiative ausdrücklich begrüßt.
Das Ausbildungskonzept setzt auf eine Mischung aus Theorie und Praxis. Neben dem Unterricht in den Schulungsräumen in **Birkenfeld, Torweg 3**, soll es auch praktische Revierausbildung und eine strukturierte Schießausbildung geben. Ergänzend werden digitale Lehrplattformen eingesetzt, um das Gelernte zu vertiefen.
Im Kurspreis enthalten sind laut Mitteilung unter anderem Unterrichtsmaterialien, Munition, Standgebühren sowie die Prüfungsgebühren für die staatliche Jägerprüfung. Die Schule sieht gut ausgebildete Jägerinnen und Jäger gerade mit Blick auf Klimawandel, Waldumbau und den Umgang mit Wildbeständen als wichtigen Beitrag für Natur und Kulturlandschaft.
Der erste **Informationsabend** für den Vorbereitungskurs zur staatlichen Jägerprüfung findet am **Donnerstag, 16. April**, statt. Interessierte können sich per E-Mail an **info@jagdschule-mittelfranken.de** oder telefonisch unter **0176/84614899** anmelden.
Wenn genügend Anmeldungen eingehen, soll der erste Kurs am **Samstag, 2. Mai**, starten. Ziel ist es, mit der neuen Jagdschule nicht nur eine aktuelle Lücke zu schließen, sondern dauerhaft eine Anlaufstelle für den Jagdnachwuchs in der Region aufzubauen.
Passend zum Selbstverständnis der Schule pflanzten Ausbildungsleiterin Angelina Fahsl und ihr Ehemann Joachim Fahsl zum **Internationalen Tag des Waldes** einen Baum – als Symbol für verantwortungsbewusstes Handeln und Engagement für Natur und Klima.
**Kommentar der Redaktion:**
Jagd ist ein Thema, das oft emotional diskutiert wird – zwischen Naturschutz, Tradition, Wildschadensvermeidung und Verantwortung im Revier. Klar ist aber auch: Wenn es Jagd gibt, dann sollte sie gut ausgebildet, sicher und verantwortungsvoll ausgeübt werden. Eine wohnortnahe Ausbildung in unserer Region ist deshalb erst einmal eine Nachricht mit Gewicht. Und dass man zum Start gleich einen Baum pflanzt, ist zumindest ein deutlich besseres Symbol als nur eine neue Homepage ins Netz zu stellen.