MittelstandsUnionKreisvorsitzenderWordPress
**Mario Leibold bleibt Chef der Mittelstands-Union im Kreis Neustadt/Aisch – Mitgliederzahl wächst weiter**
Bei der Hauptversammlung der Mittelstands-Union im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim ist Mario Leibold aus Neustadt erneut zum Kreisvorsitzenden gewählt worden. Große Veränderungen gab es dabei nicht – dafür aber ein klares Signal der Geschlossenheit: Sämtliche Wahlen verliefen ohne Gegenstimmen.
Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, zählt die Mittelstands-Union aktuell 42 Mitglieder. Bei der vorangegangenen Wahl im September waren es noch 33. Die damalige Neuwahl war notwendig geworden, nachdem Gerd Scheuenstuhl sein Amt niedergelegt und die Union verlassen hatte. Nun musste erneut gewählt werden, um den vom Landesverband vorgegebenen Wahlrhythmus einzuhalten und die Stimmberechtigung der Delegierten in den übergeordneten Gremien sicherzustellen.
Leibold hatte nach seiner ersten Wahl monatliche Treffen eingeführt, meist verbunden mit Firmenbesuchen. Dieses Format komme laut Mitteilung gut an: Zu den Veranstaltungen seien regelmäßig 30 bis 40 Teilnehmende gekommen – darunter nicht nur Mitglieder der Mittelstands-Union.
Auch inhaltlich will sich die Kreis-MU weiter einbringen. Für den CSU-Bezirksparteitag am 20. Juni in Bad Windsheim wurden zwei Anträge eingereicht. Dabei geht es um die Themen „Irrweg des Abschieds aus der Leistungsgesellschaft“ sowie „Weniger Staat – mehr Markt“. Das nächste Treffen ist am Dienstag, 7. Juli, bei Mekra Lang in Ergersheim geplant. Auch im August soll es wieder ein Monatstreffen geben.
Als stellvertretende Kreisvorsitzende wurden Dominik Bauereiß aus Neustadt, Brigitte Hegendörfer aus Markt Erlbach, Dieter Hummel aus Bad Windsheim und Peter Müller aus Wilhelmsdorf gewählt. Dominik Bauereiß übernimmt dabei das Amt von seiner Mutter Jutta Bauereiß.
Zu Schriftführern wurden Reinhold Werner aus Emskirchen und Bernd Scheurer aus Neustadt bestimmt, wobei Scheurer neu in dieser Funktion ist. Neuer Schatzmeister ist Jan Winkler.
Dem erweiterten Vorstand gehören außerdem Horst Allraun aus Bad Windsheim, Rüdiger Göppel aus Obernzenn, Peter Haag aus Emskirchen sowie Dietmar Spitzer, ebenfalls aus Emskirchen, an. Peter Haag ist neu im Vorstand.
In seiner Rede warb der wiedergewählte Kreisvorsitzende dafür, sich weiterhin gemeinsam für gute Rahmenbedingungen für den Mittelstand einzusetzen. Nur wenn Mittelstand, Industrie und Handel erfolgreich seien, könne es auch dem Land gut gehen, so Leibold. Viele soziale Leistungen seien letztlich nur auf dieser wirtschaftlichen Grundlage möglich.
Unter dem Motto **„Ohne Mittelstand ist kein Staat zu machen“** wurde bei der Versammlung auch mit dem Bundestagsabgeordneten Tobias Winkler und dem Landtagsabgeordneten Werner Stieglitz diskutiert. Dabei ging es vor allem um Reformbedarf, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Frage, wie Politik wieder praktikablere Lösungen schaffen kann.
Tobias Winkler sprach von über Jahre versäumten Reformen und den aktuellen globalen Herausforderungen, die nun viele Entscheidungen gleichzeitig notwendig machten. Dabei dürfe es aus seiner Sicht nicht um eine weitere Belastung der Bürger und Unternehmen gehen. Vielmehr müsse der Staat die vorhandenen Mittel aus den Rekordsteuereinnahmen gezielter einsetzen. Vorrang hätten bessere Standortbedingungen für die Wirtschaft und eine Modernisierung des Staates.
Werner Stieglitz stellte in diesem Zusammenhang das neue **„Einfach-mal-machen-Gesetz“** vor, das Mitte Mai in Kraft getreten ist. Es ermöglicht ausgewählten Kommunen, für eine begrenzte Zeit von bestimmten Vorschriften abzuweichen, um schnellere und bürgerfreundlichere Verfahren zu erproben.
**Kommentar der Redaktion:**
Die Mittelstands-Union setzt im Landkreis weiter auf Kontinuität – und offenbar auch auf Wachstum. Dass monatliche Firmenbesuche und persönliche Treffen auf so guten Zuspruch stoßen, zeigt: Politik funktioniert vor Ort oft am besten dort, wo man miteinander spricht statt nur übereinander postet. Und wenn ausgerechnet ein Gesetz „Einfach-mal-machen-Gesetz“ heißt, dann klingt das fast schon so, als hätte jemand in der Politik entdeckt, was Handwerker und Mittelständler schon immer wissen: Weniger Papier, mehr Praxis hilft meistens weiter.


