# Neustädter Stadtrat: Wärmeplanung, Kernwege, Feuerwehrhaus und neue Bäume
Trotz Erkältung ließ es sich Florian Witzler, Klimamanager der Stadt Neustadt a.d.Aisch, nicht nehmen, den Stadtrat persönlich über den aktuellen Stand der kommunalen Wärmeplanung zu informieren. Neben spannenden Bürgerideen ging es in der Sitzung außerdem um den Ausbau von Kernwegen bei Unterschweinach, die Möblierung des neuen Feuerwehrhauses, Ersatzpflanzungen im Stadtgebiet und die nächsten Termine im Rathaus.
Im Zuge der öffentlichen Auslegung zur kommunalen Wärmeplanung haben sich nach Angaben von Witzler zwei Bürger mit eigenen Vorschlägen eingebracht. Besonders hervorgehoben wurde ein ausführlich ausgearbeitetes Konzept für einen Erdsonden-Wärmespeicher. Dieses sei inhaltlich sehr interessant und werde in die kommunale Wärmeplanung integriert. Auch ein weiterer Vorschlag zur Nutzung des Erdgeschosses im alten Feuerwehrhaus für eine Großwärmepumpe sei zwar aufgrund anderer Planungen aktuell nicht umsetzbar, dennoch inhaltlich wertvoll. Die Stadt wolle das Thema deshalb für künftige Überlegungen im Blick behalten. Witzler betonte dazu, dass es positiv sei, wenn sich Bürger aktiv an solchen Prozessen beteiligen.
Auch beim Thema Infrastruktur gab es Neuigkeiten: Zwei Kernwege im Bereich der Biogasanlage Schweigert bei Unterschweinach sollen in absehbarer Zeit ausgebaut werden. Bauamtsleiter Gerald Schorr informierte, dass die Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden bereits erfolgt sei und das vereinfachte Verfahren beantragt wurde. Als nächster Schritt müsse nun noch die angestrebte Kostenvereinbarung zwischen der Flurordnungsgemeinschaft NeuStadt und Land sowie der Stadt abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten für beide Wege liegen bei rund 713.000 Euro, der Anteil der Stadt bei etwa 162.000 Euro.
Einstimmig beschlossen wurde außerdem die Vergabe für die Möblierung des Feuerwehrhauses. Den Zuschlag erhält eine Firma aus Jena. Laut Schorr lag das Angebot bei rund 224.500 Euro und damit nahezu exakt auf Höhe der vorherigen Kalkulation von etwa 223.000 Euro. Insgesamt waren lediglich zwei wertbare Angebote eingegangen.
Im Bereich der Verlängerung des Fußwegs von der Parkstraße in die Bastei hat der Bauhof nach Angaben von Bürgermeister Klaus Meier eine Aufforstung mit neun heimischen Bäumen vorgenommen. Hintergrund ist die Fällung von vier großen Weiden im vergangenen Dezember, die aufgrund ihres schlechten Zustands aus Sicherheitsgründen entfernt werden mussten. Als Ersatz wurden nun vier Hochstammbäume – Ulmen und Weiden – sowie fünf Hainbuchen gepflanzt. Zusätzlich setzte man im weiteren Verlauf zehn Erlen, um das Ufer des Strahlbachs zu stabilisieren.
Bereits terminiert sind auch die nächsten wichtigen Sitzungen im Rathaus: Die Verabschiedung der ausscheidenden Ortssprecher, Stadtratsmitglieder und des Bürgermeisters findet am Mittwoch, 29. April, im großen Sitzungssaal statt. Die konstituierende Sitzung des neuen Gremiums ist für den 11. Mai vorgesehen.
**Kommentar der Redaktion:**
Wenn sich Bürger mit durchdachten Ideen in die Wärmeplanung einbringen, ist das ein gutes Zeichen. Kommunalpolitik wirkt oft trocken – dabei entscheidet sie ganz konkret darüber, wie künftig geheizt, gebaut, gepflanzt und investiert wird. Und wenn eine Ausschreibung mal fast punktgenau auf der Kalkulation landet, darf man das im Rathaus vermutlich schon als seltenen Volltreffer verbuchen.



