Neues vom Baugebiet:

"Auf der Höhe III" nimmt Fahrt auf

+ Mangel an Bauplätzen in Neustadt

* Verzögerungen beim Baugebiet "Auf der Höhe III"
* Klinik-Erweiterungspläne in Neustadt

**Neustadt: Baugebiet „Auf der Höhe III“ rückt näher – 62 Bauplätze in Sicht**

In Neustadt ist das Thema Bauplätze seit Jahren ein Dauerbrenner. Jetzt gibt es bei einem der wichtigsten Wohnbauprojekte der Stadt endlich wieder Bewegung: Das geplante Baugebiet „Auf der Höhe III“ hat im Stadtrat den nächsten Schritt genommen. Damit zeichnet sich zumindest eine Teillösung für den angespannten Wohnungs- und Bauplatzmarkt ab – auch wenn das Vorhaben weiterhin nicht überall auf Begeisterung stößt.

Geplant ist das neue Baugebiet im Bereich zwischen Kleinerlbacher Weg sowie dem Umfeld von Klinger und Krankenhaus. Von Anfang an war das Projekt mit Gegenwind konfrontiert. Anwohner hatten unter anderem Bedenken wegen zusätzlichem Verkehr und mehr Lärm geäußert. Die Folge waren Gutachten, Verzögerungen und schließlich auch eine grundlegende Änderung im Verfahren.

Ursprünglich sollte der Bebauungsplan im sogenannten beschleunigten Verfahren umgesetzt werden. Nach einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 2023, das den häufig genutzten Paragraphen 13b des Baugesetzbuches für dieses Vorhaben für unzulässig erklärte, musste jedoch auf das reguläre Verfahren umgestellt werden.

Wie Bauamtsleiter Gerald Schorr erläuterte, könne man immerhin einen bereits erledigten Teil der Arbeit weiter nutzen: Die schon durchgeführte öffentliche Auslegung und Behördenbeteiligung werde nun als „vorgezogene Beteiligung“ im Regelverfahren gewertet. Eine Wiederholung sei daher nicht nötig. Ebenfalls wichtig für den Fortschritt sei, dass nun auch die Planung für die Erweiterung der Klinikgebäude abgeschlossen und genehmigt sei. Gerade bei Fragen zur Entwässerung habe dies zuvor eine zentrale Rolle gespielt.

**Breitere Anbindung soll Verkehr entzerren**

Dass der Stadtrat die Fortführung des Bebauungsplanverfahrens nun einstimmig beschlossen hat, lag vor allem an einer überarbeiteten Verkehrsplanung. Der Übergang vom neuen Baugebiet zum Kleinerlbacher Weg, bislang eher schmal geplant und durch Pfosten für den öffentlichen Verkehr gesperrt, wurde nun deutlich breiter vorgesehen.

Grünen-Fraktionssprecher David Muck begrüßte das ausdrücklich. Aus seiner Sicht könne sich der Verkehr damit besser verteilen. Bauamtsleiter Schorr stellte allerdings klar, dass die neue Planung nichts am bisherigen Stadtratsbeschluss ändere, den Weg zunächst nicht zu öffnen. Die vorgesehenen Pfosten seien kein Bestandteil der eigentlichen Bauleitplanung. Sollte sich nach Fertigstellung und Bezug des neuen Baugebiets durch spätere Verkehrserhebungen ein anderer Bedarf zeigen, könne die Verkehrsführung aber angepasst und die Sperrung gegebenenfalls aufgehoben werden.

Im neuen Areal sind insgesamt 62 bebaubare Parzellen vorgesehen. Damit könnte sich die angespannte Situation bei den Bauplätzen in Neustadt spürbar entspannen.

**Auch Buchberg bleibt im Blick**

Der künftige Bürgermeister Alexander Müller (CSU) erinnerte daran, dass er selbst nie der größte Befürworter von „Auf der Höhe III“ gewesen sei. Umso mehr hoffe er, dass auch die Planungen für den Buchberg nun zügig vorankommen. Dort sei das Verfahren zwar noch nicht so weit, erklärte Schorr, die Stadt wolle das Thema aber weiter konsequent verfolgen.

Noch-Bürgermeister Klaus Meier nutzte die Entwicklung für einen grundsätzlichen Hinweis zur Wohnraumschaffung: Wenn man Wohnraum schaffen wolle, dauere es bis zur Umsetzung oft zehn Jahre. Ein Satz, der den langen Weg solcher Projekte ziemlich treffend zusammenfasst.

**Auch Klinik-Erweiterung geht weiter**

Parallel dazu kommt auch bei den Erweiterungsplänen für den Klinikstandort an der Paracelsusstraße Bewegung in die Sache. Laut Krankenhaus-Geschäftsführer Stefan Schilling ist dort ein Neubau mit vier Stockwerken für eine Pflegestation geplant. Hinzu kommen ein Untergeschoss, ein Erdgeschoss mit Büros sowie Technik auf dem Dach.

Auch hier waren bei der ersten öffentlichen Auslegung zahlreiche Einwände eingegangen. Diese seien inzwischen abgearbeitet worden. In einigen Wochen soll nun die zweite vorgeschriebene öffentliche Auslegung der Pläne folgen.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn in Deutschland irgendwo ein neues Baugebiet entsteht, braucht man dafür gefühlt erst einmal Geduld, Aktenordner in Familiengröße und einen sehr langen Atem. In Neustadt sieht es nun immerhin so aus, als würde aus dem Dauerprojekt „Auf der Höhe III“ tatsächlich irgendwann ein echtes Wohngebiet werden. 62 Parzellen sind kein Pappenstiel – auch wenn man natürlich weiß: Kaum sind sie da, sind sie wahrscheinlich schneller weg als ein Parkplatz vor dem Supermarkt am Samstagvormittag.

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