21. April 2026

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**Landkreis veröffentlicht neuen „#überblick“: Rückblick auf 2025 und Ausblick auf 2026 in einem Heft**

Was hat den Landkreis Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim im vergangenen Jahr bewegt – und welche Projekte stehen als Nächstes an? Genau darauf gibt der neue **„#überblick 2025/2026“** Antworten. Das bisher bekannte Format des Jahresrückblicks wurde erweitert und erscheint nun erstmals als Wendeheft mit **Jahresrückblick und Projektausblick** in einem.

Auf insgesamt **68 Seiten** werden die wichtigsten Themen und Ereignisse zusammengefasst, die aus Sicht des Landkreises das Jahr 2025 geprägt haben und das laufende Jahr 2026 bestimmen. Passend zum Landkreismagazin **#durchblick** trägt die neue Veröffentlichung nun den Titel **#überblick**.

Im Teil zum **Jahresrückblick 2025** finden sich neben einer Chronologie des gesamten Jahres auch verschiedene **Top-Themen**. Dazu zählen unter anderem Neuigkeiten aus der Öffentlichkeitsarbeit, der **Energienutzungsplan Plus**, Aufgaben und Einsätze im **Katastrophenschutz** sowie der **Umzug in die neuen Räumlichkeiten**.

Der **Projektausblick 2026** wirft den Blick nach vorne. Auch hier werden zentrale Themen besonders hervorgehoben. Genannt werden unter anderem die **interkommunale Zusammenarbeit**, das **Berufsschulzentrum Bad Windsheim**, die Bereiche **„Das Amt wird smarter“** und **„Wirtschaft stärken“**. Als besonderes Highlight wird zudem die **Landesgartenschau** genannt.

Wer sich für den neuen **#überblick 2025/2026** interessiert, kann das Heft **kostenlos** beim Landratsamt anfordern – telefonisch unter **09161 92-1006** oder per E-Mail an **anne.wagner@kreis-nea.de**. Außerdem ist die Broschüre online abrufbar unter:
**https://www.kreis-nea.de/amt-verwaltung/veroeffentlichungen-formulare-co/ueberblick**
Zusätzlich liegt sie auch im **Foyer des Landratsamtes** aus.

**Kommentar der Redaktion:**
So ein Überblick ist durchaus praktisch – gerade in Zeiten, in denen man oft nur Schlagzeilen mitbekommt, aber selten den ganzen Zusammenhang. Und wenn ein Amt schon „smarter“ werden will, schauen wir natürlich besonders genau hin. Vielleicht wird ja irgendwann sogar der Behördengang so einfach wie ein Kaffeeholen in der Pause. Bis dahin ist der #überblick auf jeden Fall eine gute Gelegenheit, sich kompakt über das Geschehen im Landkreis zu informieren.

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Diespeck

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# Diespeck: Kamelhügel zwischen Dettendorfer Straße und Schleifmühlstraße gesperrt

Wer derzeit in Diespeck unterwegs ist, muss sich auf eine weitere Einschränkung im Straßenverkehr einstellen: Der sogenannte Kamelhügel zwischen der Dettendorfer Straße und der Schleifmühlstraße ist während der Vollsperrung der B470 ebenfalls für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Maßnahme wurde laut Gemeinde nicht leichtfertig getroffen, sondern dient dem Schutz der Fahrbahn.

Hintergrund ist die Sorge, dass der Straßenabschnitt ohne Sperrung in den kommenden Wochen massiv als Ausweichstrecke genutzt worden wäre. Nach Einschätzung der Gemeinde hätte das zu starken Schäden an der Fahrbahn führen können – mit der Folge, dass einfache Reparaturen nicht mehr ausgereicht hätten. Stattdessen wäre dann wohl eine komplette und entsprechend kostenintensive Sanierung notwendig geworden.

Der Wunsch nach dieser Maßnahme kam dabei auch aus dem Gemeinderat. Die Gemeinde bittet die Bürgerinnen und Bürger deshalb ausdrücklich um Verständnis und darum, die Sperrung konsequent zu beachten. Wie mitgeteilt wurde, wird die Einhaltung aktuell regelmäßig von der Polizei kontrolliert.

Wichtig für Verkehrsteilnehmer: Der bereits sanierte Streckenabschnitt zwischen der Schleifmühlstraße und dem Gewerbegebiet Kleinerlbach bleibt weiterhin für den Verkehr bis 7,5 Tonnen freigegeben.

**Kommentar der Redaktion:**
Manchmal ist eine Straßensperrung eben genau das, was eine Straße davor bewahrt, später komplett erneuert werden zu müssen. Klingt erst einmal unpraktisch, spart am Ende aber oft viel Geld, Nerven und Baustellenzeit. Oder anders gesagt: Lieber jetzt ein Umweg als später die nächste Dauerbaustelle direkt vor der Haustür.

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Neuhof an der Zenn

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# Aus dem Rathaus Neuhof an der Zenn: Gemeinsam durch besondere Zeiten

Ein Abschnitt geht zu Ende, der vielen sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird: In Neuhof an der Zenn wurden Mitglieder des Gemeinderats verabschiedet, die in einer besonders herausfordernden Zeit Verantwortung übernommen haben. Zwischen Pandemie, Krisen und wichtigen Entscheidungen für die Gemeinde war diese Amtszeit alles andere als gewöhnlich.

Im Rathaus Neuhof an der Zenn wurde auf die Amtszeit 2020 bis 2026 zurückgeblickt. Bürgermeister und Verwaltung würdigten dabei das Engagement der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, die in den vergangenen Jahren die Entwicklung der Gemeinde mitgestaltet haben. Die vergangenen Jahre waren geprägt von außergewöhnlichen Umständen, die auch auf kommunaler Ebene viel Einsatz, Flexibilität und Zusammenhalt erforderten.

Gerade in kleineren Gemeinden zeigt sich oft besonders deutlich, wie wichtig das Ehrenamt und die Bereitschaft sind, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. Entscheidungen im Gemeinderat betreffen nicht nur Zahlen und Projekte, sondern ganz konkret das Leben vor Ort – von Infrastruktur über Kinderbetreuung bis hin zum gesellschaftlichen Miteinander.

Mit der Verabschiedung wurde deshalb nicht nur ein formaler Schlussstrich unter eine Amtszeit gezogen, sondern auch ein Dank ausgesprochen an alle, die sich in diesen Jahren für Neuhof an der Zenn eingebracht haben.

Quelle: Gemeinde Neuhof an der Zenn
Bild: Rathaus Neuhof an der Zenn

**Kommentar der Redaktion:**
Kommunalpolitik ist oft nicht die lauteste Bühne – aber eine der wichtigsten. Denn hier wird nicht für Schlagzeilen gearbeitet, sondern für den Ort, in dem man selbst einkauft, spazieren geht oder im Stau vor der Baustelle steht, über die man vorher im Rat abgestimmt hat. Wer sich in solchen Jahren engagiert, verdient Anerkennung – auch dann, wenn nicht jede Entscheidung überall Applaus bekommt.

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## Raubüberfall in Herzogenaurach: Täter setzt Pfefferspray ein

Ein spektakulärer Raubüberfall im Nachbar-Landkreis hat am Dienstagvormittag in Herzogenaurach für große Aufregung gesorgt. Zwei maskierte Männer stürmten ein Juweliergeschäft in der Hauptstraße, gingen mit Pfefferspray gegen die Angestellten vor und flüchteten anschließend mit Bargeld und Schmuck. Die Polizei reagierte sofort mit einem Großaufgebot.

Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich die Tat gegen 10 Uhr. Unmittelbar nach dem Überfall wurde eine umfangreiche Fahndung eingeleitet, bei der auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam. Ein 31-jähriger Tatverdächtiger konnte noch in der Nähe des Tatorts festgenommen werden. Bei ihm fanden die Einsatzkräfte mutmaßliches Diebesgut sowie Pfefferspray.

Nach dem zweiten Täter wird derzeit weiterhin gesucht.

Die beiden betroffenen Beschäftigten des Juweliergeschäfts wurden bei dem Überfall leicht verletzt und mussten medizinisch versorgt werden. Wie hoch der entstandene Schaden durch die geraubten Wertgegenstände und das Bargeld ausfällt, ist aktuell noch nicht bekannt.

Wegen der laufenden Ermittlungen bittet die Polizei mögliche Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich bei den zuständigen Ermittlungsbehörden zu melden.

**Hinweis der Redaktion:** Ein „Like“ unter diesem Bericht bedeutet nicht, dass jemand die Tat gutheißt. Es heißt lediglich: **„Like“ = lesenswerter Bericht.**

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**Landkreis vor neuer Weichenstellung: Weniger Stellvertreter im Landratsamt – und zwei wichtige Straßensanierungen auf dem Weg**

Kurz vor dem Ende der alten Kreistagsperiode ist im Landratsamt noch einmal Bewegung in mehrere Themen gekommen. Überraschend wurde in der letzten Sitzung die Frage aufgeworfen, ob der Landrat künftig überhaupt noch drei Stellvertreter braucht. Gleichzeitig stellte der Kreistag die Weichen für die Sanierung zweier maroder Straßen im Landkreis. Und auch der neue Landkreiswein wurde vorgestellt.

Für eine unerwartete Debatte sorgte FWG-Kreisrat Harald Trabert. Unter dem Punkt „Anfragen“ wollte er wissen, ob es angesichts der angespannten Finanzlage von Kommunen und Landkreis wirklich weiterhin drei Stellvertreter für den Landrat brauche. Aus seiner Sicht sei es durchaus überlegenswert, einen oder sogar zwei dieser Posten einzusparen. Das würde Geld sparen und zugleich ein sichtbares Signal nach außen senden: Auch der Landkreis spart.

In den vergangenen sechs Jahren waren Reinhard Streng (FWG), Hans Herold (CSU) und Ruth Halbritter (Grüne) die Stellvertreter zunächst von Landrat Helmut Weiß und danach auch von dessen Nachfolger Dr. Christian von Dobschütz. Nach Informationen der Redaktion würden zumindest Streng und Herold diese Aufgaben gerne weiter übernehmen. Ob Landrat von Dobschütz an der bisherigen Besetzung festhalten möchte, ist derzeit noch offen.

Üblicherweise benennt der Landrat in der konstituierenden Sitzung des neuen Kreistags seine Wunschkandidaten, über die das Gremium dann einzeln abstimmt. Diese Sitzung ist für Freitag, 22. Mai, um 9 Uhr angesetzt.

Landrat Dr. Christian von Dobschütz zeigte sich von dem Vorstoß Traberts sichtlich überrascht. Er machte deutlich, dass es bei diesem Thema sowohl Argumente dafür als auch dagegen gebe. Zugleich betonte er, man solle die Aufgabenfülle eines Landrats nicht unterschätzen. Seine drei Stellvertreter seien mit Terminen „durchaus gut ausgelastet“.

Kritik an der vorgezogenen Debatte kam von Gabi Schmidt (UWG). Die Landtagsabgeordnete verwies darauf, dass diese Diskussion nach der Bayerischen Landkreisordnung Sache des neu gewählten Kreistags sei. Man solle das Ergebnis der Wahl respektieren und die Entscheidung nicht vorwegnehmen.

Auch AfD-Kreisrätin Anni Benedikt meldete sich zu Wort. Sie äußerte die Sorge, eine mögliche Verringerung der Zahl der Stellvertreter könne auch dazu dienen, der AfD einen möglichen Posten zu verwehren. Der Landrat wies das zurück. Es sei aktuell noch nichts beschlossen worden, vielmehr gehe es lediglich um eine Anregung. Zudem würden die Stellvertreter vom Kreistag gewählt – das gelte selbstverständlich auch für mögliche Kandidaten anderer Fraktionen, also auch der AfD.

Während die Frage nach den Stellvertretern zunächst offenbleibt, traf der „alte“ Kreistag noch zwei konkrete Entscheidungen zur Infrastruktur. So wurde der Landrat ermächtigt, jeweils das wirtschaftlich günstigste Angebot für den Ausbau der Staatsstraße 2256 von Münchhof nach Burghöchstadt im Bauabschnitt III sowie für die Kreisstraße 19 von Bräuersdorf nach Hagenbüchach anzunehmen und die Aufträge zu vergeben.

Besonders dringlich ist die Sanierung der Kreisstraße zwischen Bräuersdorf und Hagenbüchach. Niko Schwarz vom Tiefbauamt des Landkreises bezeichnete sie in der Sitzung sogar als die „schlechteste Kreisstraße, die wir momentan haben“. Zahlreiche Risse, Setzungen und beschädigte Bankette prägen dort das Bild. Vor allem im Begegnungsverkehr müssten Lastwagen immer wieder ausweichen, was die Schäden weiter verschärfe.

Geplant ist deshalb ein kompletter Neuaufbau des nicht mehr tragfähigen Fahrbahnaufbaus. Außerdem soll die Straße auf sechs Meter verbreitert und die Linienführung verbessert werden. Nach Angaben des Landkreises werden derzeit noch letzte Grundstücksfragen geklärt. Danach könnte die Maßnahme starten.

Auch bei der Staatsstraße 2256 gibt es nun Bewegung. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits die Abschnitte Burghaslach bis Freihaslach sowie Freihaslach bis Münchhof saniert wurden, sah es lange so aus, als könne der dritte Abschnitt in diesem Jahr aus formalen und finanziellen Gründen nicht mehr umgesetzt werden. Inzwischen haben sich die Voraussetzungen offenbar geändert.

Sobald die letzten naturschutzrechtlichen Fragen – unter anderem zum Thema Zauneidechse – geklärt sind, soll auch dort gebaut werden. Auf einer Länge von 1560 Metern ist ebenfalls eine Verbreiterung auf sechs Meter vorgesehen. Darüber hinaus wird der in weiten Teilen rissige und nicht frostsichere Belag erneuert.

Etwas leichter wurde es in der Sitzung dann beim Thema Landkreiswein. Der diesjährige Landkreiswein wurde vorgestellt, was Landrat von Dobschütz als Zeichen der Unterstützung für die Winzer in der Region wertete.

Ausgewählt wurde ein trockener Silvaner vom Weigenheimer Winzer Thomas Weidt. Er betreibt Weinbau auf 1,1 Hektar im Nebenerwerb und stellte seinen Betrieb persönlich vor. Seinen Silvaner beschrieb er als klassischen Franken, der alles andere als langweilig sei und „Frische ins Glas“ bringe. Damit, so seine Hoffnung, könne vielleicht auch wieder gute Laune in den Sitzungssaal einziehen.

Wie üblich stellte auch der Bürgermeister der Herkunftsgemeinde den Ort kurz vor. Weigenheims Bürgermeister Rainer Mayer sorgte dabei mit einer kleinen, augenzwinkernden Bemerkung für Aufmerksamkeit: Den Ortsteil Reusch bezeichne man intern wegen einiger dort noch vorhandener Gewerbebetriebe als „unseren Ruhrpott“. Außerdem erklärte Mayer, Weigenheim sei wohl tatsächlich die zweitgrößte Weinbaugemeinde in Mittelfranken – ließ dabei allerdings offen, ob sich das auf Liter, Winzer oder Fläche bezieht.

**Kommentar der Redaktion:**
Im Landratsamt wird also nicht nur über Personal, sondern auch über Prioritäten gesprochen. Die Frage nach drei Stellvertretern ist in Zeiten klammer Kassen sicher legitim – entscheiden muss das aber der neue Kreistag. Deutlich weniger diskutabel ist der Zustand mancher Straßen: Wenn eine Kreisstraße schon offiziell als schlechteste im Landkreis gilt, dann ist Handeln überfällig. Und beim Landkreiswein zeigt sich einmal mehr: Politik wird in Franken nicht nur mit Akten, sondern manchmal auch mit Silvaner begleitet. Solange am Ende mehr saniert als ausgeschenkt wird, ist dagegen wohl wenig einzuwenden.

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Neustadt an der Aisch

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**Neustadt: Baugebiet „Auf der Höhe III“ rückt näher – 62 Bauplätze in Sicht**

In Neustadt ist das Thema Bauplätze seit Jahren ein Dauerbrenner. Jetzt gibt es bei einem der wichtigsten Wohnbauprojekte der Stadt endlich wieder Bewegung: Das geplante Baugebiet „Auf der Höhe III“ hat im Stadtrat den nächsten Schritt genommen. Damit zeichnet sich zumindest eine Teillösung für den angespannten Wohnungs- und Bauplatzmarkt ab – auch wenn das Vorhaben weiterhin nicht überall auf Begeisterung stößt.

Geplant ist das neue Baugebiet im Bereich zwischen Kleinerlbacher Weg sowie dem Umfeld von Klinger und Krankenhaus. Von Anfang an war das Projekt mit Gegenwind konfrontiert. Anwohner hatten unter anderem Bedenken wegen zusätzlichem Verkehr und mehr Lärm geäußert. Die Folge waren Gutachten, Verzögerungen und schließlich auch eine grundlegende Änderung im Verfahren.

Ursprünglich sollte der Bebauungsplan im sogenannten beschleunigten Verfahren umgesetzt werden. Nach einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 2023, das den häufig genutzten Paragraphen 13b des Baugesetzbuches für dieses Vorhaben für unzulässig erklärte, musste jedoch auf das reguläre Verfahren umgestellt werden.

Wie Bauamtsleiter Gerald Schorr erläuterte, könne man immerhin einen bereits erledigten Teil der Arbeit weiter nutzen: Die schon durchgeführte öffentliche Auslegung und Behördenbeteiligung werde nun als „vorgezogene Beteiligung“ im Regelverfahren gewertet. Eine Wiederholung sei daher nicht nötig. Ebenfalls wichtig für den Fortschritt sei, dass nun auch die Planung für die Erweiterung der Klinikgebäude abgeschlossen und genehmigt sei. Gerade bei Fragen zur Entwässerung habe dies zuvor eine zentrale Rolle gespielt.

**Breitere Anbindung soll Verkehr entzerren**

Dass der Stadtrat die Fortführung des Bebauungsplanverfahrens nun einstimmig beschlossen hat, lag vor allem an einer überarbeiteten Verkehrsplanung. Der Übergang vom neuen Baugebiet zum Kleinerlbacher Weg, bislang eher schmal geplant und durch Pfosten für den öffentlichen Verkehr gesperrt, wurde nun deutlich breiter vorgesehen.

Grünen-Fraktionssprecher David Muck begrüßte das ausdrücklich. Aus seiner Sicht könne sich der Verkehr damit besser verteilen. Bauamtsleiter Schorr stellte allerdings klar, dass die neue Planung nichts am bisherigen Stadtratsbeschluss ändere, den Weg zunächst nicht zu öffnen. Die vorgesehenen Pfosten seien kein Bestandteil der eigentlichen Bauleitplanung. Sollte sich nach Fertigstellung und Bezug des neuen Baugebiets durch spätere Verkehrserhebungen ein anderer Bedarf zeigen, könne die Verkehrsführung aber angepasst und die Sperrung gegebenenfalls aufgehoben werden.

Im neuen Areal sind insgesamt 62 bebaubare Parzellen vorgesehen. Damit könnte sich die angespannte Situation bei den Bauplätzen in Neustadt spürbar entspannen.

**Auch Buchberg bleibt im Blick**

Der künftige Bürgermeister Alexander Müller (CSU) erinnerte daran, dass er selbst nie der größte Befürworter von „Auf der Höhe III“ gewesen sei. Umso mehr hoffe er, dass auch die Planungen für den Buchberg nun zügig vorankommen. Dort sei das Verfahren zwar noch nicht so weit, erklärte Schorr, die Stadt wolle das Thema aber weiter konsequent verfolgen.

Noch-Bürgermeister Klaus Meier nutzte die Entwicklung für einen grundsätzlichen Hinweis zur Wohnraumschaffung: Wenn man Wohnraum schaffen wolle, dauere es bis zur Umsetzung oft zehn Jahre. Ein Satz, der den langen Weg solcher Projekte ziemlich treffend zusammenfasst.

**Auch Klinik-Erweiterung geht weiter**

Parallel dazu kommt auch bei den Erweiterungsplänen für den Klinikstandort an der Paracelsusstraße Bewegung in die Sache. Laut Krankenhaus-Geschäftsführer Stefan Schilling ist dort ein Neubau mit vier Stockwerken für eine Pflegestation geplant. Hinzu kommen ein Untergeschoss, ein Erdgeschoss mit Büros sowie Technik auf dem Dach.

Auch hier waren bei der ersten öffentlichen Auslegung zahlreiche Einwände eingegangen. Diese seien inzwischen abgearbeitet worden. In einigen Wochen soll nun die zweite vorgeschriebene öffentliche Auslegung der Pläne folgen.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn in Deutschland irgendwo ein neues Baugebiet entsteht, braucht man dafür gefühlt erst einmal Geduld, Aktenordner in Familiengröße und einen sehr langen Atem. In Neustadt sieht es nun immerhin so aus, als würde aus dem Dauerprojekt „Auf der Höhe III“ tatsächlich irgendwann ein echtes Wohngebiet werden. 62 Parzellen sind kein Pappenstiel – auch wenn man natürlich weiß: Kaum sind sie da, sind sie wahrscheinlich schneller weg als ein Parkplatz vor dem Supermarkt am Samstagvormittag.

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Neustadt an der Aisch

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**Wald als Ausgleichsfläche: Kommunen im Neustädter Land bekommen neue Möglichkeiten**

Wer Bauland ausweist, muss auch der Natur etwas zurückgeben. Bislang war das für viele Kommunen ein schwieriges, oft auch unpopuläres Thema. Nun gibt es im Landkreis Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim eine neue Möglichkeit: Künftig kann unter bestimmten Voraussetzungen auch Wald als Ausgleichsfläche ins Ökokonto aufgenommen werden. Für die beteiligten Städte und Gemeinden ist das ein wichtiger Schritt.

Bei der Bürgermeisterdienstversammlung in Neustadt stellten Baudirektor Joachim Reindler vom Amt für Ländliche Entwicklung und Theresia Pöschl von der Kommunalen Allianz NeuStadt und Land das Projekt vor. Reindler machte dabei deutlich, wie lange der Weg bis hierher war: „Darauf haben wir elf Jahre hingearbeitet.“

Zur Kommunalen Allianz gehören Neustadt an der Aisch, Diespeck, Baudenbach, Gutenstetten, Münchsteinach, Dietersheim und Ipsheim. Das Interesse bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern war groß. Auch Landrat Dr. Christian von Dobschütz begrüßte die neue Möglichkeit ausdrücklich. Das Thema Ausgleichsflächen und Ökopunkte sei seit Jahren ein Dauerbrenner auf kommunaler Ebene.

Hintergrund ist: Wenn Kommunen neue Baugebiete ausweisen, müssen sie ökologische Ausgleichsflächen schaffen. Diese Flächen werden in einem sogenannten Ökokonto geführt und können dort über die Jahre sogar „verzinst“ werden. Künftig ist das nun auch mit geeigneten Waldflächen möglich.

Ganz ohne Vorgaben geht das allerdings nicht. Der Wald muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen und entsprechend umgebaut werden. Laut Reindler dürfen die Flächen zum Beispiel nicht bereits in einer anderen Förderung gebunden sein. Zudem gelten für ein Wald-Ökokonto besondere ökologische Anforderungen.

Dazu zählt unter anderem, dass pro Hektar 30 Festmeter Totholz – stehend oder liegend – vorhanden sein müssen. Außerdem sind zehn Biotopbäume je Hektar vorgeschrieben. In der Vogelbrutzeit darf kein Holzeinschlag erfolgen, ein bestimmter Abstand zu Straßen ist einzuhalten und der Abstand zwischen zwei Rückegassen muss 30 Meter betragen. Ziel bleibt dennoch eine reguläre Waldbewirtschaftung, allerdings unter strengeren ökologischen Maßstäben und mit Ausrichtung auf einen klimaangepassten Eichenwald.

Eine wichtige Grundlage für das Projekt entstand nach der Waldneuordnung in Baudenbach vor sechs Jahren. Damals hatte Bürgermeister Wolfgang Schmidt bei der Unteren Naturschutzbehörde angefragt, ob ein „Ökokonto Wald“ möglich sei. Die Antwort lautete zunächst nein. Nach weiteren Gesprächen und Abstimmungen zwischen den Fachbehörden kam es 2024 dann zum Konsens: Ein Wald-Ökokonto soll für Kommunen möglich gemacht werden.

Im nächsten Schritt wurden die rund 1000 Hektar Waldflächen in den beteiligten Kommunen untersucht. Daraus entstand ein gefördertes Grobkonzept, das von der Planungsgruppe Landschaft erstellt wurde. Die Kosten dafür lagen bei 40.000 Euro. Vorgesehen sind unter anderem sogenannte Anreicherungskulturen in Nadelforsten mit dem Nelderradverfahren sowie Lochhiebe zur Auflichtung. Die Entwicklung der Flächen soll regelmäßig kontrolliert werden.

Theresia Pöschl stellte das Potenzial der Pilotkommunen vor: Von insgesamt 954 Hektar Wald in vier ausgewählten Gemeinden eignen sich 169 Hektar grundsätzlich für ein Ökokonto. Knapp die Hälfte davon liegt im Bereich Neustadt. Die einzelnen Flächen reichen von 0,10 bis 8,93 Hektar Größe.

Allerdings wird nicht das gesamte Potenzial sofort genutzt. Zunächst soll ein Ökokonto mit einer Gesamtfläche von 53 Hektar eingerichtet werden. Daraus könnten rund 2,45 Millionen Ökopunkte entstehen. Nach Angaben von Joachim Reindler reicht das aus, um etwa 49 Hektar Baugebietsflächen auszugleichen.

Die Flächen verteilen sich auf etwa 17 Hektar in Neustadt, 16 Hektar in Diespeck, 15 Hektar in Baudenbach und fünf Hektar in Gutenstetten. Für diese Bereiche müssen nun konkrete Konzepte ausgearbeitet werden. Die Planungskosten liegen bei rund 1000 Euro pro Hektar.

Anschließend können die Gemeinden ihre vorgesehenen Flächen nach und nach bei der Unteren Naturschutzbehörde melden. Dort werden die Flächen geprüft und gemeinsam mit dem Amt für Ländliche Entwicklung konkretisiert. Danach kann ein Vertrag geschlossen werden. Wenn alles wie geplant läuft, könnte der Waldumbau für das Ökokonto bereits in diesem Herbst starten.

**Kommentar der Redaktion:**
Das Thema klingt auf den ersten Blick trocken wie ein Aktenordner im Rathauskeller – ist für die Gemeinden aber tatsächlich ein echter Fortschritt. Denn Ausgleichsflächen sind seit Jahren ein sensibles Thema: teuer, knapp und politisch oft unerquicklich. Wenn nun geeignete Waldflächen mit klaren ökologischen Vorgaben eingebunden werden können, schafft das mehr Spielraum vor Ort. Wichtig ist dabei aber auch: Das ist kein Freifahrtschein für neue Baugebiete, sondern funktioniert nur mit strengen Regeln und echter Aufwertung der Natur. Oder anders gesagt: Der Wald wird hier nicht zum Trick, sondern im besten Fall zum Pluspunkt – für Kommunen und Umwelt gleichermaßen.

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