Neues aus Diespeck:

Erste Nahwärme-Heizzentrale steht, zweite geplant

+ Nahwärmenetz in Diespeck gestartet: 87 Haushalte dabei

* Zweites Heizhaus wegen hoher Nachfrage bereits geplant
* Regionale Holzenergie macht unabhängiger von Öl und Gas

**Diespeck setzt auf Nahwärme: Erste Heizzentrale steht, zweite ist bereits geplant**

In Diespeck nimmt ein großes Zukunftsprojekt Form an: Die Energie-Ziegler-GmbH aus Neuhof baut derzeit ein Nahwärmenetz auf, das zahlreiche Haushalte künftig umweltfreundlich mit Wärme versorgen soll. Die erste Heizzentrale ist bereits fertiggestellt, der erste Bauabschnitt läuft – und das Interesse in der Gemeinde ist so groß, dass schon jetzt eine zweite Anlage geplant wird.

Direkt oberhalb des Sport- und Gemeindezentrums in Richtung Dettendorf steht das neue Heizhaus bereits bereit. Wie Geschäftsführer Johannes Ziegler im Gespräch erklärte, wird die Anlage zeitnah in Betrieb gehen. Das Gebäude misst 20 mal 12 Meter und ist mit einem Heizkessel von 1000 Kilowatt Leistung ausgestattet. Vor Ort lagern bereits Hackschnitzel, die künftig für die Wärmeversorgung eingesetzt werden sollen.

Die Investitionskosten für die erste Heizzentrale liegen bei rund 750.000 Euro. Schon im ersten Bauabschnitt konnten sich laut Ziegler 87 Haushalte anschließen. Die Resonanz sei insgesamt sehr positiv.

Wegen der starken Nachfrage ist bereits ein zweites Heizhaus in Planung. Dieses soll direkt neben der ersten Anlage entstehen und in Größe sowie Kapazität identisch ausfallen. Gemeinsam mit Diespecks Bürgermeister Markus Helmreich stellte Ziegler die weiteren Planungen vor. Helmreich betonte dabei, dass nach Möglichkeit auch sämtliche gemeindlichen Liegenschaften an das Nahwärmenetz angeschlossen werden sollen.

Der zweite Bauabschnitt soll in der Sandstraße beginnen. Auch dort ist das Interesse groß: Nach bisherigen Angaben haben bereits 70 Anwohnerinnen und Anwohner signalisiert, sich an die umweltfreundliche Wärmeversorgung anschließen zu wollen. Ein Vorteil für viele Eigentümer: Laut Informationen aus einer Bürgerversammlung können selbst genutzte Eigenheime mit bis zu 70 Prozent gefördert werden. Zudem ist die Technik in den Häusern platzsparend, die Wartung übernimmt Energie Ziegler.

Betreiber des Netzes ist die Energie-Ziegler-GmbH. Die Gemeinde Diespeck selbst hat nach Angaben der Beteiligten das Grundstück verkauft und die Zufahrtswege geschaffen. Dass das Projekt aktuell etwas hinter dem ursprünglichen Zeitplan liegt, daraus machte Johannes Ziegler keinen Hehl. Gerade bei solchen Vorhaben brauche es anfangs Zeit, bis Genehmigungen erteilt und Fördermittel bewilligt seien. Derzeit werden die Anschlüsse in der Dettendorfer Straße verlegt, anschließend sollen noch bestehende Lücken geschlossen werden.

Für Bürgermeister Helmreich ist das Projekt gerade in unsicheren Zeiten ein wichtiger Schritt. Viele Bürgerinnen und Bürger könnten sich damit ein Stück weit unabhängiger von Öl und Gas machen. Verwendet werde überwiegend regionales Material – etwa Schnittgut aus der Landschaftspflege oder Holz aus Wäldern im Umkreis von etwa 20 Kilometern. Das gesamte Material stamme aus der Region.

Für Johannes Ziegler ist Diespeck bereits das fünfte Nahwärmeprojekt dieser Art im Landkreis. Bürgermeister Helmreich sieht darin eine wichtige Investition in die Zukunft. Neben der regionalen und vergleichsweise stabilen Wärmeversorgung nannte er auch wirtschaftliche Vorteile für die Gemeinde – etwa durch Gewerbesteuereinnahmen. Als erster Bereich soll die Bamberger Straße ans Netz gehen. Bis zum Jahr 2030 soll das Nahwärmenetz in Diespeck dann komplett ausgebaut sein.

**Kommentar der Redaktion:**
Wenn ein Projekt schon in der ersten Phase so stark nachgefragt wird, ist das ein deutliches Signal: Das Thema Wärmeversorgung beschäftigt die Menschen ganz konkret – und zwar nicht erst seit gestern. Nahwärme ist zwar kein Zaubertrick, aber in Zeiten schwankender Energiepreise und wachsender Unsicherheit sicher mehr als nur eine nette Idee. Und wenn das Holz dafür auch noch aus der Region kommt, ist das nicht nur vernünftig, sondern fast schon fränkisch logisch.

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